Libyen-Konferenz, Sanktionen gegen Syrien, Militärfahrzeug explodiert im Jemen

Allgemein

Attentat im Jemen, Konferenz der Libyen-Kontaktgruppe in Rom, Sanktionen gegen Syrien

Während sich in Rom die Staatsführungen der Libyen-"Kontaktgruppe" auf die Auszahlungen Dutzender von Milliarden an die seperatistischen Rebellen im libyschen Bürgerkrieg, sowie auf das "Einfrieren" von Geldern des Regimes von Syrien geeinigt haben, explodiert in dem von Demokratiebewegung erschütterten Regime von Ali Saleh im Jemen ein Militärfahrzeug und tötet mindestens acht Menschen (1). Kurz vorher war folgende Meldung in der Presse aufgetaucht: angeblich sind im Jemen durch eine von bisher unbekannten durchgeführte Drohnen-Operation zwei Brüder in der jeminitischen Provinz Shabwa getötet worden. In dieser Provinz, heisst es (durch die jeminitischen und saudischen und us-amerikanischen und alle anderen Geheimdienste), sei ein Arm von "Al Kaida" aktiv. (2)

Deshalb, so die blitzschnelle Argumentation (der jeminitischen und saudischen und us-amerikanischen und aller anderen Geheimdienste), handele es sich bei diesem Attentat bestimmt um einen Racheakt der bis dato durch die Nato unschlagbaren "Al Kaida". Einen Racheakt wegen der - nach allgemeiner Einschätzung mit überwältigender Glaubwürdigkeit vorgetragenen - Geschichte der US-Regierung vom Tod Osama bin Ladens vor vier Tagen durch US-Spezialeinheiten unter Kommando der CIA im pakistanischen Abbottabad.

Die konfiszierten Gelder Libyens betragen allein in den USA 33 Milliarden Dollar (3), in Deutschland sechs Milliarden Euro (4). Bei den Millizionären in Ost-Libyen muss man jetzt mutmasslich nicht wegen Nato-Bomben, sondern vor Geldregen in Deckung gehen. Sicher wird man nun davon Brunnen bauen. Unter Nato-Anleitung, versteht sich.

Wie US-Außenministerin Hillary Clinton bereits einen Tag vor der Konferenz der Libyen-Kontaktgruppe in Rom zu berichten wusste, sollen Syriens Gelder auf Konten im Einflussbereich der "Europäischen Union", nach denen in den USA, im Rahmen von Sanktionen ebenfalls konfisziert werden (5).

Vielleicht lässt man in Europa die entsprechenden Gelder aber gleich auf den Banken. Die haben´s nötig.

Sowohl mit den Regimen in Syrien, als auch im Jemen herrscht durch die Geheimdienste Deutschlands, der USA, Großbritannien, Frankreich, Italien und aller Nato-Staaten immer noch eine enge Kooperation gegen den "islamistischen Terrorismus".

Donnerstag, 5.Mai 2011. Im Westen nichts Neues.

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Artikel zum Thema:

03.05.2011 Libyen-Sitzung im UNO Sicherheitsrat: Nato-Beauftragter fordert neue Resolution für Bodenkrieg
Von gar plötzlich friedensstiftenden und zivilschützenden Bombardements gegen die Städte Libyens darf in den nächsten Tagen ausgegangen werden. Ebenso mit einem neuen Versuch internationaler Kriegstreiber, den Libyen-Krieg doch noch richtig in Gang zu bekommen.

Quellen:
(1) http://www.arirang.co.kr/News/News_View.asp?nseq=115654&code=Ne8&category=1
(2) http://www.dailymail.co.uk/news/article-1383837/Osama-Bin-Laden-dead-2-Al-Qaeda-leaders-killed-US-drone-strike-Yemen.html
(3) http://www.bloomberg.com/news/2011-05-04/libya-s-qaddafi-bombards-rebel-held-towns-as-allies-prepare-for-meeting.html
(4) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,760840,00.html
(5) http://www.ft.com/cms/s/0/33c0eff2-7702-11e0-be6e-00144feabdc0.html