Nach dem Brexit hoffen die Vereinigten Staaten von Amerika, die Aufmerksamkeit der NATO wieder auf Russland zu konzentrieren
Der Warschauer Gipfel sollte sich auf weitere Truppenverlegungen nach Osteuropa konzentrieren
Ein gröĂerer NATO-Gipfel soll spĂ€ter in dieser Woche in Warschau beginnen, und es war geplant, die ganze Zeit auf der ârussischen Aggressionâ herumzureiten und mehr PlĂ€ne zu schmieden, weitere Bodentruppen in die Baltenstaaten zu verlegen.
Dann ereignete sich der Brexit, und wie alle anderen wollen auch ein Haufen Gipfelbesucher in diesen Tagen nur ĂŒber dieses Thema sprechen. Britanniens Abstimmung betraf den Austritt aus der EU, nicht aus der NATO, aber das heiĂt nicht, dass nicht jede Menge FunktionĂ€re vorhersagen, dass dieser Schritt die Allianz schwĂ€cht, zumindest so weit es um gemeinsame NATO-EU-Operationen geht.
Nachdem aber die stĂ€ndigen Prophezeiungen von Regierungsvertretern der Vereinigten Staaten von Amerika betreffend einen unmittelbar bevorstehenden russischen Einmarsch nach Osteuropa nicht ausgehen, sind die Obama-Administration und andere Kriegstreiber gegen Russland drauf aus, den Schwerpunkt des Gipfels wieder zurechtzurĂŒcken.
Der derzeitige Plan sieht vor, vier Bataillone mit rund 4.000 Soldaten in die Baltischen Staaten zu verlegen, die von den Vereinigten Staaten von Amerika, vom Vereinigten Königreich, von Kanada und Deutschland gestellt werden. Kanadas Beteiligung, vor kurzem bestĂ€tigt, kann leicht die Zahl vergröĂern, da die Vereinigten Staaten von Amerika erst vorhatten, selbst zwei Bataillone zu stellen, und das WeiĂe Haus wie immer scharf darauf ist, Russland ins Visier zu nehmen.
âWir haben sehr wenig Zeit fĂŒr Entscheidungen, wenn wir vor einem möglichen Angriff stehen,â betonte der NATO-GeneralsekretĂ€r Jens Stoltenberg. Die Wirklichkeit ist allerdings, dass der âmögliche Angriffâ einfach dazu dient, die militĂ€rische Expansion in der Region zu rechtfertigen, nachdem der militĂ€rische Chef der NATO General Petr Pavel im vergangenen Monat bestĂ€tigt hat, dass keine reale Gefahr eines russischen Angriffs besteht und dass es sich bei den Stationierungen um eine âpolitische Entscheidungâ handelt.
Orginalartikel After Brexit, US Hopes to Get NATO Focus Back on Russia
