Shaul Mofaz will mit leeren Drohungen gegen Iran Premierminister anstelle Olmerts werden
„Israels Vize“ ist Transportminister und ein Dummschwätzer
Es ist wieder mal das gleiche erbärmliche Schmierentheater. Während sie in der deutschen Presse bei jeder sinnfreien Äusserung aus Israels kaputter Regierung alle gleich auf die Knie fallen und beten, spielt sich in der dortigen parlamentarischen Demokratie ein ganz normaler Machtkampf unter nichtsnutzigen Schurken ab.
ACHTUNG, TIEFFLIEGER MOFAZ..
Shaul Mofaz war einst Generalstabschef unter Benjamin Netanjahu, Ehud Barak und Ariel Sharon. Der machte ihn 2002 dann zum Verteidigungsminister.
Im Januar 2006 befiel Premierminister Sharon, von vielen Deppen als prophezeiter dicker „Löwen“ von Armageddon betrachtet, auf einmal eine bis heute andauernde Amtsunfähigkeit.
Nach der Machtübernahme der nie geplanten Notlösung Olmert im März 2006 wurde Mofaz vom Verteidigungsminister zum Transportminister degradiert. Während des Libanonkrieges im Sommer fiel er daher mit allerlei guten Tips auf, obwohl er ihn vorher zusammen mit Olmert und den israelischen Generälen schon während seiner Amtszeit geplant hatte.
Desweiteren waren vor dem Libanonkrieg die US-Regierung von George Bush, der französische Präsident Jacques Chirac, die Regierung Tony Blair, sowie die Siniora-Regierung in Beirut von dem geplanten Feldzug gegen die Hisbollah informiert worden.
Nach dem Libanonkrieg gegen die Hisz-Allah (Hisbollah), den die schiitische Oppositionspartei mit ihren Milizen für sich entschied, herrschte gerade in den israelischen Streitkräften grosse Wut, die schliesslich zum Rücktritt von Generalstabschef Dan Halutz am 17.Januar 2007 und Verteidigungsminister Amir Peretz am 12. Juni 2007 führten.
Soldaten warfen ihrer Führung schon im August 2006 vor sie in einem sinnlosen Debakel als „Zielscheiben“ benutzt zu haben. Ein Offizier brachte es auf den Punkt.
„Ich bin in der Armee und Reservist seit 26 Jahren und was ich hier geschehen ist, war nicht bloss ein Fiasko sondern eine komplette Katastrophe. Wir fühlten uns wie Zinnsoldaten in einem Spiel von Olmert und Peretz´ Helfern und Hintermännern.“
Im Windschatten dieser Entwicklung meldete sich immer wieder der ins Transportministerium abgeschobene Mofaz zu Wort und meckerte sich gegen Olmert stark. Der wiederum bedankte sich indem er Mofaz gleich die Verantwortung für den ganzen gescheiterten Krieg zuschob, obwohl dieser zu diesem Zeitpunkt schon im Transportministerium sass.
Inwischen glaubt Transportminister Mofaz ernsthaft, der sehr umtriebigen Aussenministerin Zipi Livni den Posten der Ministerpräsidentin streitig zu machen. Höhepunkt der katastrophalen Kombination aus deutscher Medienkriecherei und typisch israelischer Machtpolitik ohne Skrupel: hier wird nicht nur das Geschwafel von Mofaz ernst genommen, sondern auch noch allen Ernstes berichtet Olmert würde dessen Ambitionen gegen Livni unterstützen, während der sich sogar geweigert hat Mofaz beim Vorwahlkampf um den Vorsitz der Kadima-Partei zu helfen und jede Zusammenarbeit ablehnt.
Warum dann so ein Scheiss hier in den deutschen Medien steht, Jehovah weiss es.
Wenn heute der Transportminister der Atommacht Israel, Shaul Mofaz, öffentlich in der Presse sagt, ein Angriff auf den Iran sei unvermeidbar, dann ist das ungefähr so zu werten als wenn sich bei „Ich bin prominent: hau mir eine rein“ jemand eine Zielscheibe auf die Nase malt und brüllt „MACH DOCH, MACH DOCH!!“.
Tja, und deshalb machen wir das dann auch. Und weil wir das machen, ist das vernünftig, Genossinnen und Genossen.
DIE ALTE LEIER MIT DEM IRANKRIEG
Seit Jahren fordert Israel, bzw die politische und religiös-orthodoxe rechte Kaste, einen atomaren Angriff auf den Iran.
Dabei ist man in der Atommacht keineswegs bereit, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln selbst die Perser in die Steinzeit zurückzubomben und Tausende, oder gar Millionen Menschen umzubringen.
Man will gefälligst, dass das die eigenen Höflinge in Europa und den USA besorgen, damit die dann die nächsten 100 Jahre den Ärger am Hals haben. Diese hintervotzige Tour zieht sich durch die gesamte Aussenpolitik der Israelis in den letzten 10 Jahren. Während man selbst über eigene korrupte Spione im US-Militärapparat Atommaterial aufkauft und dann munter auf dem florierenden weltweiten Schwarzmarkt für Atomtechnologie weiterverkauft – was dann letztlich auch im Iran und Pakistan landet – versucht man mit der Panik vor einem Atomkrieg in der westlichen Öffentlichkeit vom eigenen, desaströsen gesellschaftlichen Niedergang abzulenken und dabei möglichst viele Schwachköpfe ins sinkende Schiff zu zerren. Allen voran die Bundesrepublik.
Dabei nervt jeden in Israel diese typisch deutsche Unterwürfigkeit, diese Untertreiberei, dieses Geschäme und Kopfgewackel. Gleichzeitig wird wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass deutsche Soldaten für jedes Debakel was israelisches Militär und Establishment irgendwo anrichten in die Lücke springen sollen, demnächst auf dem Golan. Dieses elende Rangewuppe und Rangeschleime der Olmert-Regierung, dieses Anatmen und Freundlichtun auch von von Seiten der NATO, aus Washington, aus Paris, aus London, dieses ganze „Lasst uns mit unseren Besatzungskriegen doch nicht alleine rumsitzen, ihr hattet doch bloss 2 Weltkriege in den letzten 100 Jahren“, es ist dermassen abstossend und ekelerregend dass man es nicht mehr in Wort fassen kann.
Gestern kam es in der Basis der israelischen Kfir-Kampfbrigade zu einer, nun ja, „Meuterei“.
15 hochtranierte Spezialisten hatten von den Schikanen ihrer selbstgefälligen Offziersadligen die Schnauze voll und wollten über die Feiertage nach Hause.
Es sagt viel über den Zustand einer Streitmacht aus, wenn selbst hochmotivierte Spezialisten und überzeugte Staatsbürger in Uniform gegen die eigenen Vorgesetzten rebellieren.
Das politische Establishment in Jerusalem sollte lieber ganz, ganz vorsichtig sein und eine kleine Welle vor sich herschieben. Sonst wird es von der eigenen Bevölkerung abserviert, die genauso wenig einen neuen Krieg gebrauchen kann wie jede andere Bevölkerung irgendwo anders auch.
Allen Anderen sei wieder einmal erklärt:
KEINE PANIK.
(…)
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