Stuttgart 21: Polizei sucht YouTube-Videos – Durchsuchung abgebrochen
ParkschĂŒtzer arbeiten transparent: gesuchtes Material ist online
Stuttgart, 7. Juli 2011: Mit fĂŒnf Mann und einem Staatsanwalt kam die Polizei heute frĂŒh um das Material sicher zu stellen, dass am 24. Juni 2011 öffentlich gezeigt wurde und auf DVD zur VerfĂŒgung gestellt wurde. Alles Material ist online verfĂŒgbar: PrĂ€sentation und Bilder sind ĂŒber bei-abriss-aufstand.de verfĂŒgbar (http://www.bei-abriss-aufstand.de/2011/06/24/pressekonferenz-wir-sind-zeugen), die Videos sind bei-abriss-aufstand.de verlinkt da wir nicht die ServerkapazitĂ€ten haben um Viedomaterial direkt zur VerfĂŒgung zu stellen. Das Material wurde der Polizei nun auch direkt ĂŒbergeben.
âEs ist schon erstaunlich wofĂŒr die Polizei Zeit und KapazitĂ€t hat,â sagt Matthias von Herrmann, dessen Wohnung nicht durchsucht wurde weil er alles geforderte Material von sich aus aushĂ€ndigte. âAlles gesuchte Material und noch viel mehr zum Thema hĂ€tte eine kurze google-Suche auch geliefert. Wir haben ein groĂes Interesse an der Veröffentlichung dieses Materials, denn es zeigt, dass die Darstellung der Polizei zum Verlauf des 20.6. schlicht falsch ist. Statt die unselige Rolle ihrer Zivilpolizisten aufzuklĂ€ren, versucht die Polizei nun die BĂŒrger zu kriminalisieren. Sie durchsucht Wohnungen und verhaftet Menschen, die an diesem Montag Abend versucht haben, mĂ€Ăigend auf den bewaffneten Beamten einzuwirken und ihn von einer gröĂeren SchlĂ€gerei abzuhalten. Bislang gab es keine Meldung, dass gegen den Zivilpolizisten ermittelt wird, obwohl gegen ihn Anzeige erstattet wurde wegen Anstiftung zu Straftaten.â
Der Zivilpolizist war am 20. 6. auf dem GelĂ€nde des Grundwassermanagements unterwegs, zunĂ€chst in Begleitung eines Kollegen. Er fiel zahlreichen Zeugen durch sein aggressives Verhalten auf. Er verwickelte sich in mehrere handgreifliche Auseinandersetzungen, bei der ersten fielen SchlĂ€ge die ihn laut Polizei schwer verletzten. Seine Waffe wurde sichtbar. Sein Kollege stand hier noch dabei ohne einzugreifen und ohne sich oder den Kollegen als Polizei erkennen zu geben. Kurz nach dieser ersten Auseinandersetzung verlĂ€sst der unbeteiligte Kollege die Gruppe. Er holt aber offenbar keine UnterstĂŒtzung fĂŒr den Beamten, der in Auseinandersetzungen mit weiteren, bislang unbeteiligten Demonstranten gerĂ€t, ohne sichtbare BeeintrĂ€chtigungen und weiterhin ohne sich als Polizist auszuweisen. Demonstranten bringen den bewaffneten ‚Störenfried‘ schlieĂlich aus der Menge zur Polizei. Es geht ihm nicht einmal ein SanitĂ€ter aus dem bereitstehende Polizeikrankenwagen entgegen, obwohl PolizeiprĂ€sident ZĂŒfle am nĂ€chsten Tag sagen wird, man habe um sein Leben gefĂŒrchtet.
Das nun von der Polizei ‚sichergestellte‘ Bild- und Videomaterial dokumentiert diesen Hergang der Dinge, es zeigt das aggressive Auftreten des Zivilpolizisten ebenso wie die Tatsache, dass weder sein ziviler Kollege noch uniformierte Polizisten eingreifen, obwohl die Polizei mit mindestens 600 Mann vor Ort war. Es ist ein dringendes Anliegen der ParkschĂŒtzer, dieses Material öffentlich zu machen.
RĂŒckfragen an Matthias von Herrmann, Pressesprecher der ParkschĂŒtzer, Tel. 0174-7497868 oder an Carola Eckstein, Tel. 0152-53684818
PresseerklÀrungen und Hintergrundinfos / Presseportal: www.parkschuetzer.org/presse
