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Greenpeace: Kein Patent auf Schinken und Schnitzel!
Von Greenpeace | 27.April 2010
300 Organisationen fordern neue Patentgesetze
Der US-Agrarmulti Monsanto startet den nächsten Versuch, mit Patenten in der Schweinemast Landwirte und Verbraucher zur Kasse zu bitten. Nach Recherchen von Greenpeace und weiteren Organisationen beansprucht der Konzern das Fleisch von Schweinen, die mit Monsanto’s Gen-Pflanzen gefüttert wurden, als patentierte Erfindung.
Die Patentanmeldung auf Schinken und Schnitzel (WO 2009097403) wurde 2009 bei der
Weltpatentbehörde in Genf eingereicht.
Greenpeace und rund 300 Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen (www.no-patents-on-seeds.org) fordern heute in einem internationalen Appell ein Verbot der Patentierung von Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln.
Erst vor einer Woche hatte das Europäische Patentamt (EPA) ein ursprünglich von Monsanto beantragtes Patent auf ein Verfahren zur Schweine-Zucht nach einem Sammeleinspruch zurückgezogen.
“Auf dem Lebensmittelmarkt wird gerade der grosse Kuchen verteilt. Mit und ohne Gentechnik treiben die Konzerne ihre Patent-Ansprüche über die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung voran. Das ist ein Missbrauch des Patentrechtes. Schnitzel und Schinken sind keine Erfindung.”
sagt Christoph Then, Patent-Berater für Greenpeace.
In dem Patentantrag führt Monsanto an, dass die Verfütterung der hauseigenen Gen-Soja zu einer erhöhten Konzentration von ungesättigten Fettsäuren im Schwein führt. Daher wären die entsprechenden Fleisch- und Wurst-Produkte eine exklusive Erfindung des Konzerns. Im März 2010 reichte Monsanto eine ähnliche Patentanmeldung (WO 201027788) auf Fische aus Aqua-Kulturen nach: Der Konzern reklamiert alle Fischprodukte für sich, die mit Gen-Futterpflanzen von Monsanto hergestellt wurden.
Der Recherche zufolge hat sich auch die Zahl der Patentanmeldungen auf normale Pflanzen und Saatgut zwischen 2007 und 2009 verdoppelt.
Verbraucher, Landwirte, Züchter und Lebensmittelhersteller sind von diesen Patenten gleichermassen betroffen. Erfahrung aus den USA zeigen beispielsweise, dass sie zu Marktmonopolen, zu steigenden Preisen und Abhängigkeiten sowie zu einer reduzierten Auswahlmöglichkeit führen.
US-Staatsanwälte prüfen derzeit, ob Monsanto gegen Kartellrecht verstösst. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, durch Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung die Preise für Saatgut und Spritzmittel nach oben getrieben zu haben.
“Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat sich erst letzte Woche erneut dafür ausgesprochen, dass Patente auf Nutztiere- und pflanzen verboten werden. Sie muss nun in Brüssel die Neuverhandlung der
EU-Patentgesetze einfordern. Der Ausverkauf von Lebensgrundlagen muss endlich eingedämmt werden.”
sagt Then.
Da die europäischen Patentgesetze von 1998 bis heute in wesentlichen Fragen schwammig formuliert sind, ist die Patentvergabe Auslegungssache der Patentämter. Seit Jahren erteilt zum Beispiel das EPA in München Monopolrechte an Tieren und Pflanzen, die oft nur durch Einsprüche neu verhandelt und zurückgezogen werden.
27.April 2010
Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit | 10 Kommentare »
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27.April 2010 at 13:24
Zuerst Patente auf die Pflanzen, dann Patenete auf die mit diesen gefütterten Tiere, letzten Endes auf den Menschen, der sich sich diesen Dreck reinpfeift…?
Schöne neue Welt
Zum Patentrecht:
Wenn Formulierungen ungenau sind, weil sie schon älter sind, sollten Patentanträge, die auf genau solche “Lücken” abzielen generell abgewiesen werden!
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27.April 2010 at 14:17
Sehr Interessant. Die Nahrung der Scheine ändert also das Fleisch !!! Ansonsten könnte man ja kein Patent darauf anmelden. Hab diesen Bericht nicht gelesen aber das war der erste Gedanke den ich hatte und mußte ihn schnell aufschreiben…
Ich dachte die behaupten das Fleisch und dessen Qualität ändert sich nicht durch das essen von Genetisch modifizierten Pflanzen.
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27.April 2010 at 14:41
@ Igorrr , joh! alle gengefütterten Schweinefleischesser gehören dann Monsanto…
, folgt man der Logik der Patent-Anmelder
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27.April 2010 at 14:50
Kranke Hirne machen kranke Gesetze und in der Folge eine kranke Gesellschaft.
Wann endlich kapiert ein größerer Teil der Menschheit, dass es nur einen Ausweg aus dem Wahnsinn gibt: autarke Lebens-Gemeinschaften. Das verhindert nicht nur die Erpressung durch Konzerne sondern entzieht gleichzeitig den Wahnsinnigen aller Art die Lebensgrundlage.
ps. es gibt hunderte von kleinen (fast-) autarken Gruppen in Europa, die beweisen, dass es geht (www.eurotopia.de). Aber das wird wie nahezu alles Positive von unseren Qualitätsmedien totgeschwiegen.
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27.April 2010 at 16:27
Monanto ist bei weitem nicht der einzige Konzern,
der seine Genprodukte mit allen Mitteln durchsetzen will. Auch seitens anderer Konzerne werden dieselben Methoden angewendet, wie ein Landwirt aus eigener Erfahrung zu berichten weiß. Hier ist der Link dazu:
http://www.chiemgau-online.de/index.php?Landwirt-hat-alles-verloren-&arid=125370&cosearch=Gentechnik&coshow=ar_125370&costart=21&pageid=35
Insbesondere muss man diesbezüglich auch die als
Nebensache erscheinenden Punkte in diesem Artikel
beachten um daraus zu ersehen, wie verflochten
und korrupt der ganze Sumpf ist.
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27.April 2010 at 16:45
Monsanto und andere gehören vernichtet, sonst vernichten die den Menschen!
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27.April 2010 at 17:03
[...] Quelle: Greenpeace [...]
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27.April 2010 at 17:41
Das Patent hat folgenden Titel “METHODS OF FEEDING PIGS AND PRODUCTS COMPRISING BENEFICIAL FATTY ACIDS”. Es geht nicht um Schnitzel und Schinken, sondern um spezielle Ernährungsmethoden unter Verwendung von “stearidonic acid (“SDA”)”, die aus transgenen Pflanzen stammt.
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28.April 2010 at 03:53
Wenn ich meine zukünftigen Kinder mit Gen-Sojabrei von Monsanto füttere, sind dann meine Kinder ein lizenziertes “Produkt” von Monsanto ?
Sind dann für ihre späteren beruflichen Erfolge (dank der Nahrung) lebenslange Lizenzzahlungen an Monsanto zu entrichten ?
DIE WELT IST NUR NOCH VERRÜCKT !!
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28.April 2010 at 10:34
Sicher Stephan,
es scheint wohl so. Bei genauerem Hinterfragen muss man allerdings feststellen, dass es dieje- nigen sind, die als Handlanger in so tollen Einrichtungen wie der EU dienen. Dazu haben wir ja von unserer Seite hier im Lande eine ganze Menge beizusteuern.
Schau Dir mal diesen Link an, da kannst Du fest-
stellen, wie man sich politisch korrekt nach aussen als zuständige Ministerin einen Heili- genschein zulegt, dahinter aber dort kata- strophale Entscheidungen mitträgt, wo die gröss- ten Verbrechen begangen werden.
Der Link:
http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/landwirtschaftsministerin-aigner-stimmt-fur-genmais
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