Gescheiterte Syrien-Invasion: Das Regime der „Neuen Weltordnung“ erreicht seine Endphase
Die von den USA, mit ihr finanziell-ökonomisch-mental eng verschmolzenen diversen asiatischen Kirchenstaaten, sowie unbedeutenden europĂ€ischen Untertanenreservaten betriebene Invasion Syriens ist gescheitert. Die vor allem ĂŒber die tĂŒrkische Grenze vor deren SchlieĂung eingesickerten Milizen, Todesschwadronen und Attentats-Kommandos sind in Aleppo von Regimetruppen eingekreist, zurĂŒckgeschlagen und isoliert worden. Tausende der „AufstĂ€ndischen“, die aus allerlei Kriegszonen der Staaten des Nordatlantikpakts heran gekarrt wurden, sitzen nun in der Falle.
MilitĂ€risch hat die Invasion keine Chance mehr. Es gibt fĂŒr die Invasoren keine LuftunterstĂŒtzung, da Russland zum ersten Mal seit seiner Existenz als Nachfolgestaat der Sowjetunion (mit Ausnahme des 5-Tage-Krieges gegen den Invasionsversuch Georgiens in SĂŒdossetien 2008) so etwas wie geostrategisches RĂŒckgrat und Ăbersicht bewiesen hat.
FĂŒr die Messianiker, die nach der Invasion Afghanistans in 2001), der Invasion des Irak in 2003, der Invasion verschiedener afrikanischer Territorien, wie z.B. des 1991 zerfallenen Somalia oder dem Libyen-Krieg in 2011 nun den Angriffskrieg gegen Syrien organisiert haben, ist die Situation natĂŒrlich mehr als peinlich. Können sie doch – so haben sie es ihren JĂŒngern immer wieder erlĂ€utert – einfach nicht verlieren. Das sei nĂ€mlich so. Das habe Gott ihnen erlĂ€utert. Und wenn Gott das sage, ja dann sei das eben so.
Sagten sie.
Hillary Clinton, eine der gefĂ€hrlichsten politischen Wahnsinnigen dieses Planeten, befindet sich heute in der TĂŒrkei, jedenfalls den offiziellen Mitteilungen zufolge. Anzunehmen ist in der Tat, daĂ sie sich sowohl mit den verschiedenen syrischen Exilgruppen und Organisationen, als auch den MilitĂ€rkommandeuren trifft, die die Invasionstruppen befehligen.
Jeder weiĂ, daĂ die „Freie Syrische Armee“ nur als Marke, als Tarnung, als Nebelbegriff existiert, den jede Miliz, Todesschwadron, jeder AttentĂ€ter und alle Gruppen von Bewaffneten in Syrien genauso als Tarnung benutzen wie die von allen Seiten verratenen und verkauften syrischen Oppositionellen. Was Clinton heute also versuchen wird, wĂ€hrend sie vor dem Scherbenhaufen der maĂgeblich durch ihren, auch und gerade gegenĂŒber den Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika verantwortungslosen und höchst gefĂ€hrlichen Fanatismus betriebenen Invasion steht, ist schlicht noch mehr Schaden anzurichten.
Die einzige Methodik des weltweit von den USA ausgehenden Imperialismus ist die Zerstörung von allem was sich wehrt und die Ausbeutung von allem, was sich nicht wehrt. Seit dem Zerfall des geostrategischen Konkurrenten Sowjetunion in 1991 eskalierte diese Methodik immer mehr, besonders nach dem weltweiten Kriegsausbruch in 2001.
Dies wurde durch die gleichzeitig im Schlepptau und Kielwasser der USA befindlichen Kirchenstaaten Vorderasiens stets zum eigenen Vorteil genutzt und, mit Ausnahme eines kleinen MissverstĂ€ndnisses vor der Irak-Invasion in 2003, durch alle zunehmend verfallenden europĂ€ischen Demokratien uneingeschrĂ€nkt unterstĂŒtzt. Die derzeitige (Selbst)Zerstörung der Demokratien vor allem des ehemaligen Westeuropa durch einen finanziellen Kriegszug ist in diesem Kontext zu sehen.
Was also wird Clinton als AuĂenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika heute tun? Sie wird versuchen noch mehr Krieg, noch mehr Tote, noch mehr Elend, Not und Vernichtung zu erzeugen, solange, bis sich das Opfer Syrien nicht mehr wert und endlich ausgeplĂŒndert werden kann – damit es dann zerfallen kann in einzelne Territorien, genauso wie der Irak, der seit 1991 nicht mehr existiert wie er auf der Landkarte verzeichnet ist, da im Norden ein völlig unabhĂ€ngiges Kurdistan besteht, was seit ĂŒber 20 Jahren in Deutschland in der gleichgeschalteten Presse schlicht ignoriert wird und daher den allermeisten Menschen ebenso unbekannt ist wie die faktisch unabhĂ€ngigen Staaten Somaliland und Puntland auf dem Territorium des ehemaligen Somalia.
In 1991 zerfiel nicht nur die Sowjetunion, setzte gewaltige nationalistische FliehkrĂ€fte und im Zuge teilweiser blutiger MachtkĂ€mpfe eine Reihe riesiger Staaten in Europa und Asien frei, wie die Ukraine, Kasachstan, Russland, Georgien oder die bereits vorher fĂŒr unabhĂ€ngig erklĂ€rten Kleinstaaten Abchasien und SĂŒdossetien; auch in Vorderasien und Afrika zerfielen und entstanden Staaten, die teilweise sogar bis heute der „breiten“ Ăffentlichkeit in Deutschland völlig unbekannt sind.
Auch die Staaten Irak und Somalia hörten 1991 faktisch auf zu existieren.
Am frĂŒhen Morgen des 17. Januar 1991 begannen die InvasionskrĂ€fte unter FĂŒhrung der USA mit einem massiven Luftschlag den ersten Irakkrieg.
Am 26.Januar 1991 floh in Somalia der durch die USA fallen gelassene Diktator Siad Barre aus der Hauptstadt Mogadishu.
Im Mai 1991 floh in Ăthiopien der ehemals aus Moskau, Havanna und (Ost-)Berlin unterstĂŒtzte Diktator Mengistu aus Addis Abeba (Addis Ababa), wĂ€hrend plötzlich aus den USA unterstĂŒtzte Seperatisten der EPRDF und TPLF in der Ă€thiopischen Haupstadt einrĂŒckten. AnschlieĂend erklĂ€rte sich Eritrea fĂŒr unabhĂ€ngig und lieferte sich blutige Grenzkriege mit Ăthiopien, dessen 1991 eingesetzter Diktator Meles Zenawi bis heute regiert, und zwar nicht nur ĂŒber Ăthiopien, sondern auch ĂŒber groĂe Teile des ehemaligen Somalias.
Im Irak schufen die US-Invasoren 1991 – nach ihrem merkwĂŒrdigen, bis heute nie plausibel erlĂ€uterten RĂŒckzug, der Saddam Hussein an der Macht lieĂ – eine Flugverbotszone ĂŒber Nordirak, in dem fortan ein unabhĂ€ngiges Kurdistan existierte. Unmittelbar danach marschierten sie in Somalia ein.
Bis heute sehen die wenigsten in all dem irgendeinen Zusammenhang.
Es stellt sich mittlerweile die Frage, wer in Deutschland ĂŒberhaupt noch irgendwelche ZusammenhĂ€nge sieht. Die deutsche Ăffentlichkeit erweckt immer mehr den Anschein eines schwer Betrunkenen, der sich schlafend stellt. Das hat viel mit Angst zu tun.
FĂŒr einen GroĂteil der heute auch in Deutschland schaltenden und waltenden „Entscheider“ und Diener in Monopolen, Gilden und Kartellen bricht derzeit eine Welt zusammen. NĂ€mlich genau die Welt, die sie sich in gesicherten Privilegien unter grenzenloser Ăberheblichkeit, Eitelkeit und vermeintlicher „Alternativlosigkeit“ mit Phantasmagorien selbst zurecht gezimmert haben.
Diese seitdem entstandene Welt beruht auf nichts auĂer maximaler Heuchelei, maximalem Zynismus und maximalen LĂŒgen, die sich zunĂ€chst von „Entscheidern“ und Dienern gegen alle anderen richtete, dann gegen die eigenen Diener und schlussendlich gegen die „Entscheider“ selbst.
Der ehemalige Direktor der C.I.A und damalige PrÀsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George Bush Senior, am 16. Januar 1991:
„Dies ist ein historischer Moment. Wir haben in diesem vergangenen Jahr groĂe Fortschritte dabei gemacht, die lange Ăra von Konflikt und Kalten Krieg zu beenden. Wir haben vor uns die Möglichkeit, fĂŒr uns selbst und fĂŒr zukĂŒnftige Generationen, eine Neue Weltordnung zu schmieden. Eine Welt, in der Rechtstaatlichkeit, nicht das Gesetz des Dschungels, die FĂŒhrung der Nationen regiert. Wenn wir erfolgreich werden, und das werden wir, haben wir eine echte Chance mit dieser Neuen Weltordnung, einer Ordnung, in der eine glaubwĂŒrdige UNO ihre friedenserhaltende Rolle benutzen kann, um das Versprechen und die Vision der UN-GrĂŒnder zu erfĂŒllen.“
Wir wissen, was seit diesen Worten passierte. Genau dieses Gesetz des Dschungels, das Recht des StĂ€rkeren, die „Macht des Faktischen“ hielt Einzug in fast jeden Winkel der Welt; und vor allem – in fast jeden Kopf. Seit 1991 entwickelte sich weltweit ein brutaler, barbarischer Kapitalismus, dessen Euro-Kapitalismus als seine extremste Form derzeit dabei ist ganze Staaten sogar ohne militĂ€rische Mittel zu vernichten. Die Vereinigten Staaten von Amerika entwickelten sich von einer Republik zu einem Imperium, einem bizarren Polizei- und MilitĂ€rstaat, der von Milizen und Söldnern weltweit gefangene Menschen unter AuĂerkraftsetzung selbst der Kriegsgefangenen-Statute der Genfer Konvention ohne auch nur die geringsten rechtsstaatlichen Standards in Lager sperrte, folterte oder gleich umbrachte. Dazu wurden Attentate benutzt, nach denen genau diejenigen immer mehr ermĂ€chtigt wurden, die sie hĂ€tten verhindern mĂŒssen: Polizei, MilitĂ€r und Spione.
Die Bevölkerung des eigenen Staates, jede willkĂŒrlich ausgesuchte Zielperson, ja die gesamte Kommunikation und der Informationsfluss weltweit, werden durch die Behörden der USA hemmungslos ausspioniert. In den abgetakelten, lĂ€cherlichen und korrupten Staaten im U.S.-Einflussbereich, wie Deutschland, GroĂbritannien, Frankreich, versucht die jeweils an der Macht befindliche Kaste von „Entscheidern“ und deren Diener das Vorbild des GroĂen Bruders zu kopieren. Eine parlamentarische Opposition gibt es nicht. Nur einen heuchelnden Sauhaufen.
Aber das spielt jetzt keine Rolle mehr.
Die Völker der Welt schauen nicht mehr nach Washington. Und sie schauen erst recht nicht mehr nach London, Paris, Tokio oder Riad.
Schauen sie aber nach Berlin, möge ihrer Aufmerksamkeit anderes wertvoller erscheinen als solche Witzfiguren wie die Kanzlerin, ihr Finanzminister und alle anderen ehrenwerten „Entscheider“ und Diener einer gescheiterten „Neuen Weltordnung“.
Deren Regime ist in der Endphase. Und die Welt wird, wieder in Ordnung, dabei zusehen.
(…)
Artikel zum Thema:
22.07.2012 Der Syrien-Krieg bricht zusammen
Zum Kriegsverlauf in Syrien und seinen geostrategischen Folgen, sowie zur Propaganda ĂŒber angebliche Massenvernichtungswaffen und deren drohendem Einsatz, eine EinschĂ€tzung.
28.06.2012 Wladimir Putin, schmeissen Sie endlich Sergej Lawrow raus und beenden Sie den Syrien-Krieg
Herr PrĂ€sident, ich schreibe Ihnen hier öffentlich, weil ich nach langen Jahren begriffen habe, dass nur die Ăffentlichkeit in der Lage ist Kriege zu beginnen und sie zu beenden. Eine mutierte, eine debile, eine psychisch deformierte Ăffentlichkeit, Ergebnis der Interaktion hilf- und ahnungsloser Untertanen, wird alles dulden, wird alles bejubeln, wird jede Grausamkeit abnicken, zu denen Menschen fĂ€hig sind.