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Besatzungsmächte bezahlen “Taliban”: der Gespenster-Krieg entlarvt sich.

Von Daniel Neun | 22.Oktober 2009

Afghanistan: Die deutsche Bundespolizei, die deutschen Landespolizei-Kräfte und das deutsche Militär müssen sofort zurück nach Deutschland.

Seit Wochen wartet die US-Regierung mit ihren Forderungen nach noch mehr deutschen Truppen und Polizeikräften, bis endlich die Regierung in Berlin steht welche diese schicken soll. Mit der zu erwartenden Forderung (welche die Bedeutung der Berliner Republik für imperiale Kriegführung weltweit deutlich macht), wird Washington das Establishment der ohne demokratische Tradition im schläfrigen Nirvana einer faktischen Oligarchie vor sich hin dämmernden Deutschen bis an den Knackpunkt belasten. Denn dieses Volk hat von Krieg, Diktatur und imperialer Herrschaftssucht die Nase voll. Und das wird auch die Regierung der USA merken, wenn sie von der Republik noch mehr Truppen für ihren strategischen Stützpunkt in Zentralasien fordert.

Die jüngste Äusserung von US-Verteidigungsminister Robert Gates, welche besagt dass “die Taliban” in Afghanistan wieder Aufwind hätten weil die Europäer zuwenig Truppen schicken (1), ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit. Seit 8 Jahren ist dieses Land besetzt, bereits nach der vollständigen Invasion Ende 2001 wurde die Niederlage des bis dahin herrschenden Taliban-Regimes verkündet. Im Land gab es keinen einzigen Flecken, der nicht unter Kontrolle der Invasionstruppen und der von ihnen angestellten “Nordallianz” aus heimischen Kriegsfürsten und Milizenführern gewesen wäre. Die Niederlage der Taliban wurde verkündet. Das Land wurde in Besatzungszonen aufgeteilt. Die Drogenproduktion explodierte, man arrangierte sich, man richtete sich häuslich ein und erzählte den Deutschen zuhause was vom Brunnenbauer in Uniform. Kamen Zweifel auf, zeigte man auf die blutigen Bilder von ungeklärten Attentaten, welcher einer “Terrororganisation El Kaida” zugeschrieben wurde welche selbst laut der preisgekrönten BBC-Dokumentation “The Power of Nightmares” aus dem Jahre 2004 nie existiert hat. (BBC-Doku: Die Organisation “Al Qaida” hat nie existiert, 21.09.2009)

Schliesslich standen der frisch organisierte Präsident der Besatzungszone, Hamid Karzai, zusammen mit dem damaligen Pentagon-Chef Donald Rumsfeld über 2 Jahre nach der Invasion vor der Presse und verkündeten schon wieder das Ende der Taliban. Hamid Karzai im Februar 2004 (2):

“Was Terrorismus angeht, was die Taliban angeht, glauben wir fest, mit Beweisen, dass sie besiegt sind. Sie sind weg..Wir sehen kein Wiedererstarken der Taliban. Die Taliban-Bewegung existiert nicht mehr.”

Man muss sich diesbezüglich vor Augen halten, was alles vor der Invasion Afghanistans (und in der Zeit nach Kriegsbeginn am 11.September 2001) erzählt und behauptet worden war. Die Regierung Chinas sah sich nach einer Kampagne in den US-Informationsmedien (damals noch mehrheitlich TV, Radio und Druckzeitungen) genötigt zu erklären, dass man nicht auf Seiten des Taliban-Regimes stehe und dieses auch nicht unterstütze. (3)
Die isralische Geheimdienst-Webseite “Debka Files” behauptete allen Ernstes am 5.Oktober 2001 hätten 3.000 chinesische Soldaten die Grenze nach Afghanistan überschritten – zur Unterstützung der Taliban und Osama Bin Ladens. Rechte und reaktionäre Nachrichtenmedien machten daraus dann gleich 15.000 chinesische Soldaten, welche als “ethnische Muslime” an der Seite ihrer Glaubensbrüder gegen das Abendland kämpfen würden. Russland, Vietnam und das Fass Hugo Chavez wurden gleich mitaufgemacht. (4)

Jetzt, bald 8 Jahre später, tauchen endlich Meldungen über Waffen des deutschen Militärs und der deutschen Bundespolizei auf Schwarzmärkten in Afghanistan und Pakistan auf (5). Bis heute ist in Deutschland jeder in den Bundestagsparteien zu dumm oder zu feige die Frage zu stellen, woher irgendwelche Milizen in den Bergen eines zentralasiatischen Landes (die ja 8 Jahre nach der Invasion angeblich wieder mal kurz vor der Machtübernahme stehen) eigentlich ihre Waffen und Munition bekommen. Und nicht nur das: Transportmittel, Infrastruktur, Nahrung, Unterkunft und nicht zuletzt die Informationen über Militärbewegungen des Gegners. Von einer Luftwaffe der Taliban wagt sogar die Nato nicht zu reden, von Satelliten-Unterstützung ganz zu schweigen. Trotzdem ist dieser seit 8 Jahren mal existierende, dann wieder nicht existierende, aber schier unersetzliche Gegner in einem sonst der Bevölkerung nicht mehr zu vermittelnden Krieg scheinbar bestens informiert darüber wann, wo, wie und wieviele Nato-Soldaten sich durch die Besatzungszone bewegen.

So auch am 18.August 2008. Nach späteren Aussagen überlebender französischer Elite-Soldaten gegenüber der Zeitung “Le Monde” spielt sich an diesem Tage folgendes ab…(6)

Die französischen Soldaten des 8. Fallschirmspringer-Regiments der Marine, dem 2. Fallschirmspringer-Regiments der Fremdenlegion und dem Regiment des Tschad-Marsches (” Régiment de marche du Tchad (RMT)” sind gegen 13.30 Uhr mittags im Rahmen einer ISAF-Mission unterwegs auf einer Strasse die zur Stadt Sarobi führt, deren Distrikt die französische Militärführung erst kürzlich im Rahmen der von Präsident Sarkozy verfügten Truppenaufstockung von den US-Militärs als “Verantwortungsbereich” (Besatzungszone) übernommen hatte.

Diese Strasse, die sehr bald zu einem engen Pass werden würde, ist aber noch Teil der Region Kabul. Das Kommando über die 5000 NATO-Soldaten in der nur 30 Meilen entfernten Stadt Kabul hatte vor wenigen Tagen, am 5.August, der Franzose Michel Stollsteiner übernommmen.

Diese Strecke über den Lataband-Pass gilt als extrem gefährlich. Das anvisierte Ziel liesse sich auch anders erreichen. Trotzdem wird der französische Generalstabschef General Jean-Louis Georgelin nachher bei einer Pressekonferenz erklären, dass es nötig war die Elite-Soldaten zu Fuss auf die Pass-Spitze zu schicken.
Die französischen Soldaten sind mit US-Spezialeinheiten und afghanischen Militärs unterwegs. Diese halten sich hinter den Franzosen.

In dem Augenblick als die französischen Truppen die Pass-Spitze erreichen, geraten sie in einen Hinterhalt. Später wird Generalstabschef Georgelin in Paris behaupten, in diesen Minuten hätten die eigenen Truppen die meisten Verluste erlitten.
Nach Aussage der überlebenden Soldaten passiert aber folgendes: 4 Stunden lang erhalten sie im Gefecht durch die US-Soldaten und die afghanischen Truppen hinter ihnen nicht nur keine Unterstützung – sondern sie werden von den eigenen “Verbündeten”, darunter Elite-Scharfschützen, direkt unter Feuer genommen, . Sie müssen sich nach allen Seiten verteidigen. Die Munition geht ihnen aus. Das eigene, das französische Kommando in Kabul unter Michel Stollsteiner bricht die Verbindung zu ihnen ab. Verstärkung und Entsatz kommt nicht, obwohl 5000 NATO-Soldaten nur 30 Meilen entfernt sind.

Die sogenannte “Rapid Force”, die schnelle Eingreiftruppe, ist angeblich nicht in Bereitschaft, was allen militärischen Grundregeln und Einsatzmustern widerspricht. Die afghanischen Soldaten, die mit ihnen auf die Patrouille gingen, nehmen sie immer dann unter Feuer, wenn sie versuchen sich vom Pass zurückzuziehen.

Dann kommen NATO-Bomber. Sie greifen die Franzosen an und töten mehrere Soldaten. Über 13 Stunden gehen die Gefechte, schliesslich werden die letzten verwundeten Franzosen gegen 2 Uhr nachts am Dienstag evakuiert.

Als “Le Monde” schliesslich die Darstellung der französischen Elite-Soldaten veröffentlicht, verweigert man in Paris einen Kommentar dazu. Später steht in Kabul der zufällig geplant nach Afghanisten gereiste französische Präsident Sarkozy in der französischen Regionalkommandatur General Stollsteiners vor den Särgen der Toten und verneigt sich, die Presse ist eingeladen.

Anschliessend sagt Sarkozy: “Die beste Weise, Euren Kameraden die Treue zu halten, ist es, weiter zu machen, den Kopf zu heben, professionell zu handeln”. Der Afghanistan-Einsatz sei “unerlässlich” im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. “Warum sind wir hier? Weil es hier um einen Teil der Freiheit in der Welt geht”.
Die französischen Truppen kämpften nicht gegen die Afghanen, sondern mit ihnen – “um sie nicht der Barbarei zu überlassen”.
Kampfflugzeuge der Verbündeten seien den “in einen Hinterhalt von extremer Gewalt geratenen Soldaten” zur Hilfe geeilt, so Sarkozy.

Niemand der anwesenden Soldaten erschiesst diesen Präsidenten auf der Stelle.

Der französische Armeechef General Elrick Irastorza, gerade mit der Abwicklung der französischen Armee und ihrer Inlandsstützpunkte zugunsten der neuen EU-Militärdoktrin Sarkozys für weltweite Einsätze beschäftigt, sagt angesprochen auf die Enthüllungen von “Le Monde”: “Alles zur richtigen Zeit…es gibt eine Zeit für Mitgefühl, für Solidarität..wir werden die Lehren ziehen aus diesem Event..”

Der deutsche Verteidigungsminister Franz Jung spricht Nicolas Sarkozy sein Beileid aus und erklärt in einem Interview:

“Frage: Es zeichnet sich ab, dass die USA ihren Kampf gegen den internationalen Terrorismus deshalb nach Pakistan verlagern wollen. Ziehen Sie dabei mit?
Jung: Wir müssen Pakistans Grenzen respektieren, aber entschieden auf eine Lösung des Grenzproblems dringen. Pakistan muss den Anti-Terror-Kampf stärker unterstützen.”
Frage: “Halten Sie einen ISAF-Einsatz in Pakistan für notwendig?”
Jung: “Das steht nicht zur Diskussion, aber abgesehen davon ginge das nicht ohne Zustimmung Pakistans und ein Mandat der Vereinten Nationen.”

Vor wenigen Tagen nun wurde öffentlich, dass die italienische Besatzungsmacht über den Militär- und Auslandsgeheimdienst “Sismi” in eben dieser afghanischen Region Sairobi vor der Machtübergabe an das französische Militär unter  Regionalkommandatur General Stollsteiner regelmässig Söldner- und Milizenführer bezahlte; der dafür passende Creative Commons-Begriff für Uni(n)formierte: “Taliban”.

Den französischen Soldaten, die am 18.August durch die Kugeln und Bomben der eigenen vermeintlichen Verbündeten fielen, wurde in der Times (7) unterstellt, sie seien durch eigene “katastrophale Fehleinschätzung” selbst Schuld an ihrem Tod gewesen. Angeblich sei das französische Militär – also die französische Militärführung – nicht informiert gewesen. Die Italiener hätten dies einfach vergessen. Nur dem Einsatz der US-Soldaten hätten die französischen Soldaten ihr Überleben verdankt.
Trotzdem hätten die italienischen Militärs auch im Nachhinein von einer gelungenen “`hearts and minds` operation” gesprochen – einer Operation zur psychologischen Kriegführung.

Nicht eine deutschsprachige Zeitung – nicht eine - griff die damaligen Zeugenaussagen der überlebenden französischen Soldaten auf, welche im “Le Monde” dokumentiert waren. Soviel zur deutsch-französischen Freundschaft.

Desweiteren liess die Washington Regierung unter Barack Obama durchsickern, dass ihre Vorgänger-Regierung unter George Bush über die Zahlungen der Italiener an “die Taliban” informiert gewesen war (8). Was dies über die Vorgänge am 18.August 2008 aussagt, kann sich jeder denken der überhaupt noch denken kann in diesem Land.
Laut dem Bericht einer französischen Nachrichtenagentur bezahlen auch die Militärs von Kanada die “Taliban” ihrer Besatzungszone. Der kanadische Verteidigungsminister Peter Mackay nannte den Pressebericht “Taliban Propaganda”. (9)

Durchgeführt worden sei der Angriff auf die Franzosen am 18.August 2008, so die “Times” (7), durch “eine gemischte Streitkraft von Taliban-Mitglieder und Kämpfern der Hizb-I-Islami”. Die “Hizb-I-Islami” ist die “Partei” des Warlords Gulbuddin Hekmatyar. Im September 2009 konnte man nun lesen, dass Hekmatyar in der Nähe des deutschen Militärhauptquartier in Kunduz sein Hauptquartier hat und wieder einmal in “Verhandlungen” mit Hamid Karzai steht (10). Das war er laut Zeitungsberichten schon Ende 2006 (Afghanistan: Der Kupfer-Krieg, 29.11.2006)

Nicht ein einziger Parlamentarier, nicht ein einziger Vertreter einer Bundestagspartei, nicht einmal eine einzige Zeitung benannte in den letzten Tagen all diese öffentlich einsehbar- und überprüfbaren Fakten.

Wolfgang Schäuble versucht derzeit mit allen Mitteln seine erneute Ernennung als Bundesinnenminister durchzusetzen, Franz Jung seine Wiederernennung als Verteidigungsminister. Niemand fragt diese Regierungsvertreter wieso Waffen ihrer Ministerien bei irgendwelchen “Terroristen”, “Taliban”, mithin irgendwelchen Söldner und Milizionären Afghanistans auftauchen.
Niemand fragt, wohin eigentlich die 32 Milliarden Euro flossen (11), welche die Besatzungsmächte im Juni 2008 nach Afghanistan hineinkippten, 2 Monate vor dem Überfall auf die französischen Elitesoldaten am Lataband-Pass. Wohin floss das Geld? Wohin genau? An wen? Wer unterzeichnete wo wann in wessen Gegenwart welche schriftlichen Dokumente? Wo sind die Belege? Und wer will das überhaupt wissen?

Wer hat, vielleicht als einfacher Wähler der Kriegsparteien Deutschlands, ein einziges Mal nach dem EU-Missionchef in Afghanistan, Michael Semple, und dem hochrangigen UN Beamte Mervyn Patterson gefragt, welche im Dezember 2007 aus Afghanistan ausgewiesen wurden? Semple war MI-6-Agent, die EU finanzierte “Terrorcamps” der “Taliban” im Süden des Landes, beide lieferten Waffen, Geld, Infrastruktur, Handys, Laptops und Guthaben über Satellitenzeit aus. Sie unterwiesen sie in der Benutzung abhörsicherer Satellitentelefone, damit sie direkt mit den britischen Geheimdiensten in Kontakt bleiben konnten. Um die Lager der “Taliban” hatte sich schützend die britische Armee gelegt. (12, 13)

Sowohl Semple als auch Patterson hatten mit ihrer Tätigkeit einige Erfahrung: schon in den 80ern hatten sie Söldner und Milizen in Afghanistan entsprechend ausgerüstet, damaliger Pop-Begriff für die Heimatfront im Kampf gegen den Kommunismus:  “Mujaheddin”.

Während man sich so rührend um die Versorgung der eigenen “Taliban” kümmert, kann man bei der Versorgung der eigenen Truppen mit Waffen, Nachschub und Ausrüstung schon mal durcheinander kommen. Nach Amtsantritt steltte die neue US-Regierung (mit ihrem alten Pentagon-Chef Robert Gates) im Februar 2009 auf einmal fest, dass ein Drittel der nach Afghanistan gelieferten Waffen des US-Militärs irgendwie verdunstet sind -

EIN DRITTEL. (14)

Am 19. Mai stand dann in der “New York Times” (15) zu lesen, dass nach Untersuchungen welche das US-Militär selbst durchgeführt hat, jahrelang Waffen des US-Militärs in Afghanistan an “Taliban”-Milizen geliefert wurden, Waffenproduzenten wie Wolf oder A.E.Y. Inc sind involviert, ebenso die tschechische Regierung.

Aber was passiert? Nichts. Es geht in Deutschland einfach alles weiter wie bisher. Die “Parteien” schweigen, die Presse schweigt, die Bürger flüstern nur miteinander wenn sie über den Zusammenhang von Krieg, Attentaten und Regierungen reden und jeder versucht sich vor der Wahrheit zu drücken, weicht aus, lügt, heuchelt und dementiert, nur um sich selbst “nichts kaputt zu machen”.
Dabei stellt sogar jede einzelne Landesregierung jedes einzelnen deutschen Bundeslandes Landespolizisten für den 17. State of Germany. Deutsche Landespolizisten  in Afghanistan – auch darüber wird nicht geredet, durch niemanden, durch nichts, durch keine Partei, durch keine Zeitung.

Wenn die Deutschen zu dumm sind für die Demokratie, dann werden sie weiter dumm genug für den Krieg sein. Sie haben die Wahl.

(…)

Artikel zum Thema:
25.09.2009 Hintergrund: Wie “Terror-Videos” der Bush-Regierung halfen die Wahl zu gewinnen
10.09.2009 Samstag Morgen: Entführung eines NYT-Reporters, 5 Kilometer vom deutschen ISAF-Stützpunkt entfernt
21.09.2009 BBC-Doku: Die Organisation “Al Qaida” hat nie existiert

Quellen:
(1) http://www.tagesschau.de/ausland/afghanistan1348.html
(2) http://findarticles.com/p/articles/mi_kmafp/is_200402/ai_kepm383839/
(3) http://english.peopledaily.com.cn/english/200109/16/eng20010916_80335.html
(4) http://www.rense.com/general15/chinasupports.htm
(5) http://www.radio-utopie.de/2009/10/12/auf-schwarzmarkten-in-afghanistan-und-pakistan-handelt-man-bundeswehrpistolen/
(6) http://www.radio-utopie.de/2008/08/21/moerder-der-eigenen-soldaten/
(7) http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/Afghanistan/article6875376.ece
(8) http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/us_and_americas/article6878547.ece
(9) http://www.abc.net.au/news/stories/2009/10/17/2716859.htm?section=justin
(10) http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/In-Kunduz-zeigt-sich-Schwaeche-der-Regierung-Karzai/story/30647853
(11) http://www.radio-utopie.de/2008/06/12/kriegskoalition-steckt-32-mrd-euro-in-besatzungszone-afghanistan/
(12) http://www.radio-utopie.de/2007/12/26/eu-vize-in-afghanistan-beriet-als-mi6-agent-taliban-terroristen/
(13) http://www.radio-utopie.de/2008/02/08/independent-eu-finanzierte-taliban-camps-in-afghanistan/
(14) http://www.radio-utopie.de/2009/02/12/Verbleib-jeder-dritter-US-Waffe-in-Afghanistan-raetselhaft/
(15) http://www.nytimes.com/2009/05/20/world/asia/20ammo.html

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Topics: Aktuelle Nachrichten, Hintergrund und Analyse | 15 Kommentare »

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15 Kommentare to “Besatzungsmächte bezahlen “Taliban”: der Gespenster-Krieg entlarvt sich.”

  1. lupo meint:
    22.Oktober 2009 at 14:45

    Das der Afghanistan Krieg ein Mega Betrug ist und es klar ist seit 2002, das man nicht gewinnen kann ist sowieso klar. Aber einige wenige verbrecherische Politiker wollen halt ein Geschäft machen. Man muss nur die Phrasen von Joschka Fischer, STruck, STeinmeier, Tom König und dieser (..) Heidemarie Wieczorek-Zeul,, oder gar Uschi Eid hören. Es wird einem Kotz übel, von welchen Leute wir hier mit primitivsten Betrugs Geschichten getäuscht werden.

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  2. Nino meint:
    22.Oktober 2009 at 16:45

    Sehr, sehr guter Artikel, wie immer, danke dafür.

    Vor allem das präzise Verbinden der Informationen finde ich jedes mal wieder erstaunlich bei dir, weil man von den (Propaganda-)”Qualitätsmedien”, selbst nach Jahren, noch von deren Seichtigkeit geblendet ist und alles andere für außergewöhnlich (gut) hält.

    Vielleicht ist es aber auch so, dass du einfach extrem gute journalistische Fähigkeiten hast. Umso mehr finde ich es schade, dass net-news-global von dir abgegeben wurde und jetzt sogar Zwist (?) zwischen “dem Neuen” und dir herrscht und deine Artikel nicht mehr erscheinen (?).
    So hab ich es gehört/gelesen.

    Ein oder zwei Leitartikel von dir, parallel, in all den Lügenmedien von Deutschland wären ein unvorstellbarer Genuss!

    Sogar der blindeste Lemming, so er noch ein Gehirn hat, könnte diese Informationen nicht einfach verdrängen.

    Wird leider ein Wunschtraum bleiben, ich weiß.

    Den groben Rahmen dieses witzlosen Theaters kennt man als denkender Mensch ja ohnehin, aber der “Vorfall”/Kampf zwischen amerikanischen und französischen Tuppen bspw. war mir völlig neu!

    Erinnert mich irgendwie an so manche Begebenheit im südlichen/westlichen Afrika..

    Grüße,

    Nino

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  3. Foucault meint:
    22.Oktober 2009 at 17:49

    “Krieg.

    Imperien werden durch ihn aufgebaut und geführt. Bevölkerungen rücken in Kriegszeiten enger zusammen. Nichts auf dieser Welt zentralisiert Macht so sehr wie der Krieg. In der Menschheitsgeschichte haben politische Führer diese einende Kraft stets verwendet um Bevölkerungen zu kontrolieren. Menschen schalten instinktiv in geistloses „Gruppendenken“ um sobald sie sich einer Bedrohung von Außen gegenüber sehen – egal, ob diese Bedrohung nun echt oder fabriziert ist. Heute, im 21. Jahrhundert, gelten die selben Prinzipien dieser Systeme zur Kontrolle, nur werden heute wesentlich komplexere Methoden angewendet. Wenn es keinen Feind gibt, den man bekämpfen kann muss einer fabriziert werden.”

    http://infoblogmedia.wordpress.com/2009/10/15/911-abstieg-in-die-tyrannei/

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  4. Hmann0815 meint:
    22.Oktober 2009 at 17:54

    Es könnte ja auch sein, dass man den Krieg gar nicht gewinnen will.
    Kein Krieg: keine Kriegsgewinnler, keine Angst der heimischen Bevölkerung vor dem “islamistischen Terror”, keine Ablenkung von eigenen Verbrechen und der Wirtschaftskrise.
    Und die Truppen irgendwann abziehen muss man auch noch, weil man für den Verbleib keine Begründung mehr hat – ein Alptraum für alle Imperialisten, die nicht nur die islamischen Staaten unterwerfen wollen sondern Russland und China gleich mit (diese Irren denken halt so).

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  5. Saito meint:
    22.Oktober 2009 at 18:00

    Wann hätten denn die Deutschen jemals etwas zu sagen gehabt in Deutschland? In der untergegangenen WEIMARER REPUBLIK gab es noch Volksabstimmungen. Seither 1945 nicht mehr.

    Das Volk mag den Krieg zu 80% ablehnen, aber die deutschen Politiker geben sich als treue Vasallen der USA und wer der Regierung in Washington nicht gehorcht, der behält seinen Posten nicht, endet entweder wie Musharraf und Milosovic vor Gericht oder wird gleich hingerichtet, wie Saddam Hussein.
    Das ist Fakt.
    Fakt ist auch, dass es am Hindukush nicht um deutsche Interessen geht, sondern um die imperialen Machtbestrebungen der Großmacht USA.
    Das alte Spiel um die Beherrschung EURASIENS, einst von den Briten GREAT GAME genannt, läuft in einer Neuauflage ab. Hatten einst Briten und Russen noch relativ offen zu ihrer Rivalität gestanden, so ist die Lage inzwischen komplizierter, da an Afghanistan gleich mehrere aufstrebende (Atom)- Mächte angrenzen, die die USA gerne unter Kontrolle halten wollen.Dazu richtet man sich dauerhaft militärisch in Afghanistan ein, was kostspielig ist und vor den Steuerzahlern “begründet” werden muß.

    Dafür müssen auch die Vassallen der USA (NATO-Verbündete genannt) ihrer Vormacht beistehen und dieser “Krieg” mit Lug und Betrug vor den Völkern “gerechtfertigt” werden, was immer weniger gelingt.Nicht die Afghanen/Taliban sind der FEIND, sondern die aufstrebenden Mächte um Afghanistan herum, aber Afghanistan stellt nun schon seit über 100Jahren das Schlachtfeld auf dem diese Machtkämpfe ausgetragen werden. Kein Wunder, dass die afghanische Bevölkerung ihrerseits die Besatzer haßt und loswerden möchte.
    Das alles macht die Lage in Afghanistan so verworren un kompliziert.

    Dass die deutschen Massenmedien so beharrlich schweigen und niemand offen den Rückzug deutscher Soldaten fordert, hat damit zu tun, dass Deutschland noch immer kein souveräner Staat ist und keine eigenständige Außenpolitik betreibt.

    mit freundlichen Grüßen

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  6. freethinker meint:
    22.Oktober 2009 at 22:09

    Die Faschisten sind uns viel näher als uns lieb sein kann. Wir sind umgeben von (..) der droht die gesamte Welt zu verseuchen. Diese Faschisten gehen ja mittlerweile so weit, sich gegenseitig für ihre Terrorkriege einen Friedensnobelpreis zu verleihen.

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  7. thinktwice meint:
    22.Oktober 2009 at 23:37

    So ein bischen “Krieg” muss schon sein, wenn man ablenken und die eigene Bevölkerung kontrollieren will. So ganz ohne “Feinde” lässt es sich doch nicht gut re-gieren.

    Wie schön, daß sich da der NIEMALS endende Krieg gegen den Täääääärohhrrrrrrr anbietet.
    Da lässt sich doch trefflich profitieren.
    Da kann man endlich mal wieder Orden verleihen.
    Da kann man ganz tolle “Mahnmale” gegen den Krieg errichten.

    Da können sich die PRESSENUTTEN und Lohnschreiberlinge doch wieder trefflich in Angstphantasien, Bigotterie, Nationalstolz und Volksverarschung wälzen.

    Die Menschen werden immer lethargischer.
    Ob die uns allen was in den Tee tun?

    Wie sagte der grandiose Ossi kürzlich in der ANSTALT des ZDF sinngemäß:” Wir Ossi´s haben unsere Revolution hinter uns. JETZT SEID IHR IM WESTEN AUCH MAL DRAN. Und wenn´s ein wenig Gewalt gibt? Nu, das lässt sich wohl nicht immer vermeiden.”
    Recht hat der Mann.
    Es will nur keiner hören.

    Die FREIHEIT Deutschlands wird AUF DEN DEUTSCHEN STRASSEN VERTEIDIGT.
    Nixx mit Hindukusch, Du rollender Gelbfuss, vermaledeiter. :-(
    Alles andere ist Bullshit.

    Die Massenneurose der Menschen macht sie zu einzigartigen Opfern der Psychopathen aller Couleur. Und Neurosen steigern sich bekanntlich in perverse, brutale Auswüchse sobald die materielle Not der Menschen steigt.

    Es ist Krieg.
    Und keiner geht hin.
    Daran müssen wir alle wohl zuerst arbeiten.

    Jedem verirrten, geistig verwirrten Soldaten seine tägliche Aufklärung.

    WIR WOLLEN NICHT VON EUCH AM HINDUKUSCH VERTEIDIGT WERDEN.
    WIR WOLLEN NICHT, DASS IHR EUER LEBEN FÜR KRIMINELLE POLITIKER DORT LASST.
    WIR WOLLEN NICHT, DASS IHR SOLDATEN WEITER VON POLITGANOVEN VERARSCHT WERDET.

    Wir wollen, daß Ihr LEBT, Euch freut, glücklich seid, sicher seid, liebevoll seid, eine Zukunft habt.

    Kann nicht mal jemand an die Datensätze unserer Kanonenfutterbundies rankommen?
    Dann SCHEISSEN WIR SIE ZU mit WAHRHEEEEEEEEEIIIIIIIT.

    => Uranmunition ist MORD für Eure Kinder, die Ihr erst noch zeugen wollt.

    VERWEIGERN STATT GEIGERN !!!:-)
    HEUTE.
    JETZT.
    NUN.
    JA.
    In KOMPANIESTÄRKE ANGETRETEN ZUM ABTRETEN.
    Hehehehehe……..
    Sie haben es kapiert?

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  8. tm meint:
    23.Oktober 2009 at 01:18

    Der Krieg in Afghanistan ist meiner Meinung nach nur ein riesen Truppenübungsplatz der Nato um im Reallife Besatzungsstrategien zu entwickeln und zu erproben. Durch diesen Krieg haben große Teile der NATO-Armee schon einmal Krieg miterlebt und sind dadurch wesentlich besser trainiert als der russische und der chinesische Soldat.

    Bei dieser Aktion vermute ich, dass es sich um eine Art Taktik-Experiment handelte oder man die Soldaten einfach los werden wollte. Beweisen kann ich das natürlich nicht.

    Im Endeffekt interessiert es in Deutschland keine Sau was da unten abgeht. Lieblingsspruch von den meisten ist doch: “Och sollen die sich da unten doch die Köpfe einschlagen”

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  9. von Clausewitz meint:
    23.Oktober 2009 at 02:20

    “Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.”

    Foucault meint: “Politik ist die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln.”

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  10. Franse meint:
    23.Oktober 2009 at 03:12

    Letztens habe ich noch gelesen, Bayern würde keine Polizisten nach Afghanistan schicken (z.B. hier einzusehen: http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/bayerische-polizei-hindukusch-65321.html). Hat sich das geändert?

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  11. Besatzungsmächte bezahlen “Taliban”: der Gespenster-Krieg entlarvt sich. - blog von mattin meint:
    23.Oktober 2009 at 07:49

    [...] von radio utopieBesatzungsmächte bezahlen “Taliban”: der Gespenster-Krieg entlarvt sich.von Daniel [...]

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  12. maik meint:
    23.Oktober 2009 at 11:12

    intented friendly fire statt friendly fire? diese verdammten verbrecher.
    und natürlich verliert NIEMAND über diesen vorfall auch nur ein wort. außer RU natürlich und gott sei dank. ich weiß genau, wenn ich davon in meinem bekanntkreis berichte, wird es nur ungläubige gesichter geben. wie immer. wer nur mainstream-medien gewöhnt ist, dem fallen neue und gefährliche ansichten schwer…

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  13. Erregter-Leser meint:
    23.Oktober 2009 at 13:05

    Wenn es verantwortliche Journalisten gibt, dann werden sie entweder kaltgestellt oder gehen freiwillig:

    ” ZDF-Korrespondent Tilgner kritisiert Krisen-Berichte deutscher Medien

    Quelle: EPD 8.2.2008

    Frankfurt a.M. (epd). Der scheidende ZDF-Korrespondent Ulrich Tilgner hat die Berichterstattung deutscher Medien über Krisenregionen wie Afghanistan kritisiert. «Ich will nicht dabei sein, wenn Probleme der Bevölkerung unter den Tisch gekehrt und nicht im Kontext der gesamten Probleme des Landes gesehen werden», sagte Tilgner am Freitag in einem epd-Gespräch. Stattdessen würden Soldaten «nur zu leicht als Heilsbringer gezeigt». Zuvor wurde bekannt, dass der 60-Jährige seinen Vertrag als Leiter des ZDF-Büros in der iranischen Hauptstadt Teheran nicht mehr verlängert hat. Er wolle von diesem Frühjahr an lieber für das Schweizer Fernsehen arbeiten. ”
    http://www.ulrich-tilgner.com/person/person3.htm

    “Tilgner kritisiert ZDF
    28. Jan 2008 19:50″
    http://www.netzeitung.de/medien/888850.html

    Von hier aus auch mal ein dickes Lob an die Band Bandbreite. Eine der wenigen deutschen Bands, die sich wirklich politisch engagieren.

    @thinktwice

    Die meisten Soldaten in Afghanistan wissen wohl inzwischen, dass sie verarscht werden. Wenn man aber sonst keine Möglichkeit hat seine Familie zu ernähren (Bildung ist teuer)?
    Die Bundeswehr intensiviert zudem die Anwerbung bereits in der Schule.
    Alternative Erwerbsmöglichkeiten, Perspektiven für Jugendliche etc. sind gefragt.

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  14. Daniel Neun meint:
    23.Oktober 2009 at 13:38

    @Franse: der Artikel über die Entsendung der bayrischen Landespolizei nach Afghanistan ist vom 31.Januar. Ja, mittlerweile wurde auch bayrische Landespolizei nach Afghanistan entsandt – mit Unterstützung der SPD Bayern, sowie Bündnis 90/ Die Grünen Bayern. Hier unser Artikel dazu vom 1.Februar.
    http://www.radio-utopie.de/2009/02/01/landespolizei-bayern-geht-nach-afghanistan-spd-und-gruene-freuen-sich/

    Ich kann guten Gewissens empfehlen unsere beiden unterschiedlichen Suchfunktionen rechts zu benutzen und bei Fragen mal in unserem Archiv zu stöbern. Es gibt einen Grund für die massiven Cyber-Angriffe gegen uns.

  15. Franse meint:
    23.Oktober 2009 at 18:03

    @Daniel: Vielen Dank. Krass, wie allein bei diesem Thema kein Mainstream-Medium über die tatsächliche Entscheidung und die folgende Entsendung berichtet.

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