Am 25.Juni 1950, gestern vor 60 Jahren, begann eines der schlimmsten Kapitel der Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. 3 Millionen Koreaner starben in einem Stellvertreterkrieg der neuen SupermĂ€chte des Kalten Krieges, der am 27. Juli 1953 schliesslich durch einen Waffenstillstand zwischen Norden und SĂŒden zwar zum Stillstand kam, aber bis heute nie offiziell beendet wurde. Der Koreakrieg wurde mit UnterstĂŒtzung der USA, Chinas und der Sowjetunion nicht nur fĂŒr eine Vormachtstellung im Osten Asiens, sondern auch um Gold und BodenschĂ€tze des Nordens gefĂŒhrt. Blutiges Bauernopfer: das Volk von Korea. Noch immer, zehn Jahre nach Anbruch des 21.Jahrhunderts und Hundert Jahre nach der Annektierung durch das Kaiserreich Japan, ist das Volk der Koreaner von Frieden, Versöhnung und einem gemeinsamen souverĂ€nen Staat immer noch weit entfernt. Die Bewohner von Norden und SĂŒden des Landes befinden sich offiziell, ĂŒber sechzig Jahre nach der GrĂŒndung zweier Staaten auf der koreanischen Halbinsel, immer noch im Krieg gegeneinander. Ein Friedensvertrag, oder gar eine Wiedervereinigung, wie sie einst in der „Sonnenscheinpolitik“ möglich erschien, scheint wieder in weite Ferne gerĂŒckt.