Ölgeschäfte im Terrorkrieg

In bemerkenswerter Weise haben sich Interessengruppen aus den USA und Iran auf ein gemeinsames Ausbeuten des Schlachtfeldes Irak geeinigt.

Hamburg: "Focus"-Autor Salam Dschihad, welch passender Name, berichtet heute im deutschen Faktenblatt der nachrichtlich-dienstpflichtigen Superbranche, dass 5 Jahre US-Invasion im Irak in Wirklichkeit der Errichtung einer barbarischen Theokratur zur Unterdrückung der Menschenrechte gedient haben.
Nun, ganz so schreibt er es nicht. Vielmehr heisst es, nach 5 Jahren US-Besatzung würde in Wirklichkeit der Iran im südirakischen Basra herrschen und dort mit seinem "schiitischen Taliban-Regime" täglich systematisch berufstätige Frauen ermorden, zu Tode foltern und aus dem Strassenbild verschwinden lassen.

Dabei handelt es sich um die in der Küstenstadt herrschenden Milizen, Todesschwadronen und pseudo-religiösen Clans um Gruppen, welche die Besatzungsmächte selbst aufgebaut, toleriert oder mit denen sie sich arrangiert haben.

DER "KRIEG GEGEN DEN TERROR": EIN TERRORKRIEG GEGEN DEN FRIEDEN

Die systematische Verrohung, die Barbarisierung der Iraker durch alltägliche brutale Bombardements, Raketenangriffe und Granateneinschläge in Menschenansammlungen, die dann für die seit Menschheitsgedenken dreckigste Lügnerbande der Geschichte - die "Medien" - in einem "glänzenden, sogar geistreichen, äußerst erfolgreichen Hypnoseakt" (Nobelpreisträger Harold Pinter, ein echter Brite) zu Selbstmorden der Ermordeten umgelogen wurden, die geplante, organisierte Zerschlagung eines Staates mit dem Ziel genau das zu tun was man angeblich verhindern wollte, das Freie-Hand-Lassen für die irrsinnigsten Mördertruppen aus "verbündeten" Staaten der Region (ich sag jetzt nicht, dass ich Israel meine), die Unterstützung von pseudo-religiösen, kranken Wahnsinnigen verschiedenster Richtung unter einem evangelikalen, ohne Vor- und Wahrsager hilflosen Voll-Legastheniker im Weissen Haus der zwecks dieses Krieges die Weltöffentlichkeit bewusst und vorsätzlich belog, die Zerstückelung des Staates Irak und einer ganzen Region, dieser ganze Mord an 1 Million Menschen durch den sogenannten Westen seit 2003 haben diejenigen zu verantworten, die für seinen Beginn votiert und diesen unterstützt haben.

Sie sind noch heute dafür verantwortlich. Und sie sind eine Schande, eine Schande für die Menschheit.

Das die US-Strategie darauf hinaus lief, nicht Frieden sondern noch mehr Krieg zu erzeugen hätte jedem offenbar werden müssen der das Ergebnis seit 2003 mitverfolgte: keinen Frieden, sondern noch mehr Krieg.

DAS IRANISCHE REGIME: NICHT EINEN DEUT BESSER ALS DIE BESATZER IM IRAK

Teil der Strategie der US-Militärs ist es, um jeden Preis die Nachbarn des Irak, sowie soviele Verbündete wie möglich in diesen Krieg hineinzuziehen, damit er endlich, endlich richtig ins Rollen kommt. Was wir hier - trotz einer Million Tote - bisher erlebt haben ist nur der Auftakt.

Unter der Hand ist es den US-Militärs mehr als Recht, dass der Iran Einfluss in mehrheitlich von schiitischen Irakern bewohnten Gebieten im Irak ausübt, was er ohne Zweifel tut. Die im Iran herrschende Oberschicht, die fast ausschliesslich von Persern gestellt wird obwohl diese nur 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen, ist aus Dummheit, grenzenloser Gier und massloser Selbstüberschätzung in die von den US-Militärs aufgestellte Falle gegangen.
Anstatt sich aus diesem blutigen Besatzungskrieg heraus zu halten, hat sie nach den irakischen Erdölgebieten geschielt und mit den angeblichen Todfeinden einen Deal nach dem anderen gemacht.

DU SOLLST KEIN ANDERES ÖL NEBEN MIR HABEN

Vor kurzem besucht der von den USA eingesetzte irakische "Ministerpräsident" Nouri al-Maliki selbst den Iran. U.a. ging es um die sogenannte "Basra-Abadan"-Ölpipeline.
Sie führt von den Ölfelder um die zweitgrösste Stadt des Irak über die Grenze zum Hafen Abadan im Iran.
Bereits im August letzten Jahres hiess es, die Gespräche seien in der Endphase, der Bau werde über ein Jahr dauern.

Iranische Ölkonzerne ("Iranian oil enterprises") investieren, sie "investieren" auf dem Territorium des Kriegsgebietes, welches einmal der diktatorisch beherrschte Staat Irak war und jetzt nur noch ein Schlachtfeld ist. Ausserdem werden "gemeinsam" Kraftwerke und Stromnetze gebaut. Die Regierung in Teheran sagt, sie sei interessiert.

DER "RÜCKZUG" DER BRITISCHEN TRUPPEN: EINE ÜBERGABE AN TODESSCHWADRONEN

Am 14.Dezember 2007 schrieb "Die Presse":

"Am Sonntag übergibt die britische Armee endgültig die Provinz Basra an irakische Sicherheitskräfte. Die Gewalt dort ist zuletzt stark gestiegen – besonders gegen Frauen. Die britische Hinterlassenschaft ist alles andere als glorreich. Die größte Stadt im Süden des Irak scheint fest in den Händen rivalisierender schiitischer Milizen und krimineller Banden zu sein, die unter dem Deckmantel der Religion operieren."

Grossbritanniens Premierminister Gordon Brown, dazu auserkoren als britisches SPD-Pendant nach Tony Blair die Labour-Party bei vollem Bewusstsein unter beschwichtigen Worten Stück für Stück zu amputieren, reiste extra noch nach Basra um anschliessend zu erklären:
„Wir haben es geschafft, den Irak in eine wesentlich bessere Position zu hieven“.
Welche Position er da meinte, und wofür genau, das erschliesst sich wenn man weiss dass bereits zu diesem Zeitpunkt der Machtübergabe an die Milizen diese den Hafen von Basra und damit die lukrativen Ölgeschäfte kontrollierten. Zitat:

"Eine andere Episode zeigt, wer in Basra das Sagen hat. Armeekommandeur Mohan hat kürzlich einen bestimmten Autotyp in Basra verboten. Die Mahdi-Armee, die den Hafen kontrolliert, verdient nämlich kräftig am Schmuggel dieser Fahrzeuge. Daraufhin begann die Armee, an einem Checkpoint die ersten Autos einzuziehen. Es verging keine halbe Stunde, da hatte die Mahdi-Miliz 55 Soldaten „festgenommen“ – als Pfand für die Rückgabe der Autos."

Diese "Mahdi-Armee" ist nach umfangreichen Recherchen der BBC, veröffentlicht in der Dokumentation "The Death Squads", durch die westlichen Besatzungsmächte selbst aufgebaut worden.

Die obenstehenden Fotos zeigen jeweils die Präsidenten der USA und des Iran mit dem Führer der SCIRI ("Supreme Council of the Islamic Revolution in Iraq", auch SIIC), Sayyed Abdul Aziz al-Hakim. Er übernahm im Dezember 2003 die Führung der mächtigen "Schiitenpartei", nachdem sein Bruder Sayed Mohammed Baqir al-Hakim am 29.August 2003 bei einem Angriff auf die heilige Imam Ali-Moschee zusammen mit 82 weiteren Personen um´s Leben kam. Vorher war der langjährige Feind des US-gestützten Saddam-Regimes jahrzehntelang im iranischen Exil. Mohammed Baqir al-Hakim hatte als gemässigt gegolten.

Die SCIRI (SIIC) beherrscht Basra seit Jahren, eng verflochten mit den Milizen und Verbrecherbanden welche die Strassen des alltäglichen Kriegsgebietes der Küstenstadt kontrollieren.

Frauen ohne Kopftuch waren in Basra bereits letztes Jahr von Enthauptung bedroht, wenn sie sich auf den Strassen Basras sehen liessen. Gleichzeitig brüstete man sich in Grossbritannien, genau diese fanatischen "Islamisten" mit der eigenen "Anti-Terror"-Einheit "Joint Support Group" (JSG) unterwandert zu haben, die sich aus Elite-Soldaten aller Waffengattungen zusammensetzte und, so wörtlich, traniert war aus den "härtesten Terroristen Koalitionsspione zu machen".
("turn hardened terrorists into coalition spies"). Geprobt hatten die Militäragenten dafür bereits im Bürgerkrieg auf eigenem Territorium, in Nordirland.

Dabei gab es bereits 2005 sogar in Deutschland Presseberichte, wonach das Pentagon unter Rumsfeld die Bürgerkriegsvariante über gesteuerte Todesschwadronen bewusst als Kriegstaktik einführte, nachdem der herkömmliche Besatzungskrieg zur Unterdrückung der Bevökkerung gescheitert war.

Dabei trainierten israelische Militäragenten und Ausbilder bereits 2003 US-Todesschwadronen im Irak. Das gaben die US-Militärs damals öffentlich zu.
Der Verbündete in Saudi-Arabien finanzierte derweil "sunnitische" Milizen im Irak, deren bezahlte Söldner ihrerseits ohne Hemmungen morden konnten. ("members of the Saudi royal family are said to have been supporting the Sunni insurgency, providing them with financial support, fighters, and ammunition. These insurgents have then used those guns and munitions to fight the Shiites")

Der Zweck war simpel und einfach: bevor die Iraker loszogen und sich gegen die Besatzer wehrten, sollten sie sich lieber alle gegenseitig umbringen.
Lieber mit ein paar Tausend Dollar bettelarme Iraker anheuern, ihnen ein paar blöde Geschichten über den eigenen, geheimnisvollen Hintergrund erzählen und anschliessend darüber kaputtlachen dass die darauf reinfallen und sich gegenseitig ermorden als ständig steigende Opferzahlen und Kosten auf der eigenen Seite zu haben.
Ein einleuchtend nützlicher Effekt, jedenfalls aus Sicht der Besatzungsmächte.

Begreifen muss man ihn natürlich erst mal.
Und das ist für Menschen insgesamt ein grosses Problem geworden, irgendetwas zu begreifen. Liegt´s am Grundwasser? An den Chemtrails? An Handy-Strahlung, der Werbebotschaftsberieselung oder der SPD, man weiss es nicht..

DIE DREI PRINZIPIEN DER MACHTPOLITIK: HEUCHELEI, MEHR HEUCHELEI, ABSOLUTE HEUCHELEI

Man muss es verstehen, um es zu verstehen. Dazu muss man es erst langsam überdenken und dann die Konsequenzen ziehen.

Ölkonzerne des Iran verdienen an irakischen Ölquellen. Todesschwadronen der Besatzungsmächte beherrschen die Strassen.
Aus der vom US-Erzfeind besetzten Zone des ehemaligen Staates Irak wird seit einem Jahr eine Pipeline in das angebliche Mutterschiff vom "schiitischen Taliban-Regime" in der eigenen Besatzungszone gebaut.
Dann wird unter der Verantwortung des "Erzsatan" USA aus der eigenen Besatzungszone an den "Terrorstaat" Iran munter Öl geliefert und/oder an die Weltmarktplätze zwecks Weiterverkauf verschifft.

Und vor der 6 Milliarden Hammelherde wird derweil die Kriegstrommel bebollert. Hintenrum macht man dicke Geschäfte.

Das ist Machtpolitik. Nichts anderes.

(...)

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