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US-Verteidigungsminister Robert Gates lügt zu von Wikileaks aufgedecktem Video und verteidigt Todesschützen
Von petrapez | 11.April 2010
Das Pentagon zieht keine Konsquenzen aus der Hinrichtung von Zivilisten durch das US-Militär – Soldaten handelten korrekt der Situation entsprechend
Am 5.April veröffentlichte Wikileaks das mit einer Bordkamera gefilmte Massaker auf zwölf Zivilisten in Bagdad am 12.Juli 2007, unter den Getöteten waren Journalisten und Fotografen, die alle unbewaffnet waren und eindeutig keine Gewalt in irgendeiner Weise gezeigt hatten. (1)
Die Aufnahmen waren so schockierend, dass die gesamte Presse in der Welt bis hin zur kleinsten Regionalzeitung und Fernsehsender auf das Video des US-Apache-Hubschrauber des US-Militärs aufmerksam machten.
Verteidigungsminister Robert Gates sagte am Sonntag, den 11.April in einem Interview in der Sendung “This Week” bei ABC News
“Es ist bedauerlich. Es ist eindeutig nicht hilfreich. Aber aus dem gleichen Grund denke ich, …ich glaube, es hat keine dauerhaften Konsequenzen.”
Robert Gates verteidigte die Handlungsweise der US-Schützen und sagte, die beteiligten Soldaten haben sich in einer Kampfsituation befunden und mussten in Bruchteilen von Sekunden ihre Entscheidung treffen.
Jeder, der das Video gesehen hat, weiss, dass das eine Lüge ist, denn die Videoaufnahmen zeigen zur Genüge, dass die Situation eine andere war: minutenlang umkreiste der US-Kampfhubschrauber den Ort dieses Verbrechens, die aufgezeichneten Videobänder sind von hoher Qualität und zeigten die Gruppe der Menschen in den verschiedensten Nahaufnahmen, ehe überhaupt der erste Schuss abgegeben wurde.
Die Bemerkungen der Hubschrauberbesatzung, die mit der Audio-Spur des Videomaterial erhalten geblieben sind, entsetzten die Menschen, die sie hörten.
“Es ist natürlich eine harte Sache, das zu sehen. Es ist schmerzhaft zu sehen, besonders wenn man nach der Tat lernte, was da los war. Aber Sie… Sie sprachen über den Nebel des Krieges. Diese Leute operierten in Sekundenbruchteilen-Situationen.”
sagte Gates. Das US-Militär hätte erklärt, dass eine Untersuchung kurz nach dem Vorfall ergeben hätte, dass die US-Streitkräfte keine Kenntnis von der Anwesenheit von Pressemitarbeitern und angenommen hatten, sie würden einen Einsatz bewaffneter Aufständischer sehen und hätten eine Kamera für eine Panzerfaust gehalten.
“Wir haben es sehr gründlich untersucht.”
sagte Gates auf ABC. Das Zentralkommando teilte letzte Woche mit, dass es keine Pläne für die Einleitung einer neuen Untersuchung hätte.
Die Frage des Senders auf die vielen Schüsse des Kleinbusses, der später an den Ort des Mordes kam und in dem neben den Insassen auch zwei Kinder sassen, wurde von dem Sender nicht gestellt.
Robert Gates äusserte sich auch nicht von allein dazu, dass US-Soldaten auf Zivilisten schossen und alle töteten, die ausstiegen waren, um noch einem Überlebenden zu helfen und die ihn in ihr Fahrzeug tragen wollten.
David Schlesinger, Chefredakteur bei Reuters hätte gesagt:
“Ich appelliere an das Verteidigungsministerium, sich mit mir zu treffen, um sicherzustellen, dass eine Tragödie wie diese nie wieder passiert. Wir brauchen die Transparenz, die Rechenschaftspflicht und eine Anerkennung für die entscheidende Rolle, die die Journalisten mit ihrer Kriegsberichterstattung spielen.”
Dem wäre noch hinzuzufügen, dass es auch die Pflicht der Presse wäre, jegliche Vorbereitung und Durchführung eines Krieges durch eine Regierung, welche auch immer, anzuprangern. Da ist man ganz plötzlich parteiisch “neutral”!
Mit der Verhinderung eines Kriegsausbruches ist der Einsatz von Kriegsreportern überflüssig.
Artikel zum Thema
05.04.2010 Wikileaks veröffentlicht Aufnahmen von Massaker des US-Militärs in Irak
Quellen:
(1) http://www.radio-utopie.de/2010/04/05/wikileaks-veroffentlicht-aufnahmen-von-massaker-des-us-militars-in-irak/
(2) http://abcnews.go.com/Politics/wireStory?id=10345022
Topics: Militär und Krieg | 15 Kommentare »
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11.April 2010 at 19:33
Ich denke, das war keine Ausnahme so gehandelt zu haben. Die US-Regierung ist klar gegen freien Journalismus. Die USA standen immer für die Einrichtung von Diktaturen, insbesondere Lateinamerika kann hierüber ein leidvolles Lied singen. Wie viele Journalisten haben die US-Truppen weltweit bereits ermordet, man kann sie nicht mehr zählen. Aber es macht ja Sinn so zu handeln, wenn man meist in solch faschistischem Denken wie die US-Regierung ist, gefangen ist. Mit dem Mundwerk die “Freiheit” heraus posaunen und mit vorgehaltener Hand Mordaufträge befehlen.
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11.April 2010 at 20:47
@freethinker
100 % Übereinstimmung!
Genau wie Lästerquelle: Mit dem Mundwerk die Bedürftigten, Verarmten, Verarschten noch zusätzlich sadistisch beschimpfen und mit den “Staatsgeldern” die eigenen Freunde und Marionettenmeister unverschämt finanziell mästen.
Die PSYCHOPATHEN diesseits und jenseits des Atlantik sind nun einmal GRENZENLOS ASOZIAL!
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11.April 2010 at 22:17
2 Leute mit Waffen
trotz aller verständlichen Emotionen und sichtbaren Kriegsperversionen die Fakten nicht verleugnen
http://mypetjawa.mu.nu/archives/201889.php
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11.April 2010 at 22:57
@keine Konsquenzen
Ist das Video echt?
Das verhalten der Personen paßt jedenfalls nicht sonderlich gut zur Situation. Die Hubschrauber werden völlig ignoriert. Die Kameraführung paßt auch nicht unbedingt zum Flugverhalten eines Hubschraubers.
man sollte einmal einen PR-Profi fragen, welcher Zweck mit einem solchen Video erziehlt werden kann. Welcher politische Vorteil kann längerfristig aus dieser Vorführung gewonnen werden!
Ich erinnere an die schöne Geschichte der Krankenschwester mit den irakischen Soldaten auf der Entbindungsstation.
mfg zdago
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11.April 2010 at 23:28
Jetzt habe ich die Überschrift gelesen, das reicht, habe genug. Danke.
Ein President der Lügt, der kann auch nur Angestellte (Minister) haben, die lügen. Die, welche die Wahrheit sagen, würde er sofort rausschmeissen.
Mal davon abgesehen, hat ein Amerikaner jemals die Wahrheit verkündet? Ja, es gibt einen Ron Paul. Selbst seine Rede im Senat hat keine wirkliche Resonanz gefunden. Das bedeutet, im US-Senat sitzen ausschließlich Märchenonkel.
Warum soll Gates anders sein?
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12.April 2010 at 05:12
@jt wieder einer dieser Verwischer, die sich sehr klug erscheinen beim Haare spalten.
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12.April 2010 at 05:15
@zdago och nö, bitte keine gekauften Kommentare. Es ist zwar schön, wenn offenbar interessierte Dritte auf dieser Website Kommentare platzieren lassen, aber wenn, dann bitte nicht so plump. Die Echtheit wird von niemandem angezweifelt, soweit ich das erkennen kann. Außer vielleicht von altklugen Verwischern, die sich sehr staatsmännisch vorkommen dabei, noch das offensichtliche zu bezweifeln. Zum Kotzen.
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12.April 2010 at 22:15
@Edmund Neun
wie schön, das erklärt dann wohl auch, warum alle Fußgänger die herumschwirrenden Hubschrauber so konsequent ignoriert haben.
Selbst die Helfer haben sich nicht einmal danach umgedreht.
Und wie schön, daß selbst das US-Verteidigungsministerium die Filme als authentisch bezeichnet. Wenn das kein Gütesiegel ist!
mfg zdago
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12.April 2010 at 22:29
@ zdago
du weisst genau, dass in einem jahrelangen Kriegsgebiet ununterbrochen mehrere Hubschrauber über der Stadt flogen. Daran gewöhnt man sich leider sehr schnell.
Beste Grüsse
13.April 2010 at 03:20
na toll, lasst euch von den perversen Strippenziehern hinter den Kulissen so richtig schön auseinander treiben!!!
Entweder es gibt auf dem Video vier Kameramänner, oder aber zwei Personen mit Waffen (03:40) Wenn diese offensichtliche Tatsache Haarspalterei für einen Truester ist, wo bleibt dann noch Platz für die Objektivität?
Ich habe keine Ahnung von Waffen, aber die Männer welche am oberen Bildrand bei 03:40 erscheinen sehen aus als ob sie so was wie eine Panzerfaust und eine Maschinenpistole o.ä. tragen. Und die Person welche zwischen 04:10 – 04:20 um die Häuserecke schaut, scheint auch nicht gerade fotografieren zu wollen.
Das die Menschen auf den Hubschrauber ansonsten nicht reagieren kann durchaus auch an der Entfernung liegen. Bei dem ersten Beschuss 04:50 vergehen über zwei sec. bis das erste Geschosse einschlägt. Daraus kann man schließen, dass der Hubschrauber wohl um die 2,5 km von der Menschenmenge entfernt ist.
Dieses Video hat ein enormes Streitpotenzial, und damit wir uns zerstreiten, dafür ist es veröffentlicht wurden!
Menschen die ihre Rolle darin sehen, als tapferer Ritter gegen den US Imperialismus ins Feld zu ziehen, werden dieses Video gerne als eine Art „smoking colt“ benutzen. Andere welche sich eher von einer kritischen Objektivität angezogen fühlen, würden wohl eher behaupten, das ist einfach Krieg.
Teile und herrsche fällt mir dazu nur ein. Und nun beschimpfe mich als Verräter oder Dummkopf wer will.
Ansonsten fällt mir zu dem Video nur ein, widerlich, abartig und lebensverachtend.
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13.April 2010 at 07:50
hallo zerifu,
nein, das video hat kein streitpotenzial, weil es völlig unerheblich ist, ob da einer oder zwei eine eventuelle waffe haben.
aber der reihe nach: am anfang sieht man eine gruppe schlendern, die nicht grade danach aussehen ein gefecht zu führen, bzw, grade eines hinter sich haben und vor irgendwas flüchten oder in deckung gehen. das ist die erste einschätzung, die man als soldat hätte erkennen müssen.
nehmen wir mal an es wären waffen im spiel gewesen. komisch das nichts im funkverkehr davon zu hören ist, dass man unter beschuss steht. das wäre eine 2. einschätzung gewesen, die das militär richtig hätte handeln lassen müssen.
denn man weiss natürlich, dass ein normales sturmgewehr den kampfhubi nie hätte gefährden können, da die reichweite nie hätte ausgereicht. die reichweite eines gewehres verändert sich nämlich ziemlich negativ, wenn ich in die luft schiesse. das müsste jedem klar sein.
gut, es gibt noch ein paar auffällige kleinigkeiten, die eine andere einschätzung der lage, als den beschuss, hätte sein müssen.
doch es ist ein kriegsverbrechen, auf unbewaffnete menschen zu schiessen, die einen verwundeten bergen, wo noch nicht mal klar ist, wer da noch in dem fahrzeug ist. und das die bevölkerung nun auf jeses zivilfahrzeug ein weißes kreuz kleben, dürfte wohl quatsch sein. wahrscheinlich hätten sie trotzdem geschossen.
wäre es nun eine entschuldbare aktion (hört sich blöd an) gewesen, dann verstehe ich nicht, warum die das video nicht gleich rausgerückt haben. man wollte eben nicht die eigenen fehler eingestehen, da man selbst zum entschluss gekommen ist, dass die aktion falsch war. zumal es auch nicht förderlich für die kriegspropaganda der heimischen bevölkerung gewesen wäre (siehe damals vietnam) von dem gesprochenen funkverkehr und dem danach folgenden überrollen der opfer mit panzerfahrzeugen will ich gar nicht reden.
das ist es was wir erkennen müssen zerifu. nicht dass wir uns zerstreiten. man muss natürlich mit militärischen dingen vertraut sein, um eine objektive einschätzung vorzunehmen.
es gibt eine interessante aussage von SAS-Soldaten aus dem irakkrieg. die sagten mal, dass sie im nächsten krieg lieber gegen die amis kämpfen würden als an deren seite. und das soll schon was heissen. wer die amis als soldat kennt, der kann dies nur bestätigen. mehr will ich zu dem haufen soldaten erstmal gar nicht schreiben.
bis dahin
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14.April 2010 at 13:42
@zerifu:
erst einma weisst Du nicht wie weit der Hubschrauber weg/hoch war.
zum zweiten weiss man nicht, wass onst für Lärmquellen in der Umgebung waren.
Und – was eigentlich Dein Argument wit “Den Hubschrauber ignoriert” gänzlich unsinnig erscheinen lässt ist doch, dass sie sich NICHT vor dem Hubschrauber fürchteten! Dieses ignorieren des Hubschraubers zeihgt doch genau, dass sie keine angst vor ihm hatten. Und genau das zeigt wiederum, dass es keine feindlichen Kämpfer gewesen sein können. Diese wären den Hubschraubern, wenn ein feindlicher Kämpfer die Hubschrauber bemerkt hätte würde er ganz anders reagieren… Auf keinen Fall würde er sie ignorieren.
Die Vermutung liegt nahe, dass sich keiner von den Helikoptern bedroht fühlte. Vielleicht sogar in Sicherheit wog…
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14.April 2010 at 22:26
schon einmal aufgefallen, wie schön gleichmäßig die Kamera ihre Kreise zog?
Das soll die Gun-Kamera des Apache gewesen sein?
Im Radius von 2,5 km, wie zerifu schbätzt.
Was immer da pasiert ist, die Geschichte ist falsch erzählt!
mfg zdago
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15.April 2010 at 01:11
@ zdago:leider nein….
ac130: 3 verschiedene kaliber und kameras.
überzeug dich selbst:
http://video.google.com/videoplay?docid=4639921789181083769#docid=7491282218475918833
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15.April 2010 at 01:51
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2 Leute mit Waffen, die bei Ankunft etwas zurück bleiben und sich vor dem Elektromast aufhalten.
Der mit dem quergestreiften Hemd schlenkert mit einer MP in der rechten Hand und der daneben trägt eine Panzerfaust, die sichtbar wird bei Körperdrehung. (siehe Vergleichsvideo)
Er stellt sie dann vor seinem rechten Bein senkrecht ab.
Den Typ der Waffen kann man nur vermuten, aber offenbar AK-47 und RPG-7 russischer Herkunft (siehe Vergleichsbilder)
Als der Heli näher kommt, dreht sich der mit der MP erst weg, versteckt diese dann hinter seinem Rücken und geht dann schnell aus dem Blickfeld zum Haus.
Man kann ihn aber später in der Gruppe wiedersehen (kurz vor Feuereröffnung)
und dabei das Magazin der Waffe erkennen.
http://img42.imageshack.us/img42/4366/ausschnitt.mp4
http://img26.imageshack.us/img26/8457/rpg7.png
http://img88.imageshack.us/img88/4641/ak47g.png
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http://img21.imageshack.us/img21/1394/66344444.png
http://img28.imageshack.us/img28/9718/13030170.png
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