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    Bundespolizei: Jeder vierte ausgebrannt

    Von petrapez | 2.April 2010

    Unserer Gesellschaft rast in immer schneller werdenden Schritten mit Forderungen zu höheren Leistungen mit mehr Effizienz dahin. Rationalisierungen und Zeitersparnis in den Abläufen sind an der Tagesordnung.

    Die Bedürfnisse der Menschen bleiben in den Arbeitsprozessen auf der Strecke.

    Auch vor der Polizei machen diese ständigen Herausforderungen nicht halt. Überstunden und Personalmangel werden auch hier beklagt.

    Eine Studie der Hochschule Magdeburg-Stendal, durchgeführt im Auftrag des Bundesministeriums des Inneren (BMI), untersuchte die psychische Gesundheit von Einsatzkräften in Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Dezember 2006 und im Februar 2008. Ein Teil der Studie umfasste die Erforschung der Belastungen, die Gesundheit und das Engagement in der polizeilichen Gefahrenabwehr.

    Die Studie kommt u.a. zu den Ergebnissen, dass in der Bundespolizei jeder vierte “hochausgebrannt” ist und fast die Hälfte der Polizisten gering engagiert sind. Allgemein wurde festgestellt, dass das Wohlbefinden in der Behörde zwischen den beiden Terminen gesunken ist.

    Die Gewerkschaft der Polizei forderte, dass die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Sie verlangt mehr Personal einzustellen, Strategien für ein Gesundheitsmanagement zu entwickeln und die Führungs- und Verantwortungskultur in der Bundespolizei zu überprüfen, “übergeordnete politische Ebenen” müssten jetzt handeln.

    Unter gereizten und gestressten Polizisten leiden nicht nur diese selbst sondern hat Auswirkungen auf ihren Dienst und ihr Verhalten gegenüber ihren Mitbürgern, die sich in Aggressionen und Fehlentscheidungen äussern können – wo einige Probleme mit mehr Gelassenheit gelöst werden könnten.

    zum Thema:

    28.06.2009 Die Sicherheitspolitik der Ehrenlogen: Auflösung der Sicherheit für die Staatsbürger
    Wie reguläre Polizei, Justiz und Rechtsstaat systemisch verschwinden
    Seit Jahren spielt sich in der Berliner Republik ein Vorgang ab, der so bizarr ist, dass er von den Wenigsten als solcher wahrgenommen wird.
    Mit dem Argument die “Sicherheit der Bürger” erhöhen zu müssen, wird sie strukturell, von oben nach unten durchorganisiert, immer weiter abgebaut. Dabei geht die Entwicklung eindeutig von der zur Zeit mit Zweidrittelmehrheit herrschenden Bundesregierung und den über ihre “Parteien” assoziierten Landesregierungen aus…

    Quelle: http://www.cop2cop.de/2010/04/01/jeder-vierte-in-der-bundespolizei-leidet-an-burnout/

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    Topics: Allgemein | 6 Kommentare »

    6 Kommentare to “Bundespolizei: Jeder vierte ausgebrannt”

    1. roush meint:
      2.April 2010 at 9:43 am

      Das Thema “Stress” zieht sich durch alle Berufsgruppen und Bevölkerungsgruppen. Es beginnt schon in der Schule.

      Der Leistungsdruck soll maximale Energie mobilisieren. Das tut er auch, bis zu dem Moment an dem der Körper auf Sparflamme schaltet.
      Das äußert sich in Selbsterhaltungsfunktionen wie z.B. Burnout, Depression, Stress-Syndrom, Hörsturz, Herz- und Magen-Problemen, Migräne.

      Man sollte eines wissen: Wer seinen Körper und seine Seele ständig (über)fordert respektive überfordern MUSS weil es erwartet wird, zahlt dafür mit einem Teil seiner Gesundheit.

      Die Schädigung ist von außen nicht erkennbar und wird nicht als Gebrechen gesehen.
      Somit ist es schwer, den Beweis zu führen das man sehr krank ist und tatsächlich nicht mehr leistungsfähig. Der Zustand kann mitunter Jahrelang andauern oder noch länger.

      Das einzige was dann noch hilft, ist RUHE und ENTSCHLEUNIGUNG und je nach dem, Medikamente. Der persönliche Aktionsradius ist allerdings mitunter (stark) eingeschränkt.

      Ich sage das aus eigener Erfahrung. Ich leide an chronischem Stress. Diese Krankheit lässt sich nicht heilen und mit Medikamenten nur mildern.

      Allen Betroffenen wünsche ich Linderung und ein möglichst spannungsfreies Leben.

      Allen (noch) nicht betroffenen empfehle ich, es nach Möglichkeit nicht so weit kommen zu lassen.

      LG roush
      (Infokriger-News-Forum)

      Schöne Ostern!

    2. lupo meint:
      2.April 2010 at 9:48 am

      Die Sache ist ganz einfach. Bei dem FC Bayern, darf jeder Spieler einmal im Jahr eine Auszeit nehmen!

      Im Beruf des Polizisten, Geheimdienste dürfte ein Ausgebrannt sein, normal sein. Einzige und richtige Lösung: Die Personen in total andere Jobs versetzen, wo ihr Gehirn sich mit total anderen Dingen beschäftigt und zwar mindestens für 6 Monate. Und schon ist die Batterie wieder aufgeladen. DAs gilt auch für Lehrer usw..

      Aber unsere ach so klugen Experten, behandeln dann sowas mit Kursen, Medikamenten usw.. und genau das ist peinlich.

    3. mimmko meint:
      2.April 2010 at 11:27 am

      Das ist ja schier unglaublich was den armen Beamten da widerfährt.

      Aber befindet man sich da vielleicht in dem Glauben, dieses ist bei den Arbeitern und Angestellten ganz anders ?

      Nein, bei denen kommt nämlich auch noch die Angst um den Arbeitsplatz dazu.

      Darüber muss sich der arme geplagte Beamte nicht den Kopf zerbrechen.

      Den Kopf müssen nicht nur die Beamten bei der Arbeit benutzen.

      Was glaubt die Schreiberin dieses Artikels eigentlich wie die Arbeitswelt der ” freien Wirtschaft ” gestrickt ist ?

      Diesbezüglich ist sie dem Anschein nach vollkommen ” Talentfrei “.

    4. Randall Flagg meint:
      2.April 2010 at 1:35 pm

      Es ist ja schön für die polizeiBEAMTEN, daß da jemand solche untersuchungen macht. aber wo bleiben die ergebnisse über die, welche “8 Stunden”* am tag sich als arbeiter täglich sich den a… aufreisen?

      * 8 stunden im arbeitsvertrag, in wirklichkeit plus plus plus wegen sog. arbeitszeitverlagerung in eine zukunft die es (vielleicht) niemals geben wird. der arbeiter sieht keinen cent für seine gebrachte leistung. es lebe der “sklave des 21. jahunderts”.

    5. Klara Blick meint:
      2.April 2010 at 9:44 pm

      Gute Ratschläge von den “Vorschreibern”!

      Es beklagen sich hauptsächlich die Bundespolizisten (ex BGS) bzw. ehm.Schottersheriffs. Die sind ganz froh mit ihren Bossen aus Potsdam.

      Wenn ihr wissen wollt wie da die Stimmung ist, dann liest mal die Kommentare.

      Guckt mal hier, da geht die Post ab.

      http://www.gdpbundespolizei.de/2010/04/jeder-vierte-in-der-bundespolizei-leidet-an-burnout/#comments

    6. roush meint:
      3.April 2010 at 8:15 am

      @5 Klara Blick

      Hallo, ich bin deinem Link gefolgt.

      Den elenden Stress hat mittlerweile JEDER.
      Selbst die, die eigendlich entspannt sein sollen.

      Fazit ist, der Dauerstress macht wirklich krank.
      So ist unser Leben? Scheinbar ja.?

      LG roush :-)