Anstieg des Stimmenanteils der Schwellenländer bei Weltbank

Kapital, Ressourcen

China hat jetzt mehr Stimmrechtsgewicht als Deutschland

Auf dem G20-Treffen der Finanzminister und Zentralbanker in Washington wurden die Stimmenanteile der Industrienationen und der Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Weltbank zu Gunsten der sogenannten "Dritten Welt" verschoben, hiess es am Sonntag, den 25.April, wobei man hier besser eher von "Zweiter Welt" sprechen sollte.

China erhielt einen so starken Zuwachs fast um das Doppelte am Stimmrecht - von 2,77 Prozent auf 4,42 Prozent - dass das grosse asiatische Land Deutschland überholte. Nur noch Japan und die USA haben einen grösseren Stimmrechtsanteil. Deutschland liegt jetzt auf dem vierten Platz

Insgesamt holten die Entwicklungsländer auf mit 47,19 Prozent, die Industrienationen halten nur noch 52,81 Prozent. 3,13 Prozent-Punkte betrug diese neu festgelegte Verschiebung.

Der Präsident der Weltbank, Robert B. Zoellick:

"Wir danken unseren beteiligten Ländern für diesen starken Vertrauensbeweis. Die Veränderung in der Stimmkraft hilft uns, die Realitäten einer neuen multipolaren Weltwirtschaft besser widerzuspiegeln, in denen die Entwicklungsländer jetzt weltweit die wichtigsten Spieler sind."

Dies sei eine wichtige Reform, die von den Mitgliedern befürwortet wurde und ein neuer Zugang zur Informationspolitik, hiess es, inspiriert von den indischen und US-amerikanischen Freedom of Information Acts, welche die Offenlegung von mehr Informationen für die Beteiligten ermöglichen soll.

Für die ärmsten der armen Länder dieser Welt änderte sich allerdings nichts. Diese sollen bis zum Jahr 2015 warten, wenn wieder neu über die Verteilung der Stimmenanteile der Staaten bei der Weltbank verhandelt wird.

Quelle: http://beta.thehindu.com/business/article410321.ece?homepage=true

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