DIE TRANSNATIONALE AGENDA „CYBER-SECURITY“ (II): China ruft nach planetarer Internet-Kontrolle

Hintergrund, Analyse Politik, Diplomatie

Teil I - DIE TRANSNATIONALE AGENDA “CYBER-SECURITY”: Science Fiction Romane und Schnapsideen

China will die "Errichtung eines globalen Online Regulations-Mechanismus" über die Weltbevölkerung und deren Zugang zum Weltinformationsnetz. Das autoritäre Regime Pekings liegt damit voll auf der Linie der anderen Staates des neoimperialen G-20-Staatenverbundes, dem die 20 weltweit größten die Menschheit ausbeutenden Industriemächte wie Deutschland angehören. Ausgangspunkt dieses größten weltweiten Kulturkampfes zwischen Bevölkerung und Obrigkeit seit Erfindung des Buchdrucks vor 600 Jahren, ist eine Agenda für “Cyber-Security” der seit dem 19.Jahrhundert existierenden “Internationalen Fernmeldeunion”. Diese wurde zusammen mit der Industrie im Jahre 2007 gestartet und schuf 2009 im Zuge der sogenannten “Föderalismusreform II” in Deutschland mit dem Verfassungszusatz 91c die Grundlage für eine Digitale Diktatur.

Die staatlich kontrollierte chinesische Nachrichtenagentur "Xinhua" ließ heute die Katze in der führenden Wirtschaftsmacht Asiens aus dem Sack: auch das staatsautoritäre Regime in Peking versucht den Zugang der Weltbevölkerung zu Wissen, Information und Kommunikation irgendwie unter seine Kontrolle zu bekommen. Das auch im sogenannten "Westen" leidlich abgenutzte Alibi für Aufrechterhaltung der Informationsmonopole und Implementierung einer Internet-Kontrolle: Sorge um die "Sicherheit".

Redakteur Lu Hui schreibt auf "Xinhua" ohne weitere Quellenangaben in Form einer Quasi-Regierungserklärung:

"Globale Kooperation ist dringend erforderlich um das Internet sicher zu halten. Es gibt mindestens zwei Schlüsselfaktoren hinter globaler Kooperation: Erstens sollten alle Interessengruppen, eingeschlossen der Öffentliche Sektor, der private Sektor und Netizens (Anm.: durch neokonservative Kräfte eingeführter Propagandabegriff, der die Nutzer des Weltinformationsnetzes zu "Internetbewohnern" herabwürdigt), sollten ihre Online-Verpflichtungen erfüllen. Zweitens sollten alle Interessengruppen effizient und effektiv zusammen arbeiten, um eine solch langfristige Themen wie die Errichtung eines globalen Online Regulations-Mechanismus anzugehen."

Welche Panik nicht nur in der neuen Brüsseler Sowjetunion, in den USA und ihren arabischen Monarchien die feudale und nichtsnutzige Oberschicht vor einer informierten Untertanenschar durch blühende Medienlandschaften unabhängiger Informations- und Kommunikationsportale umtreibt, zeigte die Erklärung dann am Schluss. Frei nach der abgenudelten Tour, "Wir, die Herrschenden sind die Guten und uns geht es deshalb immer schlechter seit dieses doofe Internet da ist, und die Freien sind die Bösen und denen geht es deshalb viel zu gut" erklärt uns die staatliche Propagandamaschine Chinas nun folgendes:

"Im Internet gedeihen die bösen Leute und wir, die guten Leute, müssen uns die Hände reichen und sicherstellen, dass wir vor ihnen in Führung bleiben"

Es ist ein bisschen wie in Ben Hur. Nur tragen wir keine Armbanduhren.

Teil III - DIE TRANSNATIONALE AGENDA “CYBER-SECURITY” (III): Operation Wikileaks und Beginn

(...)

Vorhergehende Artikel:
18.07.2010 DIE TRANSNATIONALE AGENDA “CYBER-SECURITY”: Science Fiction Romane und Schnapsideen
Seit Jahren versucht die Berliner Bundesregierung die Kontrolle über die Informationstechnischen Systeme und Produktionsmittel der Deutschen zu erlangen, sowie über deren Zugang zu Weltbibliothek und Weltinformationsnetz. Als vorläufigen Höhepunkt der Kampagne verlangte nun gestern der Vorsitzende des “Bundes der Kriminalbeamten” (BDK), Klaus Jansen, eine Vollmacht des Kanzleramtes zur kompletten Ausschaltung des Internets in der Berliner Republik. Ebenso forderte der Vertreter der Kriminalpolizei einen staatlichen Zugriff auf alle informationstechnischen Systeme der Bundesbürger – um diese zu “beschützen”.

16.07.2010 Internetsperren: Die Polizeibehörden BKA und BDK sind ein Haufen Lügner und Betrüger, die ihren Job nicht machen wollen
In einer unsäglichen Farce beschloß im Frühjahr 2009 die “große Koalition” von SPD, CDU und CSU das sogenannte “Zugangserschwerungsgesetz”. Es war ein Zugangskontrollgesetz, das in den Zugang von 82 Millionen zum Weltinformationsnetz hineinschüffeln und es unter Kontrolle der Obrigkeit bringen wollte. Alibi für SPD, CDU und CSU, sowie die Polizei- und Spionagebehörden der Regierung: angeblich frei im “Word Wide Web” des Internets zugängliche hochkriminelle Inhalte (“Kinderpornografie”).

12.05.2010 Wer hat Angst vorm klugen Deutschen?
Vor zwei Wochen forderte der deutsche Innenminister Thomas de Maziere (CDU), nach einem Gespräch mit den lieben Kollegen in Washington, die staatliche Kontrolle über die Vergabe von .de domains im Weltinformationsnetz Internet. Heute fielen diese aus, trotz sechsfacher Redundanz bei der denic.
Ein Dissident, der politisch dabei denkt.

04.09.2009 Wie das Weltinformationsnetz der Menschheit jede Sekunde wächst
Der Begriff “Internet” umschreibt nur unzulänglich das, was in unbeschreiblicher Geschwindigkeit diese Zivilisation verändert. Der Programmierer Gary Hayes visualisierte nun auf “Personalize Media” in einer Grafik das, was man das Gehirn, die Bibliothek, die Arena, den Seismografen, den Marktplatz, die Kunst- und Kreativplattform, die Kommunikations-, Diskussions- und Entwicklungswelt, den Gedanken-Beamer, den politischen Machtfaktor Nr.1, das Bewusstsein, Das Unregierte Land, oder ganz einfach den Treffpunkt unseres Planeten nennen könnte.

14.08.2009 Regierung weitet Propaganda gegen Weltinformationsnetz massiv aus
Die von der Bundesregierung finanzierte Seite “jugendschutz.net” warnt wieder einmal vor dem Internet. Dort gäbe es auch Rechtsextreme, die nicht zu erkennen seien, heisst es.

Quelle: http://news.xinhuanet.com/english2010/indepth/2010-09/12/c_13491225.htm

Comments are closed.