Harte Zeiten für US-U-Boot-Mannschaften ab Neujahr 2011

Militär, Krieg Ökologie, Gesundheit

Das Rauchverbot wird in den Vereinigten Staaten von Amerika immer weiter rigoros ausgedehnt - die Elite der US Navy hat es jetzt auch erwischt

Der Jahreswechsel wird wie kein anderer Zeitpunkt mit den guten Vorsätzen, endlich mit dem Rauchen aufzuhören, begleitet, die nach kürzester Frist wieder dem Gedächtnis entschwunden sind. (Käpt'n Blaubär, Hein Blöd und die drei Bärchen auf einer Sondermarke der Deutschen Post. Kungfuman/Wikipedia)

Qualmende Unterwassermatrosen der Vereinigten Staaten von Amerika brauchen solche Vorsätze nicht, sie wurden generalsstabsmässig von oben angeordnet. Somit wird der Dienst auf U-Booten der US Navy für diese pack-a-day submariner immer unattraktiver.

Ab sofort gilt mit dem heutigen Tag striktes Rauchverbot im Unterwasser-Boot: No smoking aboard ship!

Immerhin fast die Hälfte der 13000 Seemänner der silent submarine - vierzig Prozent - pflegte die oft monatelangen Fahrten unter Wasser mit dem Glimmstengel zwischen den Lippen zu absolvieren und für dicke Luft zu sorgen. Mit diesem erstaunlichen Privileg ist nun Schluss. Die neue gesundheitsfördernde Massnahme wurde im April 2010 vorsichtshalber schon angekündigt, um den Räuchermännchen-Matrosen die Gelegenheit zum Abgewöhnen mit Hilfe von Anti-Raucher-Kaugummi und Nikotinpflaster einzuräumen.

Denn in so einer unter der Meeresoberfläche versenkten Ölsardinenbüchse - ständig eingepfercht auf kleinstem Raum - kann es schnell zu Mord und Totschlag kommen, wenn von Heut' auf Morgen ein Admiral so eine no-smoking-Order erlässt. Betroffene, die sich diesen Vorsatz freiwillig-unfreiwillig zumuteten oder die Angehörigen von Rauchern wissen aus eigener leidiger Erfahrung, welche psychologische Verwandlung durch Nikotinentzug zu unausstehlichen Furien plötzlich bei den liebenswertesten und sanftesten Menschen stattfinden kann.

Szenen an Bord wie aus dem Roman von Jack London, wenn auch in deutlich abgeschwächter Form, galt es mit der langfristig angekündigten Umstellung zu Neujahr zu vermeiden, wenn die Admiralität der Navy konzentriert ausführende Befehlsempfänger auf ihren U-Booten behalten will. Jeder Raucher behauptet dagegen allerdings, sich nur mit einer Zigarette so richtig konzentrieren zu können.

Richard Rose, der Oberboss-Commander der U-Boot-Flottille meinte, dass das eine sehr schwierige Politik ist. "Die Änderung wird hart - aber auf lange Sicht zum Besseren sein. Die Förderung und Schaffung einer gesünderen Submarine Force ist das Richtige für die Seeleute der Marine von heute."

Vizeadmiral John Donnelly, der Kommandeur der U-Boot-Truppe in Norfolk, Virginia, erklärte, dass das Ziel der Schutz der Nichtraucher vor Passivrauchen ist, das ein erhöhtes Risiko für Herz- oder Lungenerkrankungen darstellen würde. Eine Studie des Pentagon hatte nämlich überraschenderweisse herausgefunden, dass das Passivrauchen in den stark abgeschlossenen Räumlichkeiten der U-Boote ungesund ist. In militärischen Gebäuden und Einrichtungen des US-Militärs sowie an Bord der US-Navy-Schiffe (ausser auf dem Deck an der frischen Luft) galt das Rauchverbot schon seit sechzehn Jahren.

2011 brings smoke free submarines

Quelle: http://warnerrobinspatriot.com/bookmark/10836379-Smoking-privilege-ending-for-Navy-submariners

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