93.000 Kunden-Daten von Sony veruntreut: Wo bleibt das ganz normale Gerichtsverfahren?

Die Sony Corporation gibt heute bekannt: Die Subkonzerne Sony Network Entertainment International LLC und Sony Online Entertainment (SOE) haben eine große Menge an "nicht autorisierten", aber erfolgreichen Versuchen festgestellt, sich in rund 60.000 Kundenkonten vom PlayStation®Network (PSN) des Sony Entertainment Network (SEN) und in rund 33.000 Kundenkonten von Sony Online Entertainment (SOE) einzuloggen.

Kunden-Daten und Passwörter befanden sich laut der Pressemitteilung der Sony Corporation im Besitz der Partei, welche sich Zugang zu den Accounts verschaffte. Sony ließ diese Kundenkonten sperren.

Wörtlich heisst es:

"Diese Versuche scheinen eine große Menge von Daten aus einer oder mehrerer gefährdeter Listen von anderen Unternehmen, Websites oder Quellen zu beinhalten."

Soso.

Es bleibt nun abzuwarten, wie schnell die Sony Corporation gegen wen Anzeige erstattet (das geht auch gegen Unbekannt) und diese weitere Veruntreuung von Daten - neben Vorfällen im Pentagon, an der Wall Street, dem FBI, der CIA und bei vielen anderen von bösen Hackern heimgesuchten wohlmeinenden hilflosen Organisationen - endlich gerichtlich geklärt wird.

Sicherlich, die National Security Agency hilft ja dem total ahnungs-, daten- und staatenlosen Google schon nach Kräften, die bösen Hacker zu fangen, im bösen Internet. Aber wir wollen doch nicht, daß so alttestamentarische Begriffe wie "Beweis", "Gerichtsverfahren" oder "Logik" in einem neuen staatenlosen Mittelalter der Konzerne, Banken und Spione total absaufen.

Gell?

(...)

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