Blockupy Frankfurt: das Volk tappt in Falle der Strategie der Spannung!
Geplante Eskalation – jedoch nicht von der Protestbewegung – ausgerechnet am heutigen Mittwoch genehmigt sich die Regierung satte Gehaltserhöhungen
Seit Tagen wird von behördlicher Seite vor dem Ausnahmezustand in den kommenden Tagen in der Banken-Main-Metropole gewarnt. GeschĂ€fte, Banken werden geschlossen, das Gebiet abriegelt, hochrangige Treffen verlegt. Massnahmen, die fĂŒr eine Massendemonstration unverhĂ€ltnismĂ€ssig sind.
Nun hat das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe am Nachmittag die Beschwerden von der Partei Die Linke und dem Blockupy-BĂŒndnis zurĂŒckgewiesen und die vom hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) ausgesprochenen Versammlungsverbote bis auf den Protestzug am Samstag bestĂ€tigt.
Die dabei gefahrene Strategie der verantwortlichen Politiker und Sicherheitsbehörden geht auf. Zu Recht rechnen sie damit, dass gerade durch diese Verbote noch mehr Menschen zum Kommen und Bleiben mobilisiert werden.
Sie spielen das Gute im Menschen – die Aufrichtigkeit, Standhaftigkeit, das Einsetzen fĂŒr die Gerechtigkeit – fĂŒr ihre Zwecke aus.
WĂ€ren alle Veranstaltungen genehmigt worden, wĂ€ren Tausende gekommen, eine bunte Vielfalt mit Musik und Reden auf den BĂŒhnen.
Nun werden erst recht noch mehr Menschen kommen, die zurĂŒckgedrĂ€ngt werden. Es folgt der einfachen Logik, dass es dadurch zu WiderstĂ€nden und Szenen kommen wird, die von den Organisatoren von Blockupy Frankfurt unter keinen UmstĂ€nden gewollt sind aber diese Reibereien nicht verhindern können.
Mit der Entscheidung, auf diese Weise die Proteste zu unterbinden, wurde ganz bewusst auf Eskalation gesetzt, der auch nachgeholfen werden kann, wenn es nicht genĂŒgend GrĂŒnde zum gewaltsamen Einschreiten gibt.
Was sind das fĂŒr „Erkenntnisse“, die hier von der Polizei behauptet werden, die sogar zur unverhĂ€ltnismĂ€ssigen Schliessung aller GebĂ€ude der UniversitĂ€t Frankfurt von Mittwochabend bis Sonntag fĂŒhrten?
Pressesprecher der UniversitÀt im Spiegel:
„Die Polizei hat uns Erkenntnisse prĂ€sentiert, die eine SchlieĂung nahe gelegt haben. Leider ist es anders nicht möglich, ihren Schutz zu gewĂ€hrleisten, nachdem gewaltsame Ausschreitungen im Stadtgebiet nicht auszuschlieĂen sind.“
Alle BĂŒrger, die nach Frankfurt gereist sind mĂŒssen besonnen handeln und Provokateuren entgegentreten um ein blutiges Zuschlagen der Sicherheitsbehörden zu verhindern.
Denn das scheint tatsĂ€chlich einkalkuliert zu sein, um es auf eine lang ersehnte Machtprobe ankommen zu lassen und alle Bankenkritiker als Chaoten zu diskreditieren. So sind auch fĂŒr Holger Bellino (CDU) die Menschen Extremisten: „Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die soziale Marktwirtschaft, die unserem Land Wohlstand gebracht hat, mĂŒssen vor Extremisten geschĂŒtzt werden.“
Wer dem Bankenfeldzug zum Ausrauben der Bevölkerung entgegentritt im Sinne StĂ©phane Hessels und sich empört, ist logischerweise fĂŒr diese Finanz- und Politmafia ein die Gefilde störender Extremist.
FĂŒr Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) ist jeder ein StraftĂ€ter, der an einer verbotenen Versammlung teilnimmt. Zu DDR-Zeiten galt es schon als Versammlung, wenn sich drei Personen zu falscher Zeit am falschen Ort auf der öffentlichen Strasse trafen. Bei dreissig- bis hunderttausend zu erwartenden Menschen dĂŒrften die Frankfurter Polizisten ein echtes Problem mit der Erfassung der Widerspenstigen bekommen und den Hasen bei Igels spielen.
Auf Twitter die Mahnung an alle Teilnehmer:
Blockupy-Motto: #KeineGewalt !!
Um den Zorn der Bevölkerung anzustacheln, wurde durch die Bild bekanntgeben, dass sich „Kanzlerin, Bundesminister und Parlamentarische StaatssekretĂ€re in drei Schritten bis August 2013 insgesamt eine Gehaltsanhebung von 5,7 Prozent“ genehmigt haben. Was fĂŒr ein Zufall!
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