Antikriegsprotest unterbricht John Kerry vor dem US-Senat
Mutiger Auftritt einer einzelnen Aktivistin gegen den designierten US-AuĂźenminister
Am 24.Januar 2012 wird der von Präsident Barack Obama als zukĂĽnftiger AuĂźenminister der Vereinigten Staaten von Amerika nominierte US-Senator John Kerry zur obligatorischen Anhörung vor den „Ausschuss des Senats der Vereinigten Staaten zur AuĂźenpolitik“ zitiert.
John McCain und die derzeitige Amtsinhaberin des neu zu besetzenden Posten, Hillary Clinton, unterstützen dabei nach Kräften den Kandidaten, der keine positiveren Änderungen in der Außenpolitik der USA bedeutet.
Folgerichtig gelingt es einer Antkriegsgegnerin, ihren Protest gegen den harten GlobalisierungsbefĂĽrworter der Finanz- und RĂĽstungsindustrie durch ihr Eindringen laut zum Ausdruck zu bringen:
„When will it be enough? I‘m tired of my friends in the Middle East dying.
Wann wird es genug sein? Ich habe es satt, dass meine Freunde im Mittleren Osten sterben.“
John Kerry dreht den Protest gegen seine Person in aalglatter Manier des gewieften Berufspolitikers mit gekonnten Worten um, indem er seinen „Respekt“ gegenĂĽber der Frau bezeugt, die „ihre Besorgnis ĂĽber einen Teil der Welt ausdrĂĽcken“ wĂĽrde.
„Die Menschen messen uns daran, was wir tun. In gewisser Weise ist das ein guter AnfĂĽhrungspunkt zu meinen Aussagen“, so Kerry.
Die Friedensaktivistin wird sofort von einem Polizeibeamten aus dem Saal entfernt. Die zustimmende Meinung der Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung und zunehmend im Militär gegen die Auslandseinsätze nimmt sie jedoch mit vom Capitol Hill.
John Kerry bleibt seinen Prinzipien und seinen honorigen UnterstĂĽtzern treu:
„American foreign policy is not defined by drones and deployments alone. The world is competing for resources in global markets. Every day that America is unwilling to engage in that arena…is a day in which we weaken the nation itself.
Die amerikanische AuĂźenpolitik ist nicht allein durch Drohnen und Einsätze definiert. Die Welt konkurriert um Ressourcen auf den globalen Märkten. Jeder Tag, an dem Amerika nicht bereit ist sich in dieser Arena zu engagieren ist ein Tag, an dem wir die Nation selbst schwächen.“
So fehlt zu dieser Stunde auch nicht ein Hieb gegen den Iran.
