EURO-KAPITALISMUS: Die „Offshore Leaks“ und die „notleidenden Banken“

8.April, EURO-KAPITALISMUS, Zypern: Das Bankenopfer
8.April, EURO-KAPITALISMUS, Zypern: Der Bundesnachrichtendienst und die “reichen Russen”
8. April, EURO-KAPITALISMUS: DIe “Offshore-Leaks” – “Er kam mit der Story unterm Arm”
9.April, EURO-KAPITALISMUS: Kontext der Kader
13.April, EURO-KAPITALISMUS: E.U.-Richtlinie fĂĽr Enteignung von Bankkonten, 9 Mrd aus E.S.M. fĂĽr Banken-Schulden in Zypern

Vor unseren Augen spielt sich eine vom paneuropäischen Parteien-Kartell des Bundestages mit- und vorgetragene abscheuliche Farce ab. Alldiweil, mit dem Applaus des Publikums, da hapert es irgendwie. Denn das soll bezahlen. Und nicht zu knapp.

Beleuchten wir also wieder einmal eine sowohl ausgesucht plumpe wie abscheuliche Schmierenkomödie von Staatsschauspielern, die schließlich auch von irgendwas leben müssen.

April 2013:

Nach dem Auftauchen von zunächst 260 Gigabyte weltweit zusammengeraubter Daten „unter dem Arm“ des australischen Journalisten Gerard Ryle im bis dahin völlig unbekannten Washingtoner “International Consortium of Investigative Journalists”, wird Ryle dort nicht nur blitzschnell Chef, sondern beginnt zusammen mit 25 “cross-border”-Journalisten das “Offshore-Projekt”: die Auswertung der von Ryle mitgebrachten Daten. Nach eigenen Angaben beteiligten sich an der Kampagne 86 Journalisten aus 46 Ländern, darunter die “SĂĽddeutsche” und der “Norddeutsche Rundfunk”. „Superreichen“, Reichen, Steuerhinterziehern, echten Kapitalisten eben, jetzt soll es ihnen aber mal so richtig an den Kragen gehn-

Was geschieht dann? Der Finanzminister von mindestens Deutschland, Dr. Wolfgang Schäuble, bewegt sich in aller Ruhe aus seiner Ehrenloge und betritt von hinten die BĂĽhne. Er wedelt mit dem Finger. Er sagt: „Ich muss SĂĽnder jagen. SteuersĂĽnder. Also gebt mir die Daten, ihr investigativen Journalisten der SĂĽddeutschen und des NDR. “ Die aber sagen: „Niiiieeeemals werden wir uns dem ehemaligen Innenminister zu FĂĽĂźen werfen, dem wir uns als Innenminister immer zu FĂĽĂźen geworfen haben.“

Oder anders formuliert:

„Die Presse ist kein Hilfsorgan der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder der Steuerfahndung“

Wie tapfer. Wie standhaft. Wie anständig. Wie aufrichtig. Wie ehrlich. Fast könnte man sagen: wie deutsch. Eigentlich schon nationalkapitalistisch.

Was macht also der von der deutschen, nein, superdeutschen, nein, nationalkapitalistischen Journaille total entlarvte aufrechte Kämpfer für die europäischen Staatsfinanzen? Halt Fehler, Moment mal, ähh,,

(Knacken und knirschende Geräusche im Off, Hin und her Gerenne, ein Souffleur wird ausgetauscht)

Was macht also der hiflose, arme Finanzminister von Deutschland Wolfgang Schäuble, der doch nur versuchen möchte die tapferen, standhaften, anständigen, aufrichtigen, ehrlichen Deutschsupereuropäer vor den asozialen SchuldensĂĽndern zu schĂĽtzen.. (SteuersĂĽnder, Du Idiot)… SteuersĂĽndern zu schĂĽtzen, whatever?! Er geht zu den Briten. Und bekommt gleich 400 Gigabyte ausspionierter, ähm, geleakter Daten. Wie tapfer, etc, pp. Und was sagen die Regierungsangestellten ihrer Majestät, wo sie das ganze Ali Baba-Schätzchen her haben?

„Die britische Finanzbehörde machte keine Angaben zu der Herkunft der brisanten Unterlagen.“

Nein?! Tatsächlich?! Und was macht Schäuble dann mit den ganzen Akten, die er simsalaeuro doch irgendwie so, ja, nee, es-pee-deee bekommen hat?

„Wir werden die nutzen, indem das Bundeszentralamt fĂĽr Steuern das an die Länder weitergibt. Und die werden das umsetzen.“

Und wo sagt das Minister Schäuble?

Auf dem G7-Gipfel der Finanzminister und Zentralbanker von mindestens Deutschland, U.S.A., Großbritannien, Italien (wer wäre da nur Präsi ohne Berlusconi?), Japan, Frankreich und Kanada im britischen Aylesbury. Und was will man da?

Die „Bankenunion“ ĂĽber diese SteuerschuldensĂĽnder (whatever) auf diesem doofen Kontinent. Da wo die wilden Demokraten wohnen. Aber zack-zack, sonst holen uns noch diese WissenssĂĽnder ein.

Tusch! Werbung! Bonbons ins Publikum! (NICHT SO VIELE, SEID IHR WAHNSINNIG!! LIEBER EINEN VERGIFTETEN APFEL!)

Epilog

Rein zufällig möchte die Regierung Deutschlands gern von ihrem Bundestag (der bekanntlich ĂĽber die Hälfte jeden Jahres seiner Existenz nur Bundes ist, weil er nämlich nicht tagt) noch vor der „Sommerpause“ die Bankenunion haben. Damit die „Abwicklung notleidender Banken…nicht mehr allein auf Kosten der Steuerzahler“ geht. Eine „rechtliche Grundlage“ ist dabei – wie immer – faktisch nicht weiter wichtig.

(…)

auch der nächste Artikel zum EURO-KAPITALISMUS folgt