Golfstaaten kaufen Aufstände in Ägypten

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika weiß, wie das Geld, das nach Ägypten fließt, benutzt wird, und auch sie will das demokratische Durcheinander in Ägypten nicht haben. Im nationalen Sicherheitsrat und im Weißen Haus ist eine Stimmung vorzufinden, der die Rückkehr von etwas wie der Herrschaft Mubaraks in Ägypten gut passen würde, wenn sich das „demokratisch“ bewerkstelligen ließe, ohne einen größeren Flächenbrand hervorzurufen.

Categorized as: Politik, Diplomatie

Arabische Liga: Nabil el-Araby neuer Generalsekretär

In Kairo wählten am Sonntag, den 15.Mai 2011 die Aussenminister der zweiundzwanzig Mitgliedsländer der Arabischen Liga nach einer elfstĂĽndigen Debatte einstimmig einen neuen Vorsitzenden, der zum 1.Juni 2011 sein Amt antreten wird. Ă„gyptens neuer Aussenminister Nabil el-Araby (Nabil el Arabi, Nabil Elarabi) war erst nach der Revolution Anfang März 2011 in das Ăśbergangskabinett in Kairo berufen worden. Er hatte den äusserst unpopulären Ahmed Abul-Gheit ersetzt, den ehemaligen Aussenminister von ex-Diktator Husni Mubarak. Während der ägyptischen Revolution half El-Araby den „Ausschuss der Weisen“ zu bilden, der eine Reihe prominenter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit dem selbsternannten Ziel der UnterstĂĽtzung der ägyptischen Revolution zusammen brachte.

Categorized as: Politik, Diplomatie

Tahrir Platz, Tel Aviv

AMRAM MITZNA ist ein netter Kerl. Er ist bescheiden und strahlt GlaubwĂĽrdigkeit aus. Er erinnert an den verstorbenen Lova Eliav, den Generalsekretär der Labor-Partei, der die Partei voll Empörung verlassen hat. Wie Eliav hat er eine Menge praktischer Errungenschaften, die auf seine Initiative zurĂĽckgehen. Eliav baute die Dörfer im Lakhishgebiet im sĂĽdlichen Zentralisrael, Mitzna verwaltete freiwillig die entfernte Stadt Yerucham tief im Negev. „Buji“ Hertzog ist auch ein guter Kerl. Er ist Nachkomme einer jĂĽdisch-aristokratischen Familie im positiven Sinn des Wortes. Sein GroĂźvater war ein Oberrabbiner, sein Vater der Präsident Israels. Er ist eine Person, deren Taten – als Wohlfahrtsminister – fĂĽr sich selbst sprechen – obwohl er eine seltsame Angewohnheit hat, nach jeder Aktion seinen (amerikanischen) Freunden davon zu erzählen, wie die Wikileaks-Papiere aufdecken. (Dies ist eine Anspielung auf einen klassischen israelischen Witz: „Warum machen die israelischen Männer immer so schnell Schluss? Weill sie nicht warten können, um zu ihren Freunden rennen, um es ihnen zu erzählen.“)