Presseerklärung der OPCW vom 9. April 2018 zu Vorwürfen über den Einsatz chemischer Waffen in Douma, Syrien

Klimpern auf der Klaviatur des Instrumentes der Kriegsinteressierten

Politiker und Medien haben das Thema Giftgaseinsatz ganz oben auf ihrer Themenliste. Bevor hier dieses andauernde Theater darüber weiter aufgeführt wird, raten wir den Verantwortlichen, die Ergebnisse abzuwarten, ob überhaupt ein solcher Einsatz in Syrien am 7. April 2018 stattgefunden hat. Denn noch nicht einmal das ist geklärt, geschweige denn, wer dafür verantwortlich sein könnte oder um was für Chemikalien es sich handelt.

Die Presseerklärung des Generaldirektors der OPCW, Ahmet Üzümcü, von heute (gekürzt):

Der Generaldirektor der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), Botschafter Ahmet Üzümcü, bringt seine tiefe Besorgnis angesichts des angeblichen Chemiewaffenangriffs am 7. April in Douma, Arabische Republik Syrien, zum Ausdruck.

Das OPCW-Lagezentrum hat den Vorfall genau beobachtet und eine vorläufige Analyse der Berichte über den mutmaßlichen Einsatz chemischer Waffen unmittelbar nach ihrer Ausstellung vorgenommen. Die Fact Finding Mission (FFM) sammelt derzeit weitere Informationen aus allen verfügbaren Quellen, um festzustellen, ob chemische Waffen verwendet wurden. Der FFM wird den Vertragsstaaten des Chemiewaffenübereinkommens seine Feststellungen mitteilen.

Die beiden Wörter "angeblich" und "ob" haben wir im Fettdruck hervorgehoben.

Fazit ist, dass sich alle bisher nur auf Behauptungen stützen und heute voreilig eine Sitzung des Sicherheitsrates der Organisation der Vereinten Nationen einberufen wurde. Ein Blick auf die Website hätte angesichts der Drohungen über den Einsatz von Truppen diverser Staaten genügt, sorgfältigen Journalismus zu pflegen:

https://www.opcw.org/news/article/opcw-director-general-on-allegations-of-chemical-weapons-use-in-douma-syria/

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