Kaukasischer Komiker und Möchtegern-Cäsar auf dem Atom-Gipfel mit nuklearer Ente

Kommentar

Der georgische Präsident Michail Saakaschwili offenbarte wieder seine - vorsichtig ausgedrückt - realitätsferne Denkweise und preschte im vorauseilendem Gehorsam mit so durchsichtigen, zum aktuellen Zeitgeist Washingtons passenden Äusserungen liebdienernd ins nächste dicke Schwindel-Fettnäpfchen

Da dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili das Hauptthema "Schmutzige Bombe" auf dem Atom-Gipfel der letzten beiden Tage in Washington nicht entgangen war, berichtete er dort am 13.April etwas, was bisher von seinem Land noch nicht offiziell begannt gegeben worden war, um auch etwas von den Streicheleinheiten des väterlichen irdischen globalen Weltenführers abzubekommen, die der Stern in seinem Artikel "Obama führt - die Welt folgt" auf so hervorragende Weise beschrieben hatte. (1)

Neidvoll musste er als williger US-Fan das "Barack Obama herzte Brasiliens Präsident Lula da Silva, Obama blieb bei Chinas Präsidenten Hu Jintao stehen, Obama nahm später Aussenminister Bernard Kouchner in den Arm und Obama hörte andächtig dem indischen Premierminister Manmohan Singh zu..." verfolgt und auch etwas Aufmerksamkeit ergattert gewollt haben.

So kam es, dass er sagte...

... da hätte doch sein Land fix mal im März eine Gruppe von irgendwelchen, hm, ja solchen Ausländern verhaftet, die in Georgien eine kleine Menge von angereichertem Uran bei sich getragen hätten, aber Details zu dem Fall wolle er noch nicht angeben.

"Wir untersuchen den Sachverhalt. Die georgische Seite hat bereits die IAEA über diese Tatsache informiert. Die beschlagnahmten radioaktiven Stoffe sind aber an einem sicheren Ort aufbewahrt. Weitere Informationen werden nach der Untersuchung zur Verfügung gestellt."

musste nach Angaben einer Zeitung in Aserbaidschan das georgische Innenministerium heute einen Tag später dazu erklären, es blieb ihm ja nichts anderes übrig. (2)

Artikel zum Thema

14.04.2010 http://www.radio-utopie.de/2010/04/14/die-schmutzige-bombe-ist-eine-erfundene-fantasie-gefahr/

In den letzten Tagen sah und las man überall Warnungen, Grafiken und wilde Szenarien: eine konventionelle Bombe, enthalten darin atomares Material oder radioaktive Stoffe, könnte durch “Terroristen” irgendwo auf der Welt zur Explosion gebracht werden. Tausende könnten sterben, die “schmutzige Bombe” läge in ihrer Wirkung irgendwo zwischen einer Atombombe und einem herkömmlichen Sprengsatz: die Welt sei wieder einmal in Gefahr. Nichts davon hat mit der Realität zu tun. Hochrangige Experten haben bereits vor Jahren diese von Behörden und Regierungen erfundene Angst-Fantasie widerlegt.

15.03.2010 Kriegspielen im Kaukasus: Georgischer Truppenaufmarsch an Grenze zu Südossetien
14.03.2010 Tod von Saakashvili und einrückende russische Panzer in Tiflis – Fernsehbericht löste Panik aus
06.01.2009 Neuestes amerikanisches Ziehkind erweist sich als brav und gehorsam

Quellen:
(1) http://www.stern.de/politik/ausland/atomgipfel-in-washington-obama-fuehrt-die-welt-folgt-1558301.html
(2) http://en.trend.az/news/politics/foreign/1669703.html

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