„Stuttgart 21“: Video vom Baumpflanzen hinterm Bauzaun
Gestern ĂŒberwanden Mitglieder der Stuttgarter ParkschĂŒtzer und der Umweltschutzorganisation Robin Wood den Bauzaun im Stuttgarter SchloĂgarten, um auf dem Baustelle auf dem Areal, welches nach dem brutalen Polizeieinsatz am 30.September noch in der Nacht zum 1.Oktober illegal gerodet worden war, 50 junge BĂ€ume zu pflanzen. Volksreporter von Cams21.de filmten die Ăberwindung des Bauzauns und die Neupflanzung der BĂ€ume auf der Baustelle.
Mit ihrem zivilen Protest unterstrichen die ParkschĂŒtzer und Robin Wood ihre Forderung an den Staatskonzern Deutsche Bahn AG, die derzeit im Rahmen des Programms „Stuttgart 21“ (S21) laufenden Arbeiten am sogenannten Grundwassermanagement im Schlosspark sofort einzustellen und das GelĂ€nde wieder zurĂŒckzugeben. FĂŒr die Errichtung des Tiefbahnhofs soll bis 2024 der Grundwasserpegel um rund zehn Meter gesenkt werden. Dadurch sind die BĂ€ume im gesamten Schlossgarten gefĂ€hrdet. (Robin Wood und ParkschĂŒtzer pflanzen 50 neue BĂ€ume)
Die Polizei nahm die Aktivisten fest. Hunderte Stuttgarter brachten am Bauzaun ihren Protest gegen die laufenden Bauarbeiten der Bahn AG, sowie ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr die Baumpflanzung zum Ausdruck. Der Bauzaun schwankte zustimmend. Auf dem gerodeten Areal sangen die Aktivisten von Robin Wood und den ParkschĂŒtzern das Lied der Moorsoldaten.
Am Bauzaun zeigte sich auch, wie völlig unbeteiligte BĂŒrger immer wieder entsetzt sind darĂŒber, wie sie allein wegen ihrer Anwesenheit durch die Polizei behandelt werden. Ein recht ungefĂ€hrlich wirkender Passant des Geschehens beschwerte sich bei einem Polizisten lautstark darĂŒber, ohne Grund von diesem geschubst worden zu sein (1 h 2 min).
Die festgenommenen Aktivisten der ParkschĂŒtzer und von Robin Wood wurden in der Nacht wieder freigelassen.
Da wĂ€hrend der Aktion nicht gehobelt, sondern gepflanzt wurde, ist wieder einmal nicht ersichtlich, woraus die Medien-SpĂ€ne der Polizei resultierten. Diese vermeldete der Informationsindustrie, sie habe zwei verletzte Beamte zu beklagen – wohl mutmasslich durch einen Splitter an den jungen BĂ€umen.
