Wer wird Israel erretten?

Was ich sehe, ist, dass die US ihre UnterstĂŒtzung des Netanjahu-Regimes erhöht, ihm riesige Menge neuer Waffen als „Kompensation“ liefert, fĂŒr den beginnenden nuklearen Deal mit dem Iran. John Kerry, der von Netanjahu gedemĂŒtigt und mit offener Verachtung behandelt wird, kriecht irgendwo unterwĂŒrfig zu unsern FĂŒĂŸen. Obama rĂŒhmt sich, dass er fĂŒr Israel mehr getan hat (und meint die israelische Rechte) als jeder andere PrĂ€sident.

Ein Tag- und Nacht-Albtraum

BENJAMIN NETANJAHU scheint inzwischen von allen verabscheut zu werden. Fast ebenso sehr wie seine sich stĂ€ndig einmischende Ehefrau Sarah’le. Vor sechs Wochen noch war Netanjahu der große Sieger. Im Gegensatz zu den Meinungsumfragen errang er im letzten Augenblick einen Überraschungssieg, gewann 30 von den 120 Knesset-Sitzen und ließ die Arbeitspartei (umgenannt in „Zionistisches Lager“) weit hinter sich.

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Ein Junge namens Bibi

Dieser Netanjahu ist höchst „druckausgesetzt“ (die hebrĂ€ische Entsprechung des Wortes wurde fast ausschließlich fĂŒr ihn erfunden), ein Mann, der seine Ansichten je nach politischer Zweckdienlichkeit Ă€ndert, sodass er am Abend das dementieren kann, was er am Morgen gesagt hat. Keinem seiner Worte sollte man trauen. Um sein politisches Überleben zu sichern, kann er jederzeit lĂŒgen und betrĂŒgen.

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Hunde und Katzen in einem Sack

Von Politikern wird erwartet, dass sie hochmotivierte, hochintelligente und hochbegabte Administratoren seien. TatsÀchlich sind sie das nicht.

Im Gegensatz zur allgemein anerkannten Weisheit ist die Politik doch ein Beruf. Einer hat mal gesagt, es sei ein Beruf fĂŒr diejenigen, die keine Begabung hĂ€tten. Aber das stimmt nicht ganz. Politiker brauchen gewisse Begabungen, aber diese haben nichts mit denen gemeinsam, die von einem Abteilungsleiter gefordert werden.

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Nationale Einheit

ANDERERSEITS – was ist gegen eine Regierung der Nationalen Einheit einzuwenden?

Also zuerst einmal, dass dem Land keine leistungsfĂ€hige Opposition ĂŒbrig bliebe. Wenn eine Demokratie funktionieren soll, braucht sie eine Opposition, die eine alternative Politik entwickelt und die fĂŒr die nĂ€chsten Wahlen eine Wahlmöglichkeit darstellt.

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