Der Tempel des Todes für die "Armee im Kampf"

„Den Toten unserer Bundeswehr – Für Frieden, Recht und Freiheit“ – nach den Orden nun auch Ehrenmal

Dieser Spruch ziert das gestern eingeweihte Ehrenmal für die gefallenen deutschen Bundeswehrsoldaten auf dem Gelände des Bundesverteidigungsministeriums, das diese armen – oft sehr jungen – Menschen in den Tod geschickt hat, ohne das irgendwer Deutschland angegriffen hätte. Ihr Tod ist sinnlos gewesen.

Der Auftrag und Alltag der Bundeswehr hat sich tiefgreifend verändert. Unsere Bundeswehr ist zu einer Armee im Einsatz geworden, zu einer Armee im Kampf.

Der Bundespräsident der Deutschen hat sich bei der Feier nach obigen markigen Worten trotz des am Freitag begangenen Massenmordes der Bundeswehr in Afghanistan zudem sehr betrübt gezeigt, dass militärische Einsätze im Ausland nicht die Würdigung der breiten Bevölkerung erfahren. Ist er denn von allen guten Geistern verlassen? Ist er ein Kriegspräsident? Seit wann soll ein Mensch für militärische todbringende Aktivitäten Verständnis aufbringen? Sind wir zivilisiert oder Barbaren?

Endlich wird sich die Öffentlichkeit der Leistungen der Bundeswehr und ihrer Opfer bewusst

sagte ein Bundeswehroffizier im Auslandseinsatz. Als ob es dazu ein Ehrenmal bedarf, die Bürger können selber denken und bewerten, was Moralisch ist und was nicht und was eine Leistung ist.

Unsere kriegsführende Regierung lässt sich ihr neues militärisches selbstbewusstes Verständnis viel kosten, vier Millionen Euro soll das Ehrenmal gekostet haben!

Es hat fünf Säulen und erinnert an eine griechische Halle.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CSU) spricht von „einem neuen Kapitel“. Gemeint ist wohl das einfachere sanktionierte Töten, siehe geänderte Taschenkarte für die deutschen Soldaten.

Hinter jedem Namen verbirgt sich ein persönliches Schicksal. Wir nennen ihre Namen und zeigen damit, dass wir sie nicht vergessen wollen.

sagte Jung wie das bisher jeder Denkmaleinweiher bei der gleichen Gelegenheit mit den selben verlogenen Reden getan hat.

CDU-Wehrexperte Bernd Siebert meinte

Es wurde höchste Zeit für dieses sichtbare Symbol des Erinnerns. Mit dem zentralen Ehrenmal der Bundeswehr erhalten endlich alle Bundeswehrangehörigen und ihre Familien einen würdigen Ort des Gedenkens.

Die Hinterbliebenen werden mit diesem Ehrenmal-Trost für den Verlust ihres geliebten Kindes oder Partners wohl kaum eine Linderung des Schmerzes erfahren, den kann nur die Zeit bringen und für eine Mutter bestimmt niemals. Was für verlogene, heuchlerische Worte, während in den Planungsstäben schon die nächsten Einsätze operativ vorbereitet werden! Einkalkulierte Tote inklusive.

Gerechte Kriege werden die Kriege immer genannt – von der jeweiligen kriegsführenden und der anderen sich erwehrenden Partei. Jede Seite wähnt sich logischerweise im Recht – und hat ihre Art der Totenverehrung und Gedenken.

Die Soldaten werden für die Interessen ihrer Anführer in das Gemetzel geschickt. So war es zu Anbeginn der Zeiten, als der Mensch zum sozialen Wesen wurde und seiner Gruppe gegen die Anderen, Fremden Freiraum zum Überleben verschaffte. Erst für die eigene Sippe, für den Clan, später für den Stadtstadt, das Land.

Ursachen für kriegerische Auseinandersetzungen waren zum Teil die Grossmannsssucht soziopathischer Führungsschichten, besser als der Nachbar aufgestellt zu sein – territorialer und materieller Besitz.

Die meisten Kriege wurden aus ökonomischen Gründen geführt, entweder weil das eigene Land nicht mehr genug für die wachsende Bevölkerung abwarf oder sich durch klimatische Veränderungen die Lebensbedingungen verschlechterten.

Frage: Warum befindet sich Deutschland weltweit mit Truppen im Krieg und tötet andere Menschen? Wegen der Gerechtigkeit? Welcher und für wen?

Vom deutschen Volk hat diese Bundesregierung nicht das Mandat zum Kriegsführen bekommen. Die dafür verantwortlichen Bundestagsabgeordneten und Staatsbeamte müssen zur Verantwortung gezogen werden!

Die Menschen weltweit wünschen sich nichts Sehnlicheres als Frieden. Es ist nicht ihr Krieg und wird es nie sein.

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Quelle: http://www.welt.de/politik/article4490487/Umstrittenes-Ehrenmal-der-Bundeswehr-eingeweiht.html