„Die Linke“ bringt Putsch-Infrastruktur von „Mehr Demokratie“ in Bundestag ein

Neuer Versuch im Bundestag das Grundgesetz zu Ă€ndern um Volksabstimmungen darĂŒber abzuhalten was es verbietet: seinen Sturz.

Seit Jahren betreiben alle etablierten und durchweg paneuropĂ€isch-imperialistisch ideologisierten Parteien in einem nach dem Gletscherprinzip schleichenden Staatsstreich den Sturz des Grundgesetzes. Alle Bundestagsparteien haben bereits durch ParteitagsbeschlĂŒsse oder ErklĂ€rungen das Grundgesetz bereits in Frage gestellt und / oder dessen Ersatz durch eine neue „europĂ€ische“ Ordnung propagiert.

Doch nicht nur das Existenzrecht unserer Berliner Republik wird durch alle Bundestagsparteien negiert; ebenso wird durch den Anspruch der Errichtung einer Neuen Ordnung auf dem Territorium existierender souverĂ€ner Staaten, Mitglieder im Staatenbund „EuropĂ€ische Union“, diesen faktisch das Existenzrecht abgesprochen. BegrĂŒndet wird dies in kafkaeskem Zynismus alter autoritĂ€rer Zeiten mit „Pro-EuropĂ€ertum“.  Wer dagegen fĂŒr das Existenzrecht der souverĂ€nen Demokratien auf dem Kontinent einsteht und diese verteidigt, die eigene eingeschlossen, wird von diesen sich „pro-europĂ€isch“ nennenden imperialistischen KrĂ€ften genauso angegriffen wie die europĂ€ischen Gesellschaften, die man im Berliner Parteienviertel meint vor der SouverĂ€nitĂ€t retten zu mĂŒssen.

Dabei wird auffĂ€lligerweise der Begriff „Europa“ genauso unreflektiert benutzt wie der Terminus „Amerika“. (U.S.-Texte ĂŒber “Vereinigte Staaten von Europa” aus dem 18. und 19. Jahrhundert)

Der PaneuropĂ€ismus hat den autoritĂ€ren Sozialismus und Marxismus faktisch als breite gesellschaftliche Ideologie im vermeintlich „fortschrittlichen“ Spektrum abgelöst. Praktisch alle etablierten, dem eigenen Anspruch nach sozialdemokratischen, sozialistischen, linken, kommunistischen Gruppen und Organisationen auf dem Kontinent haben dieser imperialistischen Ideologie des PaneuropĂ€ertums ihre ehemaligen AnsprĂŒche untergeordnet und verteidigen mit ZĂ€hnen und Klauen ein kapitalistisches Finanzsystem, fĂŒr das und durch das die Staaten sukzessive entdemokratisiert, entsouverĂ€nisiert und letztlich entstaatlicht werden die es adaptiert haben. Doch explodierender Reichtum einer winzigen feudalen Minderheit, Massenarmut und Elend in den Bevölkerungen, erzwungene Wanderungsbewegungen bzw faktische Vertreibungen, bis hin zu sprunghaft angestiegenen Sterblichkeits- und Selbstmordraten in den bedrĂ€ngten Staaten haben bei diesen „linken“ Parteien und Organisation nicht etwa dazu gefĂŒhrt sich fĂŒr ihre Verbrechen an der Sozialen und Sozialistischen Idee zu entschuldigen und ihre Menschenschinderei einzustellen; im Gegenteil, die von ihnen irgendwann in den letzten Jahren entdeckte „EuropĂ€ische Idee“ soll dazu dienen ihre Verbrechen und Menschenschinderei noch schnell in einen endgĂŒltigen Umsturz mĂŒnden zu lassen, nur eben mit anderen Mitteln als an der Peripherie des E.U.-Staatenbundes, siehe Ukraine.

Mit welch infamen Zynismus, Heuchelei und Geschichtsverdrehung gerade die Partei „Die Linke“ diese Zerschlagung der souverĂ€nen europĂ€ischen Demokratien betreibt – deren mittelalterliche, wahnhafte Diffamierung als „Sorgenkinder“ vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrages keiner gewagt hĂ€tte – kann jeder in den Reden des inoffiziellen großen Vorsitzenden der S.E.D.-Nachfolgepartei nachlesen. Gregor Gysi in seiner Leitrede des Hamburger Parteitages von „Die Linke“ am 15. Februar.

Europa ist eine alte, ĂŒbrigens so sagte Viktor Hugo, sogar pazifistische und linke Idee. Diese linke Idee fand durch die Schrecken des ersten Weltkrieges damals auch innerhalb der linken Sozialdemokratie verstĂ€rkten Wiederhall. Im Heidelberger Programm der SPD von 1925 wird das artikuliert. Die europĂ€ische Integration muss bei aller Kritik gegen ihre falschen Freunde verteidigt werden als eine ursprĂŒnglich linke uns humanistische Idee. Das ist auch unsere Aufgabe. Allerdings: Europa, das schließt auch Osteuropa ein, das schließt auch Russland ein. Wir wollen das ganze Europa.“

Zum Vergleich:

Die im Zarenreich Russland geborenen Rozalia Luksenburg und spĂ€tere deutsche Sozialdemokratin Rosa Luxemburg, jahrzehntelang Mitglied der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“, im Kaiserreich am 6. Mai 1911 in der Leipziger Volkszeitung:

Ist die Idee des europĂ€ischen Zusammenschlusses wirtschaftlich lĂ€ngst ĂŒberholt, so nicht minder politisch. Sie ist im Grunde genommen nur ein demokratisch aufgeputzter Abklatsch der Idee vom Konzert der europĂ€ischen MĂ€chte, das als der bewegende Mittelpunkt, als die Zentralsonne des politischen Weltalls die Geschicke entschied. …

Und jedes Mal, wo bĂŒrgerliche Politiker die Idee des EuropĂ€ertums, des Zusammenschlusses europĂ€ischer Staaten auf den Schild erhoben, da war es mit einer offenen oder stillschweigenden Spitze gegen die „gelbe Gefahr“, gegen den „schwarzen Weltteil“, gegen die „minderwertigen Rassen“, kurz, es war stets eine imperialistische Mißgeburt. ...

Ebenso wie wir stets den Pangermanismus, den Panslawismus, den Panamerikanismus als reaktionÀre Ideen bekÀmpfen, ebenso haben wir mit der Idee des PaneuropÀertums nicht das geringste zu schaffen.

Über 100 Jahre spĂ€ter, in denen bekanntlich alle Linken, Sozialdemokraten und Sozialisten außer Genossin Luxemburg immer (Verfassungs)Recht behielten, brachte nun am Freitag dem 23. Mai 2014 im zu Zeiten des Kaiserreichs errichteten Reichstag die Fraktion „Die Linke“ im Parlament der Berliner Republik einen Gesetzentwurf ein.

Dieser trug den beeindruckenden Titel  „Entwurf eines Gesetzes  zur  Änderung  des  Grundgesetzes (EinfĂŒhrung  der  dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz) und zur EinfĂŒhrung eines Gesetzes ĂŒber das Verfahren bei  Volksinitiativen,  Volksbegehren  und Volksentscheid  (Bundesabstimmungsgesetz) und zur Änderung weiterer Gesetze“. Der Entwurf sieht die Änderung von nicht weniger als sechs Verfassungsartikeln der Berliner Republik vor, darunter Artikel 23 und 79.

Die „Linksfraktion“ hatte dafĂŒr einen Entwurf des Vereins „Mehr Demokratie e.V.“ ĂŒbernommen, die diesen Ende letzten Jahres unter hohem finanziellen Aufwand und mit UnterstĂŒtzung der etablierten Medien in der Öffentlichkeit propagiert hatte. (13. November 2013,  VerfassungsĂ€nderungs-Entwurf von “Mehr Demokratie e.V.”: Eine Putsch-Infrastruktur)

Der Gesetzentwurf liegt nun in den BundestagsausschĂŒssen.

Einen Ă€hnlichen Entwurf hatte „Die Linke“ zusammen mit BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und S.P.D., sowie mit bekundeter UnterstĂŒtzung aus der F.D.P., bereits letzten Sommer im Bundestag eingebracht. Nach dessen Scheitern an der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit hieß es dazu aus der – ganz sicher nur aus noblen Motiven heraus handelnden – Fraktion C.D.U./C.S.U., die versuchte VerfassungsĂ€nderung sei „erkennbar nicht ernst gemeint und verfassungsrechtlich höchst bedenklich”.

Kurz erklĂ€rt, versucht auch der diesjĂ€hrige – im Frankenland wĂŒrde man sagen: hintervotzige – VerfassungsĂ€nderungs-Entwurf der paneuropĂ€isch-imperialistischen „Linken“ das Grundgesetz so zu entkernen, dass es durch eine einzige Volksabstimmung gekippt werden kann (wie dies ĂŒber eine Wechselwirkung der verschiedenen Verfassungsartikel und ihrer AbsĂ€tze vonstatten gegen soll, ist hier genauer erlĂ€utert).

Genau das forderte u.a. mehrfach (1, 2) der C.S.U.-Vorsitzende Horst Seehofer, der Änderungen des Grundgesetzes verlangte um Volksabstimmungen darĂŒber abhalten zu können was das Grundgesetz verbietet; also z.B. die Selbstentmachtung des Bundestages, die Aufgabe der SouverĂ€nitĂ€t, die Aufgabe des Demokratiegebots, letztlich die Aufgabe vom

„unantastbaren Kerngehalt der VerfassungsidentitĂ€t des Grundgesetzes nach Art. 23 Abs. 1 Satz 3 in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3″,

den das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil 2 BvE 2/08 vom 30. Juni 2009 zum Lissabon-Vertrag als letzte Verteidigungslinie der zweiten deutschen Demokratie festschrieb. Im Urteil heißt es weiter:

„Das Grundgesetz ermĂ€chtigt die fĂŒr Deutschland handelnden Organe nicht, durch einen Eintritt in einen Bundesstaat das Selbstbestimmungsrecht des Deutschen Volkes in Gestalt der völkerrechtlichen SouverĂ€nitĂ€t Deutschlands aufzugeben. Dieser Schritt ist wegen der mit ihm verbundenen unwiderruflichen SouverĂ€nitĂ€tsĂŒbertragung auf ein neues Legitimationssubjekt allein dem unmittelbar erklĂ€rten Willen des Deutschen Volkes vorbehalten.

Meinen Willen dazu habe ich bereits erklÀrt. Unmittelbar.