Hundert Millionen Dollar-Kreditkartendaten-Hacker auf Gehaltsliste des US Secret Service

Die US-amerikanische Strafverfolgungsbehörde zahlte seinem vertraulichen Informaten Albert Gonzalez 75000 Dollar pro Jahr

Der am 29. Dezember vom Bundesgericht von Boston für schuldig befundene und verurteilte TJX Hacker Albert Gonzalez, 28 Jahre alt, verdiente 75000 Dollar pro Jahr undercover vom US Secret Service für Informationen über Bankkartendiebe, bevor er im Jahr 2008 sein eigenes Multimillionen-Dollar-Card-Hacking durchführte.

Sein bester Freund Stephen Watt und mitverurteilter Komplize machte nach Angaben von CCN vom 24.März diese Aussage.

Watt bekannte sich schuldig, im vergangenen Jahr ein Sniffer-Programm entwickelt zu haben, dass Gonzalez für das Anzapfen von Millionen von Kredit- und Debit-Kartennummern vom TJX Firmennetzwerk verwendete, während er für die Regierung undercover arbeitete.

Watt sagte, dass Gonzalez in bar bezahlt wurde, was in der Regel getan wird, um jemanden mit dem Status eines vertraulichen Informanten zu schützen.

US Secret Service sagte, man würde die Zahlungen an Informanten nicht kommentieren. Gonzalez Anwalt regierte nicht auf eine Aufforderung zur Stellungnahme.

"Das ist eine erhebliche Menge an Geld, um einen Informanten zu bezahlen, aber es ist auch keine unerhörter Höhe der Entlohnung, wenn der Mann vollzeitbeschäftigt war und gute Ergebnisse lieferte. Es ist wahrscheinlich das einzige, was er tat - anders als das Eindringen in TJX und Millionen von Dollar zu machen."

hätte der ehemalige Bundesstaatsanwalt Mark Rasch geäussert. Das Offenlegen von Gonzalez' Gehalt zeige deutlich, wie verflochten er mit der Regierung in der Zeit des größten Identitätsdiebstahlsverbrechens in der Geschichte der USA war.

Rasch sagte, dass eine Reihe von Faktoren bestimmen, wieviel an Informanten gezahlt wird, z.B. ob sie sich auf technische Fertigkeiten spezialisiert oder eine Untergrundorganisation infiltriert haben, ob sie sich selbst oder Familienangehörige der Gefahr aussetzen.

Gonzalez erwartet in dieser Woche am Donnerstag und Freitag im US-Bezirksgericht in Boston die Höhe seines Strafmasses, es liegen drei Anklageschriften für nahezu jede Schlagzeile eines Bankkartendiebstahls in den letzten Jahren vor, die auf sein Konto gingen einschliesslich der Eingriffe bei TJX, Office Max, Hannaford Brothers, 7-Eleven, Dave & Buster's und Heartland Payment Systems. Insgesamt soll er rund 175 Millionen Kreditkartendaten ausgespäht und missbraucht haben.

Den Hacker erwartet voraussichtlich eine Gefängnisstrafe von 17 bis 25 Jahren.

Unter dem Spitznamen "Cumbajohnny" war Gonzalz ein Top-Administrator auf einer Website namens Shadowcrew. Die Agentur warb ihn an und brachte ihn dazu, undercover auf der Seite zu arbeiten, er erhielt die Einrichtung eines VPN zur Benutzung, um zu kommunizieren - einen vermeintlich sicheren Kommunikationskanal, der aber in Wirklichkeit durch das Büro von Secret Service's New Jersey abgehört wurde. Die verdeckte Operation, als "Operation Firewall" bekannt, führte zur Festnahme von 28 Mitgliedern der Webseite im Oktober 2004. Als die Seite nicht mehr existierte, änderte Gonzalez seinen Spitznamen zu "Segvec" und zog nach Miami, wo er wieder sein Leben mit der Kriminalität unter den Augen der Agenten weiterführte, die ihn bezahlten. Als er im Mai 2008 von den Behörden verhaftet wurde, fand man im Hinterhof seines Elternhauses eine Million Dollar in bar in einem Fass.

Frances Lago Gonzalez, die Schwester von Albert, sagte, dass durch die Verbindung als professioneller Informant des Secret Service sein kriminelles Verhalten verstärkt wurde, da er für diese Art der Beschäftigung mit dem Computer belohnt wurde.

"All das schien okay zu der Zeit, aber psychologisch war es die Fütterung einer Obsession, die am Ende dann meinem Bruder zum Verhängnis geworden wäre."

Quelle: http://edition.cnn.com/2010/TECH/ptech/03/24/secret.service.hacker/

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