US-Kampfjets werfen Bomben auf Great Barrier Reef

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U.S.-amerikanisch-australisches Kriegsmanöver „TALISMAN SABER“ zu „Katastrophenhilfe und humanitären Hilfsaktionen“ ist schon jetzt eine einzige Katastrophe.

Die Regierung der U.S.A. betonen unermüdlich ihren Erhalt und Ausbau der Vormachtsstellung im asiatisch-pazifischen Raum. Um ihre Interessen dort zu wahren sorgt wie stets ausser den Bankenkartellen auch das Militär, das nichts kann ausser die Umwelt und Leben zu zerstören.

So wurde die alle zwei Jahre stattfindende diesjährige militärische ManöverĂĽbung „TALISMAN SABER 2013“ mit den Streitkräften Australiens noch einmal gehörig ĂĽber alle MaĂźen aufgebläht. Von den bejammerten auferlegten Sparmassnahmen des Pentagons (Budget sequestration in 2013) ist hier keine Spur zu sehen – im Gegenteil, das Geld wird verpulvert was das Zeug hält.

Vom 15.Juli bis 5.August 2013 toben sich die Militärs im wahrsten Sinne des Wortes völlig sinnentleert ausgerechnet in einem der schönsten Flecken dieses Planeten bei Queensland an der Küste von Townsville bis nach Amberley unter dem Oberkommando der 7. US-Flotte gehörig aus. Auf der Website des australischen Verteidigungsministeriums ist das komplette Programm der Übungen sowie auf Seven News mit fast 300000 Soldaten und teilnehmenden Einheiten veröffentlicht. Der Facebook-Auftritt der 7. Flotte und von dem Manöver strotzt nur so vor Stolz mit Fotos und kurzen Erläuterungen über das Manöver.

Im Rahmen der zu ĂĽbenden „humanitären Hilfsaktionen“ (einschlieslich der Rettung von BootflĂĽchtlingen) hatten zwei AV-8B Harrier-Jets der U.S.-Luftwaffe den Auftrag, ihre Bombenfracht ĂĽber Townshend Island zu entleeren. Während des Fluges erhielten die Piloten die Mitteilung, dass der Zielbereich nicht feststehe, so dass diese wieder umkehrten. Da der Treibstoff an Bord fĂĽr die RĂĽckkehr zum Flugzeugträger „USS Bonhomme Richard“ mit der „Nutzlast“ nicht mehr ausreichte und mit der Last keine Landung möglich war, entschied sich die Armee dazu, anstatt die Flugzeuge im Wert von 35 Millionen Dollar pro StĂĽck die mitgefĂĽhrten Bomben im Meer zu versenken.

Vier Bomben mit einem Gewicht von jeweils ca. 500 Pfund wurden rund 16 nautische Meilen sĂĽdlich von Bell Cay ĂĽber dem hochsensiblen und stark gefährdeten Grossen Barriere-Riff in einen „60 Meter tiefen Kanal“ abgeworfen.

Great Barriere Riff
(Foto: Aufnahme von der Internationalen Raumstation ISS / NASA, Lizenz public domain)

Ein Sprecher der australischen Streitkräfte erklärte, dass die Bomben ein „minimales Risiko oder Gefahr fĂĽr die Ă–ffentlichkeit, die Meeresumwelt sowie die zivile Schifffahrt bei der Durchfahrt durch das Riff waren und fĂĽgte hinzu, dass Australien den Vorfall mit der U.S.A. untersucht. Es sei unwahrscheinlich, dass die Bomben vom Typ BDU 45 (Trainingsbomben) und High Explosive GBU 12 (lasergelenkte Bomben) explodieren. Die BDUs waren inaktiv und die GBUs „unbewaffnet“, hiess es.

Die Sicherheit des Personals und der Umwelt haben unsere höchste Priorität, erklärte Kommandeur William Marks von der 7. Flotte der U.S. Navy.

Quelle: http://www.news.com.au/national-news/us-marine-harrier-jets-forced-to-drop-unarmed-bombs-on-heritagelisted-great-barrier-reef/story-fncynjr2-1226682400617