Polen verlangt von NATO und EU Krieg gegen Russland
NATO-Kriegsschiffe vor Georgiens KĂŒste / Russland dementiert Luftangriff auf zivile Wohngebiete von Gori
Warschau: Mit „allen zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln“ („all available methods“) sollten NATO und EU die Initiative gegen Russland ergreifen und gegen dessen „imperialistische und revisionistische Politik in Osteuropa zurĂŒckschlagen“.
Diese wahnwitzige ErklĂ€rung des heutigen Tages kam nicht etwa von bedeutungslosen VerrĂŒckten. Sie kam von den PrĂ€sidenten Polens, Litauens, Estlands und Lettlands.
Der polnische PrĂ€sident Lech Kaczynski setzte noch einen drauf. Er bezeichnete den russischen MilitĂ€reinsatz in SĂŒdossetien als „Intervention“, „unvereinbar mit dem Völkerrecht“ und einen „Akt der Aggression“. Abchasien und SĂŒdossetien seien Teile der Republik Georgien, behauptete Kaczynski, und nichts könne „diesen Zustand Ă€ndern“.
Er nannte Georgien, dass Donnerstag Nacht nach der heimtĂŒckischen VerkĂŒndung eines Waffenstillstands den Kleinstaat SĂŒdossetien ĂŒberfallen hatte, einen „strategischen Partner“ Polens.
DemgegenĂŒber gab der russische AuĂenminister Sergej Lawrow dem Westen eine Mitschuld an dem georgischen Ăberfall und dem daraus resultierenden Krieg. Er sprach von dem Versuch der ethnischen SĂ€uberung durch das georgische Regime von Michail Saakaschwili, welcher wegen seiner Ausbildung in den USA mit den Propagandamethoden des Westens nur allzu gut vertraut sei. Ohne die Namen zu nennen, warf er „dem Westen“ vor, die Militarisierung der frĂŒheren Sowjetrepublik mit Waffen und Ausbildern betrieben zu haben.
Gestern war öffentlich geworden, dass Israel mit bis zu 1000 Ausbildern und MilitĂ€rberatern die georgischen StreitkrĂ€fte nicht nur in Kriegstaktiken und -fĂŒhrung ausgebildet hatten sondern laut isralischen Quellen die Truppen Georgiens beim Ăberfall auf SĂŒdossetien aktiv unterstĂŒtzt hatten.
Ebenfalls war bekannt geworden, dass 1200 US-Soldaten bis kurz vor der MilitÀroffensive der Georgier gemeinsame MilitÀrmanöver im Land abgehalten hatten.
Georgische StreitkrĂ€fte hatten in der Nacht zum Freitag eine Grossoffensive gegen das seit 1990 unabhĂ€ngige SĂŒdossetien gestartet und dabei auch russische Friedenstruppen angegriffen und drei von ihnen getötet.
Russland hatte daraufhin KampfverbĂ€nde nach SĂŒdossetien geschickt und laut Pressemeldungen georgische MilitĂ€rstĂŒtzpunkte sowie den Ălhafen in Poti bombardiert.
Aus der weitab von der Frontlinie gelegenen georgischen Stadt Gori gibt es Berichte – darunter auch Fernsehaufnahmen der BBC und der 20.00 Uhr Tagesschau – welche die direkte und gezielte Bombardierung ziviler Wohnorte durch einen Kampfjet zeigen. Es gab Dutzende Tote.
Neben der militĂ€rischen Sinnlosigkeit dieser Aktion vor den Kamerateams mehrerer anwesender westlicher Sender macht diese Operation noch mysteriöser, dass das russische MilitĂ€r diesen Angriff laut einem Filmbericht auf „tagesschau.de“ dementierte.
Laut Pressemeldungen kreuzen Kriegsschiffe des NATO-Mitgliedes TĂŒrkei vor der KĂŒste Georgiens nahe der Hafenstadt Batumi, in der der eine Ălpipeline aus Baku endet.
SĂDOSSETIEN
Der Kleinstaat SĂŒdossetien hatte sich bereits 1990 im Zuge des Zerfalls der Zentralregierung in Moskau den Status einer eigenstĂ€ndigen Sowjetrepublik gegeben. Als die Sowjetunion zerfiel hatte Georgien BesitzansprĂŒche auf den nun unabhĂ€ngigen Kleinstaat angemeldet, der in der gesamten georgischen Geschichte nur drei Jahre, von 1918 bis 1921, in Georgiens Besitz war.
POLEN VERLANGT EU-SONDERSITZUNG
Derweil verlangt die polnische Regierung eine Sondersitzung der „EuropĂ€ischen Union“.
„Ich habe die französische EU-PrĂ€sidentschaft gebeten dringend ein Treffen des EuropĂ€ischen Rates auf der Ebene der Regierungschefs einzuberufen“, so der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski zur polnischen Nachrichtenagentur PAP.
(…)
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07.08.2007 Das Imperium erhöht die weltweite Spannung I – Georgien
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