Oppositioneller im Jemen: „Al Kaida ist ein Schreckgespenst“

Gestern veröffentlichte der Staatssender ARD, in einem temporären Anfall von ungewohntem Journalismus, zur "Prime Time" in der 20 Uhr Tagesschau die recht interessante Aussage von Mohammed al Mechlafi, einem Oppositionellen im Jemen.

Irgendwie wollte diese Aussage niemandem so recht auffallen. Die Informationsindustrie hielt wie immer artig still. Doch dem kann, wie immer, durch die globale Medienmacht Radio Utopie im Zentrum Europas leicht nachholfen werden.

Oppositioneller Mohammed al Mechlafi, zum angeblich drohenden Untergang seines Staates nach Abflug von Diktator Ali Saleh (Aufzeichnung):

"Al Kaida ist ein Schreckgespenst. Präsident Saleh hatte immer versucht, die Gefahr durch Al Kaida zu übertreiben, um die Unterstützung des Westens zu gewinnen."

Es scheint, als ob hier wieder einmal all die Jahre die Demokratie diejenigen belohnt hat, die zu harter Arbeit und Opfern ihrer Bevölkerung bereit waren. Auch im Jemen.

Zeit, ein, zwei Korrekturen an dieser Situation vornehmen. Ausnahmsweise mal zum Besseren. Und entweder derjenige macht das, der dafür bezahlt wird, oder es machen diejenigen, die bald niemanden mehr bezahlen, die so weiter machen wie bisher.

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