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UNO-Drogenbehörde: Afghanistan doppelter Drogenanbau-Weltmeister – nach Opium nun auch Haschisch

Von petrapez | 31.März 2010

Den Vereinigten Staaten von Amerika und seinen Vasallen gebührt die Ehre, die noch zu schaffende Medal of Destruction von der Weltbevölkerung verliehen zu bekommen.

Neben dem Anbau von Schlafmohn für die Opiumherstellung in Afghanistan ist die Aussaat auf den Feldern mit Hanfsamen und die Ernte ebenfalls Weltspitze – die westliche Milliarden Dollar schwere Entwicklungshilfe lässt herzlich grüssen. (Foto: Cannabis sativa, Michael_w / Wikipedia)

Die UNO-Drogenbehörde (UNODC) veröffentlichte am heutigen Mittwoch, den 31.März auf ihrer Webseite eine Erhebung über den Cannabis-Anbau in Afghanistan und stellt dabei fest, dass das Land neben seiner Spitzenreiterrolle als der weltweit grösste Produzent von Opium auch ein bedeutender Produzent von Cannabis (Haschisch) wäre. Die Behörden schätzen die Anbaufläche der Hanfpflanzen zwischen 10.000 und 24.000 ha.

“Während andere Länder einen noch grösseren Anbau von Cannabis haben, gibt es jedoch die erstaunliche Ausbeute der afghanischen Cannabis-Kultur von 145 kg/ha verglichen mit rund 40 kg/ha in Marokko. Damit ist Afghanistan der weltgrösste Produzent von Haschisch mit schätzungsweise 1.500 bis 3.500 Tonnen pro Jahr.”

sagte UNODC-Geschäftsführer Antonio Maria Costa.

Die Erhebung der UNO-Drogenbehörde basiert auf Daten aus 1634 Dörfern in 20 Provinzen. Es zeigt, dass es einen grossen Cannabis-Anbau bei der Hälfte (17 von 34) der afghanischen Provinzen gibt.

Die Brutto-Erwerbseinkommen pro Hektar Cannabis-Pflanze (3,900 US-Dollar) ist höher als die von Schlafmohn (3.600 US-Dollar). Cannabis ist auch billig zu ernten und verarbeiten: in Afghanistan ist es dreimal billiger, einen Hektar mit Cannabis-Pflanzen als einen Hektar mit Schlafmohn anzubauen. Als Ergebnis der Pflanze kann man einen Reingewinn von 3,341 US-Dollar von einem Hektar mit Cannabis erzielen im Vergleich 2.005 US-Dollar pro Hektar Schlafmohn, hiess es.

Die Hanfpflanze wird jedoch den Mohn nicht verdrängen oder ablösen, denn es wurde weiter berichtet, dass die Umfrage gezeigt hat, dass Mohn immer noch gegenüber der Cannabis-Pflanze bei den afghanischen Bauern begünstigt ist, denn im Gegensatz zu Mohn hat die Cannabis-Pflanze eine kurze Haltbarkeit und wächst im Sommer, wenn weniger Wasser zur Bewässerung zur Verfügung steht. In der Summe lag der Wert von Cannabisharz in Afghanistan zwischen geschätzten 39 Millionen und 94 Millionen US-Dollar, etwa 10-20 Prozent des Ab-Hof-Wertes von Opium (438 Millionen 2009 US-Dollar).

“Afghanistans Drogenproblem ist noch komplexer als nur der Opiumhandel.”

sagte Antonio Maria Costa.

Auf einer Pressekonferenz der UNODC Afghanistans Hauptstadt sagte Jean-Luc Lemahieu:

“Alternativen sind unverzichtbar. Gestern haben die Landwirte ihre Einkünfte aus illegalen Kulturen gewonnen. Morgen müssen wir sie dazu bewegen, ihren Lebensunterhalt mit erlaubten Kulturen zu verdienen. Heute ist die Herausforderung. Diese Entwicklung wird nicht an einem Tag kommen, man kann keinen Asphalt für das Abendessen am Tisch der Familie servieren.”

Staffan de Mistura, Sonderbeauftragter des UNO-Generalsekretärs in Afghanistan betonte auf der Pressekonferenz in Kabul, dass die Hauptursache für diese Entwicklung die weit verbreitete Korruption im Land wäre.

“Wenn die Korruption nicht in Angriff genommen wird, besteht weniger Anreiz, Ressourcen in die Entwicklung zu stecken, die nötig sind.”

Den vollständigen Bericht der UNO-Drogenbehörde können Sie als pdf-Datei auf der Webseite der UNODC abrufen.

Die alliierten Streitkräfte unter dem Kommando der USA haben in den neun Jahren Krieg grosse Erfolge vorzuweisen: die Zerstörung eines ganzen Landes und die Verbreitung des Drogenhandels auf der gesamten Welt.

US-Präsident Obama flog am Sonntag, den 28.März nach Kabul um Präsident Karzai Vorhaltungen über die weit verbreitete Korruption in dem Land zu machen und vergass dabei zu erwähnen, dass die Zustände in den Provinzen Afghanistans und in der Regierung daher rühren, dass diese von Amerika erst so geschaffen wurden.

Quelle: http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/2010/March/afghanistan-leads-in-hashish-production-says-unodc.html

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Topics: Militär und Krieg | 6 Kommentare »

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6 Kommentare to “UNO-Drogenbehörde: Afghanistan doppelter Drogenanbau-Weltmeister – nach Opium nun auch Haschisch”

  1. zdago meint:
    31.März 2010 at 22:43

    @nach Opium nun auch Haschisch

    die Erfolge der Freien Marktwirtschaft eben …

    mfg zdago

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  2. mimmko meint:
    1.April 2010 at 07:46

    Aufbauhilfe West !!!!!

    Wer sind denn die eigentlichen Drogenbosse ?
    Die Geheimdienste der Besatungsmächte ?

    Was soll damit finanziert werden ? Wie üblich, die finsteren Waffengeschäfte und Staatsrevolten um endlich aufgewachte Staaten wieder zur Raeson zu bringen.

    Wie das so praktiziert wird, ist doch allen bekannt.

    Es wurde dem Rest der Welt doch schon X-Mal vorgeführt.

    Die haben ja nicht einmal mehr ” die Scham ” dieses zu verheimlichen.

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  3. Herr Bender meint:
    1.April 2010 at 12:05

    naja, hanf ist ja weit mehr nutzpflanze und medizin als eine droge, steht in direkter konkurenz zu aus öl gewonnen produkten und wurde erfolgreich aus dem verkehr gezogen … leicht berauschende und bewustseinserweiternde eigenschaften sind eher ein
    positiver nebeneffekt … gibts ne schöne doku dazu
    http://www.youtube.com/watch?v=9bv1IPnoMAg

    deshalb sollte die cannabispflanze nicht ständig
    in einem topf mit anderen drogen geworfen werden

    grüße
    herr bender

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  4. lupo meint:
    1.April 2010 at 12:26

    Ein Schweizer Entwicklungshilfe Report stellte vor vielen Jahren fest, das die Amerikaner vor allem das uralte (400 Jahre und mehr) Bewässerungs und WAsser System in Afghanistan zerstören um mit Vorsatz die Bevölkerung zu dezimieren. Es wird wohl etwas dran sein. Schuld am Cannabis und Mohn Anbau sind bekanntlich die UN mit ihrer Organisation WFP, welche durch die kostenlosen Lebensmittel Lieferungen, jeden Handel und die Produktion der Nahrungs mittel sinnlos machen.

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  5. 204999 meint:
    1.April 2010 at 13:27

    Das sind doch good-news, keine bad-news

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  6. JustineNel meint:
    1.April 2010 at 13:51

    ……………..
    Warum ?
    ……………..
    Ein Bild
    > http://www.linkezeitung.de/cms/images/stories/Ausland/Iran/umzingelung.jpg

    ” 80-90% of the heroin consumed in Europe comes from Afghan opium; vulnerable to narcotics money laundering through informal financial networks; source of hashish”

    > http://www.umsl.edu/services/govdocs/wofact2007/geos/af.html#Issues

    “Exports – commodities opium, fruits and nuts”

    > http://www.umsl.edu/services/govdocs/wofact2007/geos/af.html#Econ

    Unter der Burka der Taliban:

    “poppy ban cut 2001 cultivation by 97% to 1,695 hectares, with potential production of 74 tons of opium”

    > http://www.umsl.edu/services/govdocs/wofact2002/geos/af.html#Issues

    und nach der Befreiung von ihnen in 2007, 6 Jahre danach:

    “world’s largest producer of opium; poppy cultivation increased 17% to a near-record 202,000 hectares in 2007; good growing conditions pushed potential opium production to a record 8,000 metric tons, up 42% from last year”

    > http://www.umsl.edu/services/govdocs/wofact2008/geos/af.html#Issues

    Mit unserer Steuer hat man geholfen die Produktion von Opium zu verhundertfachen, das Areal hat man dafür fast 120 mal vergrössert.

    Danke die, die Bundesregierung und allen Abgeordneten des Bundestages, die der Drogenmafia angehören, dass ihr die Vorsorge für die Lieferungen der Heroin für uns so sichert. Und damit die Flugzeuge der Bundeswehr besser ausgelastet werden, die Lieferungen von Cannabis noch dazu.

    Damit ist auch geklärt, was die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten

    > http://dassystem.blogspot.com/2009/05/referenz-fur-die-wahlen-2009.html#Die_Gegner

    und manche Richter

    > http://dassystem.blogspot.com/2009/05/referenz-fur-die-wahlen-2009.html#Juristen

    so nehmen.

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