Regierung muss Atomausstieg entscheiden
Sicherheitscheck fĂŒr AKW ist praktisch wertlos
âWie erwartet war der Zeitraum fĂŒr eine sorgfĂ€ltige und unabhĂ€ngige SicherheitsĂŒberprĂŒfung aller deutschen Atomkraftwerke zu kurz. Zudem beruhen die heute vorgelegten Ergebnisse der Atomkommission lediglich auf Angaben der AKW-Betreiber und sind damit weitgehend wertlos fĂŒr die nötigen BeschlĂŒsse der Bundesregierung zum Atomausstiegâ,
kommentiert NABU-PrĂ€sident Olaf Tschimpke den Bericht der Reaktorsicherheitskommission (RSK), der heute in Berlin an Bundesumweltminister Norbert Röttgen ĂŒbergeben wurde.
âDas Vertrauen der deutschen Bevölkerung in diese unbeherrschbare Technik ist seit dem GAU in Japan unwiderruflich weg. Damit ist der schnellstmögliche gesetzliche Ausstieg aus der Atomkraft grundsĂ€tzlich eine politische Entscheidung, die die Bundesregierung nun nach allen AnkĂŒndigungen treffen mussâ,
betont Tschimpke.
Keine Ăberraschung ist aus NABU-Sicht die Feststellung der Kommission, dass die sieben Ă€ltesten Meiler angesichts zu dĂŒnner HĂŒllen fast durchgĂ€ngig dem Absturz mittelgroĂer Flugzeuge nicht standhalten. Dennoch drĂŒckt sich die Atomkommission, im Gegensatz zu den vorab bekannt gewordenen VorschlĂ€gen der Ethikkommission, um die klare Empfehlung, dass diese Reaktoren nach Ablauf des Moratoriums nicht wieder in Betrieb genommen werden dĂŒrfen, kritisiert der NABU.
âDa fĂŒr alle AKW SicherheitsmĂ€ngel vorliegen, muss die Bundesregierung am 6. Juni einen rechtsverbindlichen Abschaltplan beschlieĂen, ohne weitere Verschiebebahnhöfe durch die Ăbertragung von Strommengen oder Revisionsklauseln zuzulassenâ,
fordert Olaf Tschimpke.
17.Mai 2011
FĂŒr RĂŒckfragen:
Carsten Wachholz
NABU-Energieexperte
Tel. 030-284984-1617
Quelle: https://www.nabu.de/modules/presseservice/index.php?popup=true&db=presseservice&show=2102
