Menschliches Genom: Norwegen-EU-Datenbank-Abkommen

Heute, am 6. Juni 2019, tritt die norwegische Regierung mit der Unterzeichnung eines Abkommens in Brüssel dem Projekt "1 Million Genome" bei, in dem bis 2022 die Daten möglichst vieler Menschen erfasst werden sollen.

In der europäischen Datenbank werden die menschlichen Genome gespeichert, ausgewertet und durch internationale Verknüpfung mit Datenbanken anderer Länder verbunden. Die persönlichen genetischen Informationen sind eine heiss begehrte "Ware" nicht nur bei Medizinern und "Humanbiologen", Pharma-Konzerne und nicht zuletzt auch Polizei und Militärs haben größtes Interesse an unseren Genen. Der Schutz personenbezogener Daten wird gewährleistet, heisst es heute und diene der bestmöglichen Diagnose und dem Anbieten der Behandlung bei Krebs und seltenen Krankheiten.

"Ziel dieser europäischen Zusammenarbeit ist es, die Forschungsqualität zu verbessern. Die Daten können durch personalisierte Medizin zu einer besseren Prävention, einer früheren und einfacheren Diagnose, weniger Nebenwirkungen und einer genaueren Prognose beitragen."

Quelle: https://www.regjeringen.no/en/aktuelt/norway-joins-european-collaboration-for-cross-border-access-to-genomic-data/id2653567/

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