Brasilien: Einzigartige neue Fotos von unkontaktiertem Volk

Die Bilder zeigen eine gesunde und aktive indigene Gemeinde mit Körben voll frisch geerntetem Maniok und Papaya.
© Gleison Miranda/FUNAI/Survival.
www.uncontactedtribes.org/fotosbrasilien

Die Menschenrechtsorganisation Survival International hat neue Fotos erhalten, die eine unkontaktierte indigene Gruppe in noch nie zuvor gesehenem Detail zeigen. Die abgebildeten Indianer leben in Brasilien, in der NĂ€he der peruanischen Grenze.

Die Bilder wurden von der brasilianischen Behörde fĂŒr indigene Angelegenheiten (FUNAI) aufgenommen und Survival im Rahmen einer Kampagne zum Schutz indigener Landrechte zur VerfĂŒgung gestellt. Die Bilder zeigen eine gesunde und aktive indigene Gemeinde mit Körben voll frisch geerntetem Maniok und Papaya. Über die selbe Gemeinde wird an diesem Donnerstag auch in der BBC Serie Human Planet berichtet werden.

Die indigene Gemeinde ist durch einen Ansturm illegaler HolzfĂ€ller im  benachbarten peruanischen Amazonasgebiet stark gefĂ€hrdet. Brasilianische Behörden befĂŒrchten, dass die HolzfĂ€ller isolierte Völker aus Peru ĂŒber die Grenze nach Brasilien treiben, wo beide Gruppen in Konflikt geraten könnten.

Survival und andere Organisationen drÀngen die peruanische Regierung seit Jahren die Invasion der HolzfÀller zu stoppen, bisher wurde jedoch kaum etwas unternommen.

Im vergangenen Jahr förderte ein Überflug der Organisation Upper Amazon Conservancy auf der peruanischen Seite weitere Beweise fĂŒr die Abholzung in einem geschĂŒtztem Gebiet zu Tage.

Dieser Mann, bemalt mit Farbe der Annatto Samen, steht im Garten der Gemeinde umgeben von BananenbÀumen.
© Gleison Miranda/FUNAI/Survival.
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„Es ist notwendig nochmals zu belegen, dass diese Menschen existieren. Wir unterstĂŒtzen den Gebrauch dieser Bilder zum Beleg von Fakten. Die grundlegendsten Rechte dieser Menschen, besonders ihr Recht auf Leben, wurden bisher ignoriert … es ist daher sehr wichtig, dass wir sie schĂŒtzen,“

sagte Marcos ApurinĂŁ, Koordinator der brasilianischen Amazonas-Indianer Organisation COIAB.

Der bekannte Sprecher der brasilianischen Yanomami Indianer, Davi Kopenawa Yanomami, sagte heute:

„Der Ort an dem die Indianer leben, fischen, jagen und pflanzen muss geschĂŒtzt werden. Deshalb ist es hilfreich die Bilder dieser unkontaktierten Indianer zu zeigen, damit die Weltöffentlichkeit weiß, dass sie dort in ihrem Wald sind und die Behörden ihr Recht schĂŒtzen mĂŒssen dort zu leben.“

Die peruanische Indigenenorganisation AIDESEP sagte in einer ErklÀrung:

„Wir sind sehr besorgt ĂŒber den Mangel an Einsatz der Behörden (…) obwohl es, aus Peru und von außerhalb, Beschwerden ĂŒber illegales Abholzen gibt, wurde nichts getan.“

Bruce Parry, Moderator der britischen TV Serie Tribe, sagte:

„Das Land zu schĂŒtzen auf dem unkontaktierte Indianer leben ist von globaler Bedeutung. Wir sind immer wieder dabei gescheitert, sie in unsere Welt einzufĂŒhren ohne schreckliche Traumata hervorzurufen. Sie mĂŒssen selbst entscheiden wann sie unsere Welt kennen lernen wollen. Nicht wir.“

„Die illegalen HolzfĂ€ller werden dieses Volk zerstören. Es ist wichtig, dass die peruanische Regierung sie aufhĂ€lt bevor es zu spĂ€t ist. Die Menschen in diesen Bildern sind offensichtlich gesund und wohlbehalten. Was sie von uns brauchen ist der Schutz ihres Landes, damit sie ihre eigenen Entscheidungen ĂŒber ihre Zukunft treffen können. Aber das Land ist in Gefahr und wenn das illegale Abholzen nicht stoppt, nehmen wir ihnen ihre Zukunft aus den HĂ€nden. Das ist nicht nur eine Möglichkeit: es ist unwiderlegbare Geschichte der letzen fĂŒnf Jahrhunderte, geschrieben auf den GrĂ€bern von unzĂ€hligen indigenen Völkern,“

sagte Stephen Corry, Direktor von Survival International.

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FĂŒr weitere Informationen ĂŒber die Indigenen und die Fotos, besuchen Sie Survivals neue Webseite ĂŒber unkontaktierte Völker: www.uncontactedtribes.org