DIE ZUKUNFT IST SCHWARZ
Mit dem heutigen Nachziehen von Pentagon-Chef Gates ist klar: bereits jetzt Barack Obama die Macht in der kranken Atommacht des Westens ĂĽbernommen
Washington: „Ich bin Gewerkschaftler. Mehrheiten werden organisiert“. So sagte es mir einmal ein Trotzkist.
Kein Grund dies in der Weltpolitik, im Gerangel um den Spitzenplatz hoch oben im bröckelnden Turm zu Babel, irgendwie anders zu halten. Der Ausgang von Wahlen ist in den USA grundsätzlich vorher durch die Elite festgelegt und besprochen worden. So ist es auch in der gesamten US-Hegemonie, frĂĽher sagte man zu sowas „Kolonien“. Dieses Geheimnis ist das brisanteste des sterbenden Imperiums, es ist neben dem Militär der Kern des Restbestandes seiner ihm noch verbliebenen Macht.
In einer kurzen Phase nie gekannter Offenheit seitens der sich der „Neuen Weltordnung“ absolut sicher wähnenden Oberschicht sagte Arend Oetker, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V., Präsidiumsmitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Präsident der Deutschen Gesellschaft fĂĽr Auswärtige Politik, Aufsichtsratsmitglied bei Degussa, Merck, KWS SAAT AG, der Berliner Philharmonie, der Leipziger Messe und Chef der „Atlantik BrĂĽcke“ im Jahre 2002:
„Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“
Nun hat Barack Obama, im Einklang mit diesen Familien, de facto bereits die Macht im Weissen Haus übernommen. Manch einer hätte es für möglich gehalten.
KURSWECHSEL IN WASHINGTON
Die „dramatische Wende“ ist teilweise sogar schon in Deutschland angekommen, wenn auch nicht im Kanzleramt. Wer hier jetzt das Sagen hat im Westen zeigt nichts deutlicher als der aktuelle Artikel der „New York Times“.
In diesem wird nicht nur Angela Merkels absurde Weigerung kritisiert Obama vor dem Brandenburger Tor sprechen zu lassen, sondern ungewohnt offen darauf hingewiesen dass es schliesslich sie höchstpersönlich war, welche im Jahre 2003 als damals weltweite unbekannte deutsche OppositionsfĂĽhrerin in einem Exklusiv-Gastbeitrag fĂĽr die „Washington Post“ sowohl fĂĽr US-Präsident Bush als auch seinen Irakkrieg werben durfte.
Diese Kritik der NYT geht allerdings mit der nicht minder absurden Einschätzung daher, der zukĂĽnftige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Barack Obama wĂĽrde im Falle einer Rede vor dem alten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt von „100.000 flaggenschwenkenden Berlinern“ empfangen werden.
Angesichts der gestern bekannt gewordenen Forderung des US-„Demokraten“ Obama an seine lieben Ableger von der SPD doch bitte die deutsche Truppenstärke in Afghanistan auf 9000 Soldaten fast zu verdreifachen, wirkt das wirklichkeitsfremd.
Es zeigt wie völlig falsch die US-Öffentlichkeit die Deutschen immer noch einschätzt und diese immer noch mit einer willigen etablierten Parteien-Elite verwechselt, der in Deutschland nur noch 22 Prozent der Menschen vertrauen.
Dabei geht Obama und das US-Militär nach der ganz einfachen Devise vor „sind die einmal so doof schon wieder nachzugeben, dann wollen wir gleich doppelt so viel“.
Da die SPD (namentlich ihr wirklicher Chef Steinmeier) sowieso alles tut was ihm aus Washington gesagt wird, gibt es mit dem jetzigen Aussenminister auch keine Änderung dieser Haltung.
Mit Obama als Präsident der USA wird alles noch schlimmer werden als mit Bush, ebenso mit Frank Steinmeier im Kanzleramt, wenn er einmal die Erlaubnis bekommen würde Angela Merkel ablösen zu dürfen, was im Augenblick reine Spekulation ist.
DIE REDE OBAMAS IM RONALD REAGAN-GEBÄUDE IN WASHINGTON AM 15.JULI
war eine imperiale Arie reinsten Wassers (hier zu lesen.) Sie machte klar, dass es hier um einen neuen Krieg in und gegen Pakistan geht und um den Sturz von dessen Präsidenten Pervez Musharraf im ganz Besonderen.
Immer wieder ging es darum, dass „Amerika“ die Welt „fĂĽhren“ mĂĽsse, es wurden absurde Katastrophenszenarien wie das „Verschwinden der KĂĽstenlinien“ der USA durch den „Klimawandel“ beschrieben, die Tradition des gewonnenen 2.Weltkriegs gegen den Faschismus, der gewonnene Kalte Krieg gegen die Sowjetunion und natĂĽrlich wieder die „Al Qaida“, die „Taliban“ und die Gefahr einer Atombombe beschworen, die irgendwo plötzlich in den USA explodieren könne.
Obama zitiert den US-AuĂźenminister und Friedensnobelpreisträger des Jahres 1953 George C. Marshall (Amtszeit 1947–1949), den Erfinder des „Marshall Plan“: „`Die ganze Welt der Zukunft`, sagte Marshall, `hängt von einem angemessenen Urteil ab`“
Obama erzählt von der plötzlichen neuen Einheit Amerikas nach den Attentaten des 11.September 2001, welche das „Vermächtnis“ des Sieges im Kalten Krieg unter Staub, Schutt und Stahl begruben hätten. Dann spricht er von den ungenutzten Chancen die man damals habe verstreichen lassen.
Anstatt eine Billion Dollar und Tausende von amerikanischen Leben im Irak zu verlieren, hätte man einerseits in die Infrastruktur der USA investieren und andererseits „Osama Bin Laden, al-Qaida die Taliban, und all die Terroristen die verantwortlich waren fĂĽr 9/11“ jagen und vernichten können.
Etwas weiter im Text sagt er dann auch wo.
„Die Taliban kontrollieren Teile Afghanistans. Al-Qaida hat eine wachsende Basis in Pakistan die vielleicht nicht weiter von ihrem alten afghanischen Heiligtum („sanctuary“) entfernt ist als eine Zugfahrt von Washington nach Philadelphia. Wenn ein weiterer Angriff auf unser Heimatland kommt, wird er wahrscheinlich aus derselben Region kommen in der 9/11 geplant wurde„.
Hofentlich nicht. Denn in einem Protokoll des deutschen Bundestages ist schliesslich die Zeugenaussage des BKA-Beamten Paul Kröschel vom 8.November 2007 im Geheimdienste-Untersuchungsausschuss zu lesen. Dort steht,
“dass aus Sicht des BKA bereits 1999 in Hamburg eine in die Anschlagsplanungen von New York involvierte “Terrorzelle” existierte. Damit widersprach Kröschel einer vom FDP-Abgeordneten Max Stadler zitierten Einschätzung des Verfassungsschutz-Präsidenten Heinz Fromm, wonach die Attentate vom 11. September 2001 in Afghanistan geplant worden seien.”
Demnächst müsste man also irgendwo in Hamburg den Luftzug einer Cruise Missile bemerken. Aber weiter im Text. Obama in seiner Rede:
„Anstatt uns von der Welt auszugrenzen, will ich dass Amerika – einmal mehr – fĂĽhrt. Als Präsident werde ich eine harte, schlaue und auf Prinzipien basierende Strategie der Nationalen Sicherheit verfolgen – eine die erkennt, dass wir Interessen nicht nur in Bagdad haben, sondern auch in Kandahar, in Karachi, in Tokio und London, in Peking und Berlin.
Ich werde diese Strategie an fĂĽnf Punkten festmachen, die ich fĂĽr essentiell halte um Amerika sicherer zu machen:
– den Krieg im Irak verantworlich zu beenden;
– den Kampf gegen al-Qaida und Taliban zu einem Ende zu bringen;
– alle Atomwaffen und -materialien vor Terroristen und Schurkenstaaten zu sichern;
– wahre Energiesicherheit zu erreichen;
– und unsere Allianzen wieder neu aufzubauen um uns den Herausforderungen des 21.Jahrhunderts zu stellen.“
Obama beschreibt den Ă–lpreis als eine der „gefährlichsten Waffen der heutigen Welt“.
„Wir schaffen („ship“) pro Tag 700 Millionen Dollar in instabile und feindliche Nationen fĂĽr ihr Ă–l. Damit werden Bomben von Terroristen bezahlt die explodieren von Bagdad bis Beirut. Es finanziert Petro-Diplomatie in Caracas (Haupstadt von Venezuela), radikale Schulen von Karachi (Pakistan) bis Khartum (Hauptstadt des Sudan). Es entzieht Amerika Einfluss und verschiebt es zu Diktatoren.
Diese umittelbare Gefahr wird nur noch von der langfristigen Bedrohung durch den Klimawandel übertroffen, der zu verheerenden Wetterbildern, schrecklichen Stürmen, Fluten und Hungersnöten führen wird.
Das bedeutet die Menschen werden in den nächsten 50 Jahren um Nahrung und Wasser in den Gebieten konkurrieren, die in den letzten 50 Jahren entsetzliche Gewalt erlebt haben: Afrika, den Mittleren Osten und SĂĽdasien. Im katastrophalsten Fall könnte dies zerstörerische StĂĽrme an unseren Gestaden und das Verschwinden unserer KĂĽstenlinien bedeuten“.
Der Zusammenhang zwischen der vor unmittelbar vor dem letzten g8-Gipfel in einer konzertierten Aktion gespenstisch-plötzlich ausgerufenen „Nahrungskrise“ (nach Jahrzehnten der jammervoll beklagten Ăśberproduktion durch die Landwirtschaftsbetriebe Europas und Amerikas), dem Meinungskrieg gegen Pflanzenöl-Autos und der weltweiten KriegfĂĽhrung gegen konkurrierende Regime auf eben diesen Kontinenten denen man nun auch noch Wasser- und Nahrungsmangel prophezeit, wird hier ĂĽberdeutlich sichtbar.
Dabei ist klar, dass sich Barack Obama – wie jeder US-Päsident vor ihm seit Abraham Lincoln – diese Rede keinesfalls selbst ausgedacht und konzipiert hat.
Der zukĂĽnftige Cäsar des Westens liest hier einfach brav ab was ihm von Schattenmännern vorgezwitschert wird. In seinem Fall ist das der alte Schurkenstaatsmann Zbigniew Brzezinski, sein „aussenpolitischer Berater“. Er baute höchstpersönlich seit Ende der 70er Jahre aus Pakistan die „Mudschaheddin“ genannten KriegsfĂĽrsten in Afghanistan auf, welche gegen das sowjetgestĂĽtzte Regime in Kabul einen damals noch „Guerilla-Krieg“ genannten Feldzug fĂĽhrten.
Brzezinski war GrĂĽndungsmitglied der „Bilderberger“ und der „Trilateralen Kommission“, in die er Jimmy Carter vor seiner Präsidentschaft einfĂĽhrte. Heute steht Carter wie er selbst auf Seiten Obamas, und jetzt heisst es seit Mitte letzten Jahres durch Obama man mĂĽsse Militärschläge in Pakistan gegen „die Taliban“ durchfĂĽhren, die durch den pakistanischen ISI und die CIA ĂĽberhaupt erst aufgebaut wurden und die seit der US-gefĂĽhrten Invasion 2001 als Organisation nicht mehr nachweisbar sind.
Doch in Deutschland: Schweigen. Nichts. Kein Widerspruch, vor allem und insbesondere durch „SPD“, „GrĂĽne“ und „Linke“ nicht. Nicht einmal eine Frage.
Wenn man während einer Schlacht auf den Gegner feuert, so lautet im Englischen der Befehl: „ENGAGE!“
Obama sagt, „It‘s time to engage China on common interests like climate change, even as we continue to encourage their shift to a more open and market-based society.“
Obama, Papa Charly, sagt, „That‘s what we can do if we are ready to engage the world.“
Yes, he can. Weil das Gute im Menschen immer viel besser zu benutzen und zu missbrauchen ist als das Schlechte, weil es so viel berechenbarer ist.
Es gibt 1000 Arten ein Versprechen zu brechen, aber nur eine es zu halten.
MIT VOLLDAMPF AN DEN HINDUKUSCH
Heute nun folgte der wahrscheinlich auch zukünftige US-Verteidigungsminister Robert Gates den Worten seines neuen Herrn und verkündete im perfekten Einklang die Verlagerung des US-Militärs aus Irak an die neue prioritäre Front in Afghanistan.
General Petraeus, derzeitiger Kommandeur des Irak, zukünftiger Chef des US-Zentralkommandos CENTCOM und der militärisch fähigste US-General seit Eisenhower, stampfte vor kurzem wieder einmal die Briten in Grund und Boden, weil sie seine erfolgreiche Taktik der eingetteten US-Feldoffiziere in die irakischen Streitkräfte immer noch nicht übernommen haben.
Alles drängt auf eine schnelle Truppenverlagerung, der Zeitdruck ist überdeutlich.
Mit der US-Präsidentschaftswahl wird diese aber nicht zusammenhängen, die ist bereits entschieden. FĂĽr alle die das immer noch nicht glauben, sei noch einmal die Story des Chefstrategen vom Präsidentschaftskandidaten der „Republikaner“, John McCain, in Erinnerung gerufen.
Charles Black hatte vor kurzem, völlig ohne Not und zusammenhanglos, seinen Chef so dermassen in die Pfanne gehauen, dass es nur gutverdienende Journalisten berufsbedingt für einen Zufall halten können.
In einem am 23.Juni veröffentlichten Interview des Magazins „Fortune“ hatte Stratege Black bezĂĽglich eines möglichen “Terroranschlags” in den USA während des Rennens um die Macht im Weissen Haus wörtlich ĂĽber John McCain gesagt:
“Sicher wäre das ein grosser Vorteil für ihn.”
So etwas passiert einem erfahrenen „Diplomaten“ wie Black nicht einfach so. Auch die ganze Reaktion von Republikaner-Kandidat John McCain auf diesen „Zufall“ wirkte furchtbar. Er sah nicht nur aus wie ein von allen mächtigen Geistern verlassener alter Mann, er war es auch.
Wenn aber der Zeitdruck der Umschichtung amerikanischer Truppen nach Afghanistan und der dortige Truppenaufmarsch nicht mit den Wahlen in den USA zusammenhängt – mit welchen denn dann, vielleicht..?
„KRIEG? WAS FĂśR EIN KRIEG? ACH DER KRIEG..“
Frankreichs Präsident hat versprochen 1000 Soldaten mehr an die Front nach Afghanistan zu schicken.
Barack Obama sprach in den USA davon, insgesamt 10.000 Soldaten zusätzlich nach Afghanistan zu schicken. Dabei lag laut „Wikipedia“ im Februar dieses Jahres die Truppenstärke der US-gefĂĽhrten „International Security Assistance Force“ (ISAF) bei 41.000 Soldaten und im Juli laut „n-tv“ schon bei 52.000 Soldaten.
Dabei wird seitens der Schwatzdrohnen in der deutschen Militärführung, Seit` an Seit` mit den zunehmend panischer werdenden Spezialdemokraten, wirklich alles gegeben um nur ja innerhalb der deutschen Bevölkerung keine Diskussion über irgendetwas aufkommen zu lassen.
Es handele sich doch nicht etwa um „Krieg“, was da in Afghanistan passiere, so namentlich ungenannte „deutsche Militärs“. Erstens habe ISAF ein UN-Mandat, zweitens wĂĽrde sie von der NATO gefĂĽhrt und drittens operiere die „Bundeswehr“ gemeinsam mit rund 40 Staaten durch die USA kommandiert, hiess es. (Wo da der Zusammenhang sein soll, man mĂĽsste ihn herbefehlen um ihn zu finden..)
Auch sei der Begriff „Krieg“ fĂĽr die Kämpfe in Afghanistan unangemessen, so die Bundeswehr-Generäle. Aber im gleichen Atemzug, im gleichen Presseartikel werden dann die Backen aufgeblasen und ĂĽber die Helden im Einsatz schwadroniert, diesmal aber um zu begrĂĽnden warum die neue Definition des ISAF-Auftrages als „Kampfauftrag“ – also Kriegseinsatz – eigentlich schon immer keinen Unterschied gemacht habe.
„Fragen Sie mal die Kameraden in Kundus, die jede Nacht ausgerĂĽckt sind, ob die das GefĂĽhl hatten, sie hätten keinen Kampfauftrag. Ich sehe da keinen qualitativen Unterschied … Teil unseres Auftrags ist, kampfbereit zu sein“,
so deutsche ISAF-Regionalkommandeur, General Dieter Dammjacob. Also kein Krieg, aber irgendwie trotzdem schon immer, eigentlich. Blöder geht´s nicht.
Nicht minder stulle wie immer die Hochbegabten von der sogenannten „Linken“. Mit welch einfachen Mitteln man Leute reinlegen kann die sich traditionell ĂĽber jeden toten US-amerikanischen Soldaten freuen (und klammheimlich auch ĂĽber solche und solche tote Zivilisten des Mittleren oder Linken Ostens), zeigte heute die „Junge Welt“.
„Bewaffnete Widerstandsgruppen machen den NATO-Truppen in Afghanistan immer mehr zu schaffen. Am Mittwoch sahen sich US-Truppen nach schweren Verlusten gezwungen, eine gerade erst errichtete Militärstellung im östlichen Grenzgebiet zu Pakistan wieder zu räumen. »Wir haben unseren Posten im Dorf Wanat aufgegeben«, erklärte NATO-Sprecher Mark Laity gestern.“
Man kann als blindes Huhn auch im Kornspeicher ersaufen.
Wer diesen NATO-Mist wirklich glaubt, der will es auch. Der will „die Amis“ verlieren und sterben sehn, der findet den heldenhaften Kampf der „Taliban“ („na gut, dass mit dem usw..“) im Grunde dufte und denkt immer noch in der hemmungslos schwachsinnigen marxistischen Doktrin „trägt der Bombenleger rote Farbe, hab ich ihn auch lieb´zu habe´“.
Dieser alte Schwur von der unbedingten weltweiten kommunistischen Solidarität gegen den Imperialismus fĂĽhrt dazu dass bei manchen bis heute noch jedes red-muslim-flag-Massaker als „Widerstand“ durchgeht, ohne auch nur in Erwägung zu ziehen dass anstelle der sagenhaft schnell wieder nachwachsenden „Selbstmordattentäter“ in den von US-Truppen besetzten Kriegsgebieten durch Explosionen verursachte Massenmorde vielleicht ganz andere Ursachen haben.
Früher brachten Besatzungsmächte einfach Besetzte um, indem sie in Menschenansammlungen reinballerten. Heute gibt es dazu noch eine blöde Geschichte gratis obendrauf, und nur das macht den Unterschied zu Vietnam.
Wenn die Menschen erst einmal massenhaft tot auf dem Pflaster liegen macht niemand mehr eine kriminaltechnische Untersuchung um den Skalp irgendeines „Selbstmordattentäters“ zu finden. Da lauscht man dann einfach besäuselt dem Ticker der Nachrichtenagenturen die immer irgendeinen Ali als Fantomzeugen auftreiben, und ist dann ganz „besorgt“ oder „betroffen“.
Währenddessen sitzen dann schmierige „Marxisten“ aus irgendwelchen „Widerstandsgruppen“ des Nahen und Mittleren Ostens (die sich trotzdem ein Flugticket leisten können) in Berliner Kneipen-Hinterzimmern rum und texten minderbemittelte Trotzkisten zu weil sie um´s Verrecken eine vollkommen sinnfreie „Solidaritätserklärung“ haben wollen, damit´s dann irgendwo in Deutschland knallt, die deutschen Innenministerien endlich richtig durchziehen können, den letzten Parlamentarier die Hunde beissen, die Verfassung endgĂĽltig vom Balkon fliegt und die „Linke“ endlich wieder doof aus ihrer Studenten-Wäsche gucken kann.
Gleichzeitig haben dann drei Sozialdemokraten zusammen anderthalb Augen offen (aber acht von Tränen nass) und heulen sich bei Mutti ĂĽber ihre Partei aus die niemand mehr mag weil sie jetzt alle „Die Linke“ wählen, die aber erst seit der äusserst mĂĽhsamen und nur durch Manipulationen geglĂĽckten Ăśbernahme der WASG flux die Friedenspartei geworden ist die sie nie sein wollte, weil die Basis viel lieber Amis beim Sterben zusieht und die eigenen Soldaten vom Hals haben will anstatt zuhause und die Parteikader nix wie an die Regierung wollen und dafĂĽr alles tun wĂĽrden.
Das ist kein Spielfilm. Das ist die Realität.
Wer es immer noch nicht verstanden hat, weil er einfach zu links ist, der lese sich jetzt zum ersten Mal in seinem Leben die Jahrtausende alten „Regeln der Kriegskunst“ von Sun Tzu (Sunzi) durch. Bitte. Das hält kein Schwein mehr aus, auch kein patentiertes.
Bei „Wikipedia“ heisst es, der meistzitierteste Satz von „The Art Of War“ wäre folgender, grob ins Deutsche ĂĽbersetzt:
„Jede KriegfĂĽhrung basiert auf Täuschung.“
Das ist nicht der entscheidende Satz dieser uralten Regeln der Kunst des Krieges.
Aber er ist die Grundlage.
DIE NEUE US-STRATEGIE
Zusammengefasst könnte man die derzeit gültige Strategie der Aussen- und Kriegspolitik der USA ungefähr so beschreiben:
1. Pakistan-Strategie
– Sturz von Pervez Musharraf, mit allen Mitteln. Dieser wird (ähnlich wie General Noriega in Panama 1989), als „AbtrĂĽnniger“ gesehen.
– Installierung eines „friendly“ Präsidenten (der auch die pakistanischen Atomwaffen kontrolliert).
– gegenseitiges Ausspielen der Atommächte China, Indien und Pakistan mittels der „Triangle-Taktik“ im Dreiländereck. Verhinderung einer Festigung des 2001 gegrĂĽndeten Shanghai-Paktes SCO, also einem strategischen BĂĽndnis dieser drei asiatischen Mächte mit Russland.
– Sammlung einer maximal möglichen Streitmacht an der Landgrenze zu Pakistan (ebenfalls zu China und Iran), also in Afghanistan.
– Verhinderung der Iran-Pakistan-Indien-Gaspipeline.
dafĂĽr angewandte Taktiken:
– weitere UnterstĂĽtzung, Aufbau, AusrĂĽstung und Aufbau eigener Armee-Surrogate, also gesteuerter Ersatzarmeen unter falscher Flagge,
– asymmetrische KriegfĂĽhrung („Terrorismus“) zur Destabilisierung Pakistans und Musharrafs, also Attentate, Massaker, Sabotage, etc. Dabei werden dem Gegner immer die eigenen Methoden vorgeworfen und die eigenen Ziele unterstellt.
– den angeheuerten Unterkommandeuren wird durch die eigenen Kommandeure irgendwas erzählt. Dann wird denen erzählt, sie sollen ihren angeheuerten Söldnern und Milizionären irgendwas erzählen, also fĂĽr wen oder was sie angeblich kämpfen, woher ihr Geld und ihre AusrĂĽstung kommen, warum sie nachts nie bombardiert werden und tagsĂĽber marschieren können, warum ihre Mobiltelefone angeblich nicht abgehört werden können und immer funktionieren, undundund. Elitekommandos, neben ersetzbaren Einheiten zum Verheizen, bestehen dann aus maximal 2 AnfĂĽhrern direkt aus den US-Geheimdiensten bzw. Militärgeheimdiensten und Söldnern aus regionalen Stämmen, Sekten oder kriminellen Gruppen.
– Schwerpunkt Balutschistan im SĂĽden: hier sollen die seperatistischen Fliehkräfte innerhalb des 1947 aus der britischen Kolonie Indien kĂĽnstlich geschaffenen Staates Pakistan mit allen Mitteln befördert werden. Durch Balutschistan soll ab 2009 die IPI Pipeline, die Iran-Pakistan-Indien-Pipeline fĂĽr Erdgas gebaut werden welche später an die Energienetze Chinas angedockt werden soll.
2. Afghanistan-Strategie
– Sammlung einer maximal möglichen Streitmacht an der Landgrenze zu Pakistan.
– maximal mögliche Erhöhung der NATO-Truppenstärke.
– Beibehaltung und Ausbau von Militärbasen und Lagern auf dem Gebiet des seit Jahrzehnten nur noch auf dem Papier existierenden Staates zwecks verdeckter KriegfĂĽhrung und Spionage gegen Nachbarstaaten.
– kontinuierliche Schwäche der afghanischen „Regierung“ und staatlicher Strukturen. Ein selbstständiger Staat Afghanistan soll auf jeden Fall verhindert werden, ein schwächliches, anhängliches Konstrukt ist aber zur Tarnung nötig, fĂĽr internationale Tributzahlungen die getarnt als „Hilfspakete fĂĽr Afghanisten“ in die eigene Tasche fliessen, ebenso fĂĽr UN-BeschlĂĽsse, Ă–lverträge, Abbaulizenzen in Rohstoffgebieten, etc.
angewandte Taktiken:
– FortfĂĽhrung des grenzĂĽberschreitenden asymmetrischen Krieges gegen die Atommacht Iran, z.B. aus der von Seymour Hersh benannten „obskuren Basis im Westen von Afghanistan“ (”obscure base in western Afghanistan”),
– kontinuierliche Schwächung des Karzai-Regimes und der afghanischen Sicherheitsstrukturen um ungestört im „eigenen“, eroberten Land operieren zu können,
– Beibehaltung des rechts- und staatenlosen Raumes zwecks massiven weiteren Aufbaus, UnterstĂĽtzung und AusrĂĽstung gesteuerter Ersatzarmeen unter falscher Flagge, die im Falle politischer Unruhe weltweit in den „Homelands“ des Westens eingesetzt werden können um dort soziale und politische Bewegungen zu diskreditieren und mit Repressionen zu ĂĽberziehen. Dabei wird dann ständig genau davor gewarnt.
– nun da die Deutschen ihre ISAF-Mission als Kampfmission wiederstandslos umdefiniert haben: pĂĽnktliche Forcierung des Gespenster-Krieges durch Surrogat-Armeen, Milizen und von eigenen Militäragenten und Geheimdienstlern angefĂĽhrte Kommandos.
– Vortäuschen einer militärischen Schwäche der gefĂĽhrten NATO-Truppen um diese von den Kolonien verstärken zu lassen. In der Ă–ffentlichkeit wird dies als plötzliche „Taliban-Offensive“ verkauft.
– Dazu Vortäuschen von „gestiegenen eigenen Verlusten“, „RĂĽckzug von Militärbasen“ und „forcierte Kampfhandlungen“ durch simple Presseerklärungen die niemand nachprĂĽft, nachprĂĽfen kann oder nachprĂĽfen will.
3. Iran-Strategie
– Verhandlungen mit den Persern, bei unbedingter Verhinderung eines zivilen oder militärischen Atomprogramms sowie Verhinderung von eigenen Weltraum-Kapazitäten des Iran.
– Verhinderung der Iran-Pakistan-Indien-Pipeline fĂĽr Erdgas, welche bis zum chinesischen Netz ausgebaut werden soll.
– Isolierung, Unterminierung, schliesslich Erosion des theokratischen Regimes in Teheran.
dafĂĽr angewandte Taktiken:
– Erhöhung des Drucks auf die Regierung in Teheran ĂĽber die Option und aktive Vorbereitung einer Luft- See- und Landblockade gegen den Iran. (Gegen den entsprechenden Gesetzentwurf der „US-Demokraten“ Resolution 362 wandten sich drei hochrangige ex-Militärs weil sie ihn als Beginn eines zwangsläufigen Krieges ansehen.)
– Option eines Luftschlages gegen die Infrastruktur des gesamten Staates.
– FortfĂĽhrung des Schattenkrieges in den ethnisch nicht mehrheitlich von Persern bewohnten Grenzgebieten durch Surrogat-Armeen, Milizen, von eigenen Militäragenten und Geheimdienstlern angefĂĽhrte Kommandos.
Dabei spielen die ethnischen Minderheiten im Iran die entscheidende Rolle. Sie repräsentieren 40% der Bevölkerung, sind aber in der Oberschicht, Politik oder Theokratie praktisch gar nicht vertreten.
4. Irak-Strategie
– Reduzierung der eigenen Truppenstärke, eigener Verluste und RĂĽckfĂĽhrung der Verstrickungen in Kampfhandlungen an Euphrat und Tigris.
– ĂĽber die nächsten 5 Jahre möglichst minimaler Aufwand der eigenen Ressourcen fĂĽr den Besatzungskrieg im Irak, bei maximaler Ausschöpfung der eroberten Bodenschätze.
– ĂśberstĂĽlpen aller Probleme auf die EU-Staaten, Einbindung europäischer Besatzungstruppen.
– langfristig (soll heissen: langfristig, also bis wir alle tot sind, ĂĽber die nächsten ca.60 Jahre) Aufbau eines befreundeten Regimes.
dafĂĽr angewandte Taktiken:
– diplomatische BemĂĽhungen mit den örtlichen StammesfĂĽhrern,
– Stopp der eigenen verdeckten Massaker an der irakischen Bevölkerung ĂĽber „Terrorgruppen“ und Todesschwadronen, Stopp der UnterstĂĽtzung fĂĽr ethnisch-religiöse Fanatiker,
– Reduzierung der Razzien und repressiven Massnahmen wie Masseninhaftierung, Folter, etc,
– Reduzierung der eigenen Verluste ĂĽber Einbindung der irakischen „Regierung“ und örtlichen Sicherheitskräfte,
– Ausgleich und Einigung mit den de facto unabhängigen Kurden im Norden bei Beibehaltung des Staatengebildes Irak,
– Ă–lverträge mit europäischen Konsortien, Anbindung an europäische Energienetze, Pipelines, Strom, etc, als Gegenleistung fĂĽr die EU-Besatzungstruppen.
DIE ROLLE DEUTSCHLANDS
ist dabei die zentrale, sowohl in dieser, wie auch jeder anderen US-Stragie und in der Weltpolitik ĂĽberhaupt.
Ohne Die Republik keine EU, keine NATO und keine Konfrontation von irgendwelchen Superblöcken.
Das gesamte Orwellsche Modell von „Ozeanien“, „Eurasien“ und „Ostasien“ haut nicht hin und zerfällt zu Staub, wenn dieses kleine Volk, was 2 Weltkriege gefĂĽhrt und in den 74 Jahren seit GrĂĽndung des Kaiserreiches bis zum Ende des Faschismus expansiv und nationalistisch war, endlich unabhängig, souverän und demokratisch organisiert ist.
Die Nichtbeteiligung der renitenten Deutschen an der Invasion im Jahre 2003 (mit regulären Truppen) gilt mittlerweile als der entscheidende Grund fĂĽr das Scheitern der damaligen US-gefĂĽhrten „Koalition der Willigen“, sowie der gesamten damaligen Kriegsstrategie fĂĽr den Mittleren Osten.
Diesen Schock hat die US-Elite bis heute nicht verwunden, versucht aber diesen Zeitenwechsel mit aller Macht wieder rückgängig zu machen.
Mittel, Zweck und Sinn dabei: die sogenannte „grosse Koalition“. Ein SPD-Kanzler muss verhindert werden, und das geht am Besten durch die SPD-Elite selbst
Peer Steinbrück, 2005 Verlierer des bevölkerungsreichsten Bundeslandes NRW an die CDU und exakt 6 Monate später zum Dank von Merkel zum Finanzminister gemacht wie einst Hessen-Verlierer Hans Eichel von Kanzler Schröder, hätte sich vor ein paar Tagen bis auf die Knochen blamiert, wenn er welche hätte.
Stattdessen bettelte er öffentlich darum dass die SPD Angela Merkel nochmal 4 Jahre in einer grossen Koalition zur Kanzlerin wählen dürfe.
Und dann sagt Wolfgang Schäuble (CDU), Innenminister dank der SPD, „nein, tut uns leid, kein Interesse mehr“.
Mieser, verabscheuungswĂĽrdiger, verachtenswerter kann Parteien-Politik nicht mehr sein. Jedenfalls nicht vom politischen Standpunkt aus.
Wenn man aber Parteien- und Machtpolitik als Fortsetzung der Kunst des Krieges mit anderen Mitteln betrachtet, dann macht dies Sinn.
In den so „fortgesetzten Krieg“ könnte man den berĂĽhmten Satz von Sun Tzu nun wie folgt ĂĽbertragen:
„Jede Politik basiert auf Täuschung.“
Das sollte man während des demnächst stattfindenden Besuchs des zukünftigen Ersten Schwarzen Cäsars der Geschichte nicht vergessen.
Dann kann man wenigstens 10 Jahre später erzählen man hat´s schon immer gewusst.
(…)
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