Der britischen Royal Mail droht der Generalstreik

Foto: Andrew Dunn
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Grossbritanniens Briefkästen könnten bald leer bleiben

Am gestrigen Donnerstag haben sich von den mehr als achtzigtausend Gewerkschaftsmitgliedern 76 Prozent fĂĽr einen umfassenden, das ganze Land betreffenden Streik ausgesprochen.

Die staatliche britische Royal Mail Group will Modernisierungsmassnahmen durchfĂĽhren, Ende Juli berichteten wir darĂĽber.

Bis jetzt ist es immer noch nicht trotz zahlreicher lokaler Streiks zu einer Einigung gekommen. Den Beschäftigten geht es vor allem um die Sicherung ihrer Arbeitsplätze.

Der zuständige Minister Peter Mandelson sieht keinen Handlungsbedarf.

Dave Ward, der stellvertretende Vorsitzende der Kommunikationsarbeitergewerkschaft hat die Hoffnung auf eine Einigung noch nicht aufgegeben.

Zu den Änderungen gehören auch Teilprivatisierungen.

Die Royal Mail kann auf eine stolze Vergangenheit zurĂĽckblicken. Heinrich der VIII. ernannte 1516 einen „Master of the Posts“, sozusagen einen Postminister fĂĽr die adlige Korrespondenz. Im Jahr 1635 wurde dieser königliche Postdienst fĂĽr alle geöffnet, damit war die Post geboren, wie wir sie heute noch kennen.

Im Jahr 1840 gab es auch bedeutende Modernisierungsmassnahmen, die britische Postreform von Rowland Hill, die im Gegensatz zu heute sehr sinnvoll waren. Das war die EinfĂĽhrung einer einzigen GebĂĽhr innerhalb von ganz Grossbritannien, die Penny Post. Die Post wurde somit nun immer vom Absender bezahlt.

One Penny Black
One Penny Black

Sehr revolutionär war die Idee der selbstklebenden Briefmarke – der One Penny Black, um die Entrichtung der GebĂĽhr nachzuweisen.

Heutige Modernisierungen der Unternehmen bedeuten Arbeitsplätzeabbau, Privatisierungen, Verschlankung und keineswegs immer neue Innovationen.

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26.07.2009 Britische Schneckenpost: dreitägiger Streik

Quelle: http://www.20min.ch/finance/news/story/Britische-Postarbeiter-wollen-streiken-25641466