Unternehmer lassen sich nicht vor S21-Karren spannen

Über 800 Mitglieder, die sich aktiv zur Vereinigung Unternehmer gegen S 21 bekennen, verwahren sich gegen die Behauptung der Kammern, die Wirtschaft stehe hinter S21. Die Kammern suggerieren, dass sie für alle Zwangsmitglieder sprechen. Tatsächlich hat nie eine Mitgliederbefragung stattgefunden – weder vor, noch nach dem Faktencheck.

Am Samstag wurde ein von Daimler, Südwestmetall und der IHK Ulm gesponserter Infobus, der im Land für das Projekt Stuttgart 21 werben soll, der Presse vorgestellt. „Die Wirtschaft steht hinter Stuttgart 21“, so die Botschaft.

„Die Kammern  machen sich im Namen der Wirtschaft für das Projekt stark, obwohl sie wissen, dass eine große Anzahl der Mitglieder dagegen ist.“,

so die Initiative.

„Es reicht auch nicht aus, auf positive Beschlüsse bei Vollversammlungen zu verweisen. Die geringe Wahlbeteiligung für diese Vollversammlungen zeigt deutlich, dass sie nur die Interessen weniger Mitglieder vertreten“.

Die Unternehmer gegen Stuttgart 21 sprechen sich deutlich für K 21, dem Alternativkonzept unter Beibehaltung des Kopfbahnhofes, aus. Walburga Bayer von der Initiative:

„K 21 ist ökologischer, verkehrlich zuverlässiger, wirtschaftlich, günstiger und in Bauabschnitten sofort umsetzbar. Die freiwerdenden Mittel bei der Bahn könnten für wichtige Verbesserungen, z. B. für fehlende Weichenheizungen, eingesetzt werden.“

Sie verweist darauf, dass beim Faktencheck unter Heiner Geissler aufgezeigt werden konnte, dass K 21 kein Phantomkonzept ist.

Unternehmer gegen S21: Als Gegner des Projekts Stuttgart 21 sind „Unternehmer gegen S21“ solidarisch mit den Forderungen der Widerstandsbewegung. Für die Region fordern sie ein fortschrittliches Bauprojekt und zwar im Rahmen des Alternativprojekts Kopfbahnhof 21.

Unternehmerische Verantwortung und Lebensqualität stehen für Unternehmer gegen S21 vor Profitgier und Spekulationsgeschäften. Prestigeprojekte, die gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung nur mithilfe brutaler Polizeieinsätze durchgesetzt werden können, lehnen sie ab. Gleichzeitig  setzen sie sich für das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ein.

Die bislang über 800 Unternehmerinnen und Unternehmer  gegen Stuttgart 21 setzen sich zusammen wie folgt: Ingenieure und Architekten, Ärzte und Rechtsanwälte, Handwerk und Handel, Kreative aus Kultur, Web- und Grafikdesign und Texter, Berater und Dienstleister.

www.Unternehmer-gegen-S21.de

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