Polizeichef Dubai: PĂ€sse von „Diplomaten“ bei Mord benutzt

Die „Mossad-AffĂ€re“ um den Dubai-Mord am 19.Januar am Hamas-FunktionĂ€r Mahmoud al-Mabhouh (Mahmoud Abdul Raouf Hassan) wird immer interessanter. Besonders und gerade in Berlin, London, Dublin und Paris dĂŒrfte man derzeit schwitzen. Die Israelis wiederum versuchen nun offenbar mit windigen MĂ€rchen, die lieben guten Freunde in den Spionage-, Polizei- und Regierungsbehörden Europas aus der ganzen Geschichte raus zu halten. Das wird nicht gelingen. In die Ermittlungen Interpols zum Dubai-Mord (welche derzeit so vehement vonstatten gehen, dass niemand etwas von ihnen bemerkt) platzten am Sonntag gleich mehrere lautstarke Medien-Bomben. Allein das muss, bei sonst allgegenwĂ€rtiger Omerta der lieben guten Freunde des MedienmĂ€rchen-Abendlandes, schon einigermassen stutzig machen. Aber der Reihe nach.

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UPDATE: Ex-BND-Mann berichtete bereits vor 4 Jahren von Mossad-Operationen mit deutschen PĂ€ssen im Iran

Die Mossad-AffĂ€re um den Dubai-Mord hat offenbar eine lange Vorgeschichte. Laut einer ddp-Meldung vom Januar 2006 benutzte der israelische Auslandsgeheimdienst bereits damals IdentitĂ€ten von Deutschen –  ohne deren Wissen. BenĂŒtzt wurden die Dokumente fĂŒr EinsĂ€tze im Iran, als Vorbereitung fĂŒr mögliche Luftangriffe auf die Islamische Republik. Zur VerfĂŒgung gestellt wurden dem Mossad die Dokumente demnach von der deutschen Auslandsspionage – dem BND. Internetzeitungen wie der „Kölner Stadtanzeiger“ (1) oder „Israswiss.net“ (2) berichten bereits vor 4 Jahren ĂŒber eine Meldung des Deutschen Depeschendienstes (ddp). Der Meldung zufolge hatte ein „ehemaliger leitender Mitarbeiter des BND gegenĂŒber ddp ausgesagt, dass der Bundesnachrichtendienst die israelische Auslandsspionage Mossad seit lĂ€ngerem mit deutschen Personalpapieren ausstattet. Diese beinhalteten IdentitĂ€ten von StaatsbĂŒrgern Deutschlands, von denen wahrscheinlich sei, dass sie das Land nie verlassen wĂŒrden. Die Betroffenen hĂ€tten laut der BND-Quelle von der „Zweitverwertung ihrer IdentitĂ€t keine Kenntnis.“

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Video: Aufnahmen der Dubai-TÀter veröffentlicht

Das Kommando der Profikiller, die am 19.Januar im Hotel „Al Bustan Rotana“ in Dubai den ehemaligen Hamas-Milizenchef Mahmoud Al Mabhouh ermordeten, wurden von einer ganzen Reihe von Überwachungskameras erfasst. Die Behörden Dubais haben, offenbar in Zusammenarbeit mit Interpol, in akribischer Puzzlearbeit die Aufnahmen von Überwachungskameras im gesamten Emirat zusammengestellt und den Weg der AttentĂ€ter bereits vom Flughafen bis zum Hotel und zur Abreise zurĂŒckverfolgt. Ebenso war der ermordete MitbegrĂŒnder der Kassam-Brigaden wĂ€hrend seines gesamten Aufenthaltes in Dubai die ganze Zeit von Kameras an verschiedenen Orten und PlĂ€tzen gefilmt worden.  Selbst Aufnahmen des Kommandos kurz vor und nach der Tat wurden durch die Behörden ermittelt. In einem ungewöhnlichen Schritt wurden diese Aufnahmen nun durch die Polizei von Dubai veröffentlicht.

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Dubai-Mord an Hamas-Milizenchef ein internationaler Spionage-Plot

Grossbritannien teilte am Dienstag Abend mit, dass die Behörden die IdentitĂ€t der sechs PĂ€sse der britischen BĂŒrger bestĂ€tigen – Frankreich und Deutschland sind noch beim „Kontrollieren“. Eine Person, deren IdentitĂ€t beim Mord an Mahmoud al-Mabhouh verwendet wurde, ist ein in Israel lebender Deutscher.

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