Pakistan schliesst sich enger an die asiatischen Nachbarn an

Der pakistanische Regierungschef Yousaf Raza Gilani weilt zur Zeit in Peking. Dort finden Gespräche der Mitglieder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) statt, die ihren Sitz in der chinesischen Hauptstadt hat.

China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan sind Vollmitglieder und Pakistan, Indien, Iran und die Mongolei sind Beobachter.

Gilani traf sich dort mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. Wie es heisst, will Pakistan eine aktivere Rolle spielen, weil es zu dieser Region gehöre. (1)

Der pakistanische Präsident sprach auch mit Wang Jinhua, dem Präsidenten der China Coal Technology and Engineering Corporation Group (CCTEG), die Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit hat. Gillani versprach alle Hindernisse auszuräumen und den Auftrag schnell zustande kommen zu lassen.

Pakistan hofft mit chinesischer Unterstützung und Technik seine Energiekrise in den Griff zu bekommen.

Gilani sagte, die Regierung konzentriere sich auf die Kohle-Stromerzeugung zusätzlich zur Wasserkraft und thermische Energie zur Überwindung des Defizits im Energiebereich und fügte hinzu, dass die Thar Kohlevorkommen dazu genutzt werden können.

Der Vizepräsident der CCTEG besucht nächste Woche Pakistan um die Vereinbarungen über das Thar Kohle Projekt abzuschliessen. In der pakistanischen Provinz Sind lagern 185 Milliarden Tonnen Kohle, verteilt über eine Fläche von mehr als 9.000 Quadratkilometer.

China soll intensiver in Pakistan inverstieren. Gilani schlug die Schaffung einer gemeinsamen "Pakistan-China Holding Company" zur Erleichterung der Finanzierung für chinesische Unternehmen vor mit 200 Millionen Dollar Gründungskapital.

Jede erdenkliche Hilfe für Pakistan in verschiedenen Bereichen zur Überwindung der wirtschaftlichen Herausforderungen sicherte die chinesische Seite zu.
China verfüge über Erfahrung mit Windmühlen und erneuerbare Energien, hiess es. (2)

Die USA sind rückständige Barbaren. Sie überziehen die Region mit Krieg und schüren Twistigkeiten und spielen sich als Helfer der pakistanischen Regierung auf, damit diese sich ihrem Diktat unterwerfen. Im Rahmen des Kerry-Lugar-Bill, benannt nach dem Initiator Senator John Kerry, werden die USA 7,5 Milliarden Dollar für Pakistans Entwicklung bereitstellen.

Um eine Abhängigkeit der Regierung von den USA zu entkräften, stellte die regierungstreue pakistanische Zeitung Dawn den Artikel "Myths and facts about Kerry-Lugar bill" ins Netz.

Das dort die Finanzierung der privaten US-Sicherheitsfirmen wie Blackwater und Dyncorp / Xe als ein Mythos dargestellt sind, ist selbstredend. (3)

Die Chinesen sind hier eindeutig die politisch Cleveren im Umgang mit Pakistan, um ihre Wirtschaftsinteressen in der Region zu vertreten, und vor allem "normaler".

Wozu Drohnen und Gewalt gegen ihren Mythos (4), wenn es auch so geht. Die USA verfolgen ihren unzivilierten Weg, geschürt von kriminellen asozialen Vollidioten, die Geschäfte teilen sich inzwischen die lachenden Dritten auf.

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Quellen:
(1) http://de.rian.ru/world/20091014/123501100.html
(2) http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/world/13+china+keen+to+invest+in+thar+coal+project-za-05
(3) http://www.dawn.com/wps/wcm/connect/dawn-content-library/dawn/news/world/04-myths-and-facts-kerry-lugar-bill-qs-02
(4) http://www.radio-utopie.de/2009/09/21/bbc-doku-die-organisation-al-qaida-hat-nie-existiert/

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