« | Home | »

Wahl im EZB-Direktorium: Das letzte Tabu Westdeutschlands und des Euro-Kapitalismus ist gefallen

Ein kurzer Kommentar zur Wahl des Belgiers Peter Praet zum neuen Ökonomen des Frankfurter Währungsdiktators.

Von Daniel Neun | 3.Januar 2012

Ein kurzer Kommentar zur Wahl des Belgiers Peter Praet zum neuen Ökonomen des Frankfurter Währungsdiktators. 

Das Direktorium der “Europäischen Zentralbank” EZB, unser aller Währungsdiktator in Frankfurt, hat heute nicht etwa Schäubles und Steinbrücks und alten Staatssekretär Jörg Asmussen (SPD) als neuen Ökonomen (“Chefvolkswirt”, “Chefökonom”) der EZB gewählt, auch nicht Benoît Coeure – sondern den Belgier Peter Praet.

Rechnet man jetzt dieses Ergebnis in Fussball um, dann heisst es 2:1 für die französische Linie, also weiteres massives Gelddrucken für die Banken und EVENTUELL auch so ein kleines bisschen Staatsfinanzierung.

Kurze Erläuterung: mit diesem Schritt fällt das letzte Tabu Westdeutschlands und des Euro-Kapitalismus. Für uns und alle normalen Menschen im Währungsbereich ist dieses Ergebnis der Wahlen im EZB-Direktorium ein immerhin kleiner Glücksfall.

(…)

Artikel zum Thema:
29.11.2011 Kampfabstimmung im EZB-Direktorium um Posten des Chefvolkswirts?
Tauziehen um den Euro-Diktator

Empfehlt diesen Artikel:
  • Twitter
  • Google Bookmarks
  • Google Buzz
  • del.icio.us
  • Digg
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • LinkArena
  • Blogosphere
  • Add to favorites
  • LinkedIn
  • FriendFeed
  • MySpace
  • RSS
  • PDF
  • Print

Topics: Aktuelle Nachrichten, Kapital, Kommentar | 1 Kommentar »

* * */

Ein Kommentar to “Wahl im EZB-Direktorium: Das letzte Tabu Westdeutschlands und des Euro-Kapitalismus ist gefallen”

  1. Volksverdummung meint:
    4.Januar 2012 at 07:15

    .
    Wieder einmal interessant zu beobachten, dass die Wahl des Chefvolkswirts der ECB (EZB) -bisher!- keine SCHLAGZEILEN gemacht hat (löbliche Ausnahme: “radio-utopie”…).

    Asmussen bleibt der ECB “erhalten”…; zuständig für die “ständige Repräsentanz der ECB” in Washington D. C. und, soweit ich das richtig verstanden habe, für die zukünftigen ECB-(Bau-)Projekte in Frankfurt a. Main.

    Asmussens Karriere erleidet damit einen Rückschlag, allerdings ohne dass dadurch bereits etwas für die breite Masse der Bevölkerung gewonnen wäre.

    Im Prinzip inflationiert die ECB derzeit die “Schulden”, allerdings ohne dass es ihren “Eigentümern”, den ECB-Gesellschaftern (den Staaten, denen die ECB gehört!) zugute käme.
    Die Liquiditätsschöpfung der ECB begünstigt und privilegiert ausschliesslich (!!!) die Finanzinstitute, die ihre offenen und verdeckten VERLUSTE (!), die sie vor allem im “Investmentbanking” generieren, irgendwie (!!!) glatt stellen MÜSSEN…

    Insofern zahlen die Bürger, Steuerzahler und “Wähler ihrer Herren auf Zeit”, trotz Asmussens vorläufiger “Kaltstellung” weiterhin die ZECHE für die asoziale Finanzmarktordnung.

    Von einer am Wohl der Bürger orientierten “bürgerlichen oder demokratischen Kontrolle” über den Staat und seine Gesetzgebung kann man nicht mehr ausgehen.
    .
    HESSE
    .

    Interessante Debatte. Was denken Sie? Daumen hoch 12 Daumen runter 0