Bis heute weiĂź man nicht,…
…wo Risiken schlummern.
So Ausschnitte von Zitaten Josef Ackermanns zum Thema „Deutsche-Bank-Chef sagt Ende der Krise voraus“ 1). Es ist erstaunlich, welche Flexibilität unsere „Finanzspezialisten“ an den Tag legen – das Spektrum reicht von Zockern bis hin zu Wahrsagern. Natürlich mit entsprechenden Freiräumen, wie „wenn dann“ mit allen logischen Konsequenzen, wie „wenn nicht, dann nicht“. Man tastet sich so langsam an die selbsterzeugte Wahrheit heran und tut dann immer so unschuldig, wenn man von der selben überrascht wird.
Oder ruft gleich nach dem Staat, nach „politischer Hilfe“ 2) wie gestern noch Ben Bernanke von der US-Notenbank, der zumindest gestern noch die gesamte US-Wirtschaft in Gefahr sah. Aber was kann er mit „politischer Hilfe“ gemeint haben. Wir kennen diese Töne auch von einem Bänker aus Deutschland bereits, der seinerzeit nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Zockerwelt glauben wollte – und staatlicher Seits eine Abfuhr erhielt 3).
Die Milliarden von US-Dollar und Euro sind schon gar nicht mehr zu zählen, die aufgewandt wurden, um das marode Börsenspektakel noch unter Kontrolle zu halten. Und immer noch heiĂźt es „Bis heute weiĂź man nicht so recht, wo Risiken schlummern.“ Und es scheint nicht wirklich von Interesse zu sein, alle Risiken zu offenbaren. Dann wĂĽrden ja die Zocker den SpaĂź verlieren oder ihre Falschspielerei wĂĽrde offensichtlich, was auch nicht gerade SpaĂź machen wĂĽrde. Kurzum – so lebt man halt mit den „Risiken“ und zockt weiter – wohl wissend, dass „Papa Staat“ doch eingreifen wĂĽrde, wenn es ganz eng werden sollte. SchlieĂźlich zockt der ja auch mit! Und hier scheint es niemanden zu interessieren…
…mit wessen Geld!
1 ) http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/5/7/news-44263245/detail.html
2 ) http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-551613,00.html
3) http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/916/164453/