Mysteriöse Meldungen über Helikopter-Absturz bei Abbottabad

Mysteriöse Meldungen über Helikopter-Absturz bei Abbottabad
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Erst pakistanische oder doch eher US-Hubschrauber an zwei verschiedenen Tagen – konfuse Nachrichtenberichterstattung einer verwirrten Welt

In Pakistan kam es in den letzten Stunden zu zwei Unglücksfällen mit Luftfahrzeugen der pakistanischen Armee.

Ein Offizier wurde getötet und mehrere Insassen verletzt, als am späten Dienstagnachmittag ein Armeehubschrauber vom Typ Puma vierzig Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Islamabad in der Nähe einer Luftwaffenbasis in Hari Pur abstürzte, berichtete der lokale Fernsehsender Urdu TV Kanal Samaa. (1) An Bord befand sich eine unbekannte Anzahl von Menschen, in einigen Medien wird die Anzahl mit insgesamt fünf Personen angegeben.

Der Hubschrauber soll sich zur Ausbildung auf einem Trainingsflug in der Khyber-Pakhtunkhwa Provinz befunden haben, als er in der Nähe von Tarbela abstürzte, so NDTV. Der Business Standard beschrieb den Ort einen Tag zuvor am 2.Mai als ein Haus in der Nähe von Bilal Town in der Nähe Abbottabad, nur eine kurze Strecke von der pakistanischen Militärakademie entfernt. (4)

Das Pikante an dem Unglück ist, dass sich die Absturzstelle zwischen Islamabad und Abbottabad befindet – der Stadt, die durch die Meldung über die angebliche Liquidierung des Meistgesuchtesten der USA am Tag zuvor weltweit in der Presse von sich reden machte.

Der zweite Unglücksfall ereignete sich am frühen Dienstagnachmittag des 3.Mai. Ein Mirage-Kampfjet der pakistanischen Luftwaffe Pakistani Air Force stürzte in der Wüste in der Nähe eines Schießplatzes in Thal im Osten der Provinz Punjab in Pakistan wegen technischer Probleme ab. Der Pilot des Flugzeugs, das sich auf einem Übungsflug befand, überlebte den Vorfall, so die Meldungen. (2)

Laut The Nation hiess es hingegen, dass offizielle und lokale Quellen bestätigt haben, dass der Hubschrauber, der in der Nähe der Stadt Abbottabad abstürzte, während einer Operation der US-Special Forces, die die Tötung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden leitete, der US-Armee statt pakistanischen Armee gehörte. (3)

Quellen hätten mitgeteilt, dass drei Hubschrauber an der Operation teilgenommen hatten, aber der Grund für den Absturz des US-Hubschraubers konnte nicht festgestellt werden. Anwohner hätten den Medien gesagt, dass sie die Hubschrauber Stunden nach der Operation über dem Gebiet beobachtet haben. Es wurde nach dieser Version ein “heavy firing” gehört, bevor der Helikopter auf den Boden krachte. Drei bis vier Personen der US Special Forces waren an Bord des Helikopters, die angeblich tot sind oder sich bei der Operation verletzt haben, so The Nation.

Die Berliner Zeitung weiss es noch besser und schrieb am 3.Mai:
“So berichtete IT-Berater Sohaib Athar (Twitter-Name @ReallyVirtual) von einer Militäraktion. “Ein Hubschrauber schwebt um ein Uhr nachts über Abbottabad (ist ein sehr seltenes Ereignis)”, twitterte er. Später hörte er eine schwere Explosion und berichtete von einem Hubschrauberabsturz.” (5)

Dieses “Ereignis” soll ja bekanntlich viele Stunden vor dem Nachmittag des 3.Mai stattgefunden haben: in der Nacht vom 1. zum 2.Mai.

Soviel geerdete Hubschrauber auf einmal – westlich geprägtes Büttelpapier ist bei all dem produzierten Schrott halt geduldig.

Das als “sehr seltene” beschriebene Ereignis eines nächtlichen Hubschrauberfluges lässt die Twitter-Meldung sofort als konstruiert erscheinen. Die Stadt mit über einhunderttausend Einwohnern beherbergt neben Regierungseinrichtungen und Kliniken die Pakistan Military Academy:

“The Pakistan Military Academy is similar in function to Sandhurst, Saint-Cyr, and West Point, and provides training to the officers of Pakistan Army. The academy has three training battalions, and 12 companies. Another 2,000 guests each year, from over 34 countries, receive some training at PMA.”

Quellen:
(1) http://english.cri.cn/6966/2011/05/03/1781s635501.htm
(2) http://www.ndtv.com/article/world/military-personnel-killed-in-helicopter-crash-in-pakistan-103228
(3) http://nation.com.pk/pakistan-news-newspaper-daily-english-online/Politics/02-May-2011/US-helicopter-crashed-in-Abbotabad
(4) http://www.business-standard.com/india/news/helicopter-crash-near-siteus-operations-against-osama/133637/on
(5) http://www.bz-berlin.de/archiv/auf-twitter-liefen-die-ersten-meldungen-ueber-einen-militaerschlag-und-osamas-tod-article1174762.html

Diesen Artikel teilen, weiterempfehlen oder bookmarken:
  • Twitter
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • LinkedIn
  • LinkArena
  • PDF
  • Print
Dieser Beitrag wurde in Militär, Krieg veröffentlicht und getaggt , , , , . Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.

3 Kommentare

  1. gerd
    Am 5. Mai 2011 um 19:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    9/11 war die eine PSYOP … und das aktuelle 5/1 ist ein PSYOP’s mit anderen Zielen.
    Den richtigen, den falschen oder gar keinen OBL … das Oval Office bastelt bereits an der immer unstimmigeren Geschichte.
    Der Richtige stand bereits zu seinen angeblichen Bekennervideo nicht mehr zur Verfügung.
    Ein Falscher, warum wurde die Aufführung nicht dokumentiert?
    Warum muss ständig nachgebessert werden?
    Nach einem ersten Fake-Foto kam der “Situation Room” und wir haben live-stream.
    Die gestellte Nachproduktion wird nun von 40 Minuten (bzw. 38 min) auf 13 Minuten verkürzt da ja leider technische Probleme vorgelegen

    http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/al-qaeda/8493391/Osama-bin-Laden-dead-Blackout-during-raid-on-bin-Laden-compound.html

    Da stellt sich doch die Frage, was bei der geplanten fiktiven Phantom-Hinrichtung des fiktiven OBL schief gelaufen?
    Warum kein Spielmaterial für die Öffentlichkeit / Medien. Und was musste so dringend in die See entsorgt werden?

    LiveLeak.com – Photos show three dead men at bin Laden raid house –

    http://www.liveleak.com/view?i=d3b_1304540048

  2. petrapez
    Am 5. Mai 2011 um 21:34 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Das mit der Seebestattung halte ich für das Unglaubwürdigste an der ganzen Story. Dazu hätte man fast 1000 km quer durch Pakistan düsen müssen, denn Abbottabad liegt im Norden des Landes.

    Zwei Fliegen wurden damit mit einer Presseklappe geschlagen: Man muss keinen Toten vorweisen und hat Salz in die Wunde der Muslime gestreut, um den einen oder anderen zu einer Affekthandlung hinreissen zu lassen – um wieder einen Grund zu haben, kräftig zuzuschlagen.

    So etwas können sich nur Monster ausdenken.

    Die russische oder chinesische Fernaufklärung könnte theoretisch so wie in Libyen mal auf den Bildern nachschauen, ob überhaupt von Abbottabad ein Jet zum Meer geflogen ist und anschliessend wohin. Was jedoch stark zu bezweiflen ist. Dieses wichtige Indiz wurde bestimmt bei der Planung des Einsatzes vergessen. Man kann eben nicht an alles denken…

  3. gerd
    Am 7. Mai 2011 um 08:56 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Unsere re-Gier-enden ein Camorra Mafia Clan.

    Warum muss die Welt wissen, dass USAma unbewaffnet war?
    http://www.muslim-markt.de/forum/messages/2978.htm
    Von Yavuz Özoguz am 04. Mai 2011 11:46:07

    Deduktiv Denken, frei nach Sherlock Holmes & Dr. Watson, wird das Wahrheitsministerium demnächst unter Strafe stellen.

  • Wichtige Artikel

  • Unseren (anonymisierten) Piwik-Counter ausknipsen:


  • Aktuelle Meldungen


  • Kategorien

  • Archive



  • Spenden für Radio Utopie


  • Email bekommen bei neuen Artikeln:

  • Meta