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Klimagipfel in Kopenhagen: “Entwicklungsländer verhalten sich wie Schulkinder”

Von petrapez | 16.Dezember 2009

Der dänische Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen hat heute den Vorsitz über Leitung der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen übernommen.

Die bisherige Präsidentin Connie Hedegaard fühlte sich anscheinend der Aufgabe nicht mehr gewachsen und warf das Handtuch.

Die informellen Gespräche wird sie weiterhin leiten, sagte Yvo de Boer.

Der Grund für diesen Wechsel ist nicht so recht nachzuvollziehen: die ersten Männer der Staaten nehmen in dieser Woche an den Verhandlungen teil. Da scheint es sich wohl aus Standesdünkel zu gehören, das ein höchster Herr, ein Staatschef nun die Führung übernimmt und somit Respekt und Autorität ausstrahlen soll – als ob wir noch im Mittelalter leben würden (was Kriege, Neokolonialisierung und Ausbeutung der Arbeitskräfte betrifft, ist das auch tatsächlich noch der Fall)

Die Kontroverse der 192 Entwicklungsstaaten mit den reichen Industrienationen prägte von Anfang an die Konferenz in Kopenhagen, da es im Vorfeld keine Transparenz zu den zu beschliessenden Beschlüssen gab. Das jeder Staat das Beste für sein Land herauszuholen versucht und sich nicht von Stärkeren unterbuttern lassen will, ist normal, was hat Hedegaard erwartet, bedingungslose Unterwerfung unter das Diktat des Westens?

Die Berliner Morgenpost zitierte dazu heute Hedegaard, die sich darüber zu ärgern scheint, dass andere Länder ihre Positionen auf dem Gipfel gleichberechtigt vertreten sehen wollen:

Schon am Dienstag hatte Hedegaard selbst ihren Unmut kaum noch zurückhalten können. Die Delegierten aus 192 Staaten verhielten sich wie Schulkinder, sagte sie: “Ich denke, mit den Leuten in diesem Verhandlungsprozess ist es genau wie mit Schulkindern”. Auch wenn eine Hausaufgabe lange im voraus gestellt werde, gelte: “Erst wenn Du weißt, dass die Zeit abläuft und Du nicht mehr ausweichen kannst, tust Du es.”

So etwas darf man nicht öffentlich in einer derartigen Position äussern, das gehört sich einfach nicht, auch wenn ihr der Geduldsfaden gerissen zu sein scheint.

Etwas ähnliches sagte im Sommer die Aussenministerin Hillary Clinton über Nordkorea und drückt damit eine sehr arrogante Weltansicht der Herrschenden aus, die schon fast mit Rassismus zu vergleichen ist.

Artikel zum Thema
09.12.2009 Guardian: “Dänischer Text” Entwurf des Klimaabkommens geleakt
07.12.2009 Klimagipfel: Entwicklungsländer sollen von EU geprellt werden
06.12.2009 Klimagipfel: Pflanze jeder ein Apfelbäumchen

Quelle: http://www.morgenpost.de/politik/article1224600/Praesidentin-der-Klimakonferenz-zurueckgetreten.html

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Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit, Politik | 9 Kommentare »

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9 Kommentare to “Klimagipfel in Kopenhagen: “Entwicklungsländer verhalten sich wie Schulkinder””

  1. armande meint:
    16.Dezember 2009 at 18:42

    Faschisten- Kriegsverbrecher und Polizeistaat Dänemark !! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen !

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  2. Tweets die Klimagipfel in Kopenhagen: "Entwicklungsländer verhalten sich wie Schulkinder" | Radio Utopie erwähnt -- Topsy.com meint:
    16.Dezember 2009 at 19:47

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Th. Weber, Die besten Blogs im erwähnt. Die besten Blogs im sagte: Klimagipfel in Kopenhagen: “Entwicklungsländer verhalten sich wie Schulkinder” http://bit.ly/4njwDO [...]

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  3. Saito meint:
    16.Dezember 2009 at 21:07

    Die Zeit, wo der Westen einen Informationsvorsprung hatte und bei den wenigen Gebildeten der Entwicklungsländer Glaubwürdigkeit besaß, ist eben vorbei.
    Auch in den Entwicklungsländern bekommt man Informationen und weiß um die “hidden agenda” hinter dem ganzen Klimaschwindel. Deshalb läßt man sich nicht unterbuttern und auch nicht von solchen “Klimarettern” wie Al Gore beeindrucken, die selbst eine ganze Menge CO2 in die Luft blasen.

    mit freundlichen Grüßen

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  4. think - better twice meint:
    16.Dezember 2009 at 22:14

    “..da es im Vorfeld keine Transparenz zu den zu beschliessenden Beschlüssen gab.”

    “Wenn ihr schon mal anreist, dann müsst ihr euch auch in Copenhagen über den Tisch ziehen lassen!
    Basta!
    Kapiert ihr dummen Drittweltler?

    Oder müssen wir erst wieder die Peitsche aus dem Stiefelschaft reißen, wie noch unsere Ur-Großväter das so gerne gegen Eure Ur-Großeltern getan haben?

    Wozu haben wir Euch erst die Schulden aufgedrängt?
    Und Euch dann gezwungen Eure Rohstoffe BILLIGST zu unserer Ausbeute herzugeben?
    Damit wir damit dann die Welt verpesten können.
    Weil wir unsere VERALTETEN Technologien weiter laufen lassen wollen.

    Und den ganzen Dreck, den WIR ständig machen, sollt IHR jetzt auch noch bezahlen.

    Ist doch ganz einfach, oder.
    War doch schon immer so.
    Oder müssen wir erst wieder die Geduld mit Euch verlieren?”

    So denken sie nun mal, die Gelderfinder, die ein schönes neues MILLIARDEN-Geschäft mit Zertifikaten wollen.
    Um jeden Preis!!

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  5. oh man meint:
    16.Dezember 2009 at 22:36

    @ Saito

    Ganz richtig, die Herrschenden sind dabei eine gewaltige Entwicklung zu verschlafen.

    Es wirkt fast schon dümmlich-naiv wie sie in letzter Zeit alle möglichen Dinge “verhauen” (aus ihrer Sicht, uns kann das ja nur Recht sein ;) )!

    Wie können Sie glauben, dass sie 90% der Welt von ihnen verarschen lässt?
    Wer glaubt Faschisten und Menschenunterdrückern wie Brown, Sarkozy, Merkel oder Obama?
    Die können jetzt vom Weltfrieden reden und keiner nimmt es ihnen ab, sie haben zu oft gelogen, sie sind so unglaubwürdig, dass man getrost bei 99% ihrer Aussagen von dem genauen Gegenteil ausgehen darf/kann.

    Was glauben die denn, dass Länder bzw deren Regierungschefs, wie China, Iran, Venezuela oder auch Brasilien oder Regionen wie Süd-Ost-Asien oder, oder, oder in dieser, von den West-Staaten globalisierten, Welt die letzten Jahre gemacht haben?

    Die wollen das durchziehen wie vor zwei, drei Jahrzehnten, als das Internet noch nicht jeden ihrer Schritte bzw Worte verfolgt und einem MILLIARDENpublikum zugänglich gemacht hat!

    Das wird so nicht funktioniere, Blogs wie RADIO-UTOPIE, sei Dank!

    Wie immer ein großes Danke an euch und hier natürlich auch an petrapez!

    Jetzt stimmt der letzte Satz 100%; ich hab in etwas geändert :) )

    “Etwas ähnliches sagte im Sommer die Aussenministerin Hillary Clinton über Nordkorea und drückt damit eine sehr arrogante Weltansicht der Herrschenden aus, die reiner Rassismus ist.”

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  6. logo meint:
    17.Dezember 2009 at 10:20

    @think – better twice

    schön gesagt und erkannt.

    lg

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  7. Saito meint:
    17.Dezember 2009 at 20:19

    @oh man

    Besonders peinlich ist dabei Merkel, die sich ungeachtet deutscher Interessen, als braves Hündchen an der Leine der USA gebärdet, das jeden ankläfft und ans Bein pinkelt, der dem Herrchen nicht gefällt.Dabei weiß doch längst jeder, was die USA wollen: daß alle Konkurrenten CO2 sparen und nur die US-Wirtschaft weiter ungebremst wachsen kann.

    mit freundlichen Grüßen

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  8. Wie denkt Ihr darüber? meint:
    18.Dezember 2009 at 22:59

    Klimaänderung und Journalismus

    “Klimaerwärmung” ich mag es nicht mehr hören.

    Nein, ich bin nicht gegen Umweltschutz; er ist wirklich wichtig. Nein, ich behaupte nicht, daß sich das Klima nicht erwärmt; hierzu fehlen mir sowohl die notwendigen Unterlagen, als auch die wissenschaftliche Ausbildung und die Möglichkeit, selbst Untersuchungen anzustellen.

    Eigentlich geht es mir auch nicht so sehr ums Klima. Ich sehe eine viel, viel schlimmere Krankheit!

    ‘Klimawandel’ ist nur eines von vielen Beispielen für diese überaus gefährliche “Krankheit” , die ich gleich kritisieren werde. Man könnte auch ‘Schweinegrippe’ , ‘Vogelgrippe’, ‘BSE’ oder ‘Massenvernichtungswaffen in Afghanistan’ sagen und vieles mehr.

    Verstehen Sie mich also bitte nicht falsch, wenn ich meine Kritik am aktuellen Beispiel ‘Klimawandel’ aufzeige. Sie sind sicher problemlos im Stande, die Kritik auf andere Aspekte zu übertragen.

    ‘Klimaerwärmung’, ich mag das Wort nicht mehr hören. In allen Medien wird das gleiche ‘Lied’ gesungen. Immer tendenziell, immer mit negativem Aspekt, immer einseitig.

    Wir leben nicht in einer Diktatur. Wir haben Pressefreiheit. Warum sind die allermeisten Medienverantwortlichen nicht bereit, breit gefächert zu recherchieren? Warum sind Sie nicht willens, auch positive Merkmale der Klimaänderung darzustellen? Warum wird nur einseitig berichtet? Warum bildet man sich keine eigene Meinung? Warum wird nur alles ohne eigenes Nachdenken ‘nachgebetet’, was andere von anderen abgeschrieben haben?

    Es ist heute ein Trend, negativ über die Klimaveränderung zu berichten. Und wenn etwas Trend ist, so darf man seinen gesunden Menschenverstand abschalten. Wenn ‘alle’ das sagen, so wird es schon stimmen.

    Kann man das noch als verantwortungsvollen Journalismus in einer freien Welt bezeichnen?

    Ich sprach vor kurzem mit einem Beamten aus dem Umweltministerium Bad.-Württ., der gerade im Begriff war, sich dienstlich nach Kopenhagen zu begeben. Es sagte sinngemäß, daß er dort eben zu vertreten habe, was die offizielle Landes- bzw. Bundespolitik sei, gegebenenfalls auch gegen seine eigene Überzeugung. Das ist ja noch verständlich. Aber wie sieht es bei den Medien aus? Werden diese zentral gesteuert, wie in einer Diktatur? Sind diese bereits alle ‘gekauft’?

    Ein ehrlicher Journalismus könnte beispielsweise Vor- und Nachteile einer Klimaerwärmung in Deutschland einander gegenüberstellen.

    Sicherlich kennen Sie die jährlich zu Winterbeginn sich wiederholende Aussage:
    “Wenn die Heizung um 1° Celsius reduziert wird, kann man etwa 6% an Heizkosten und Energiekosten einsparen.” [Die Grundlagen der Berechnung sind mir unbekannt]

    Haben Sie je irgendwo gelesen
    “Wenn sich das Klima um 1° Celsius erwärmt, so werden hierdurch etwa 6% an Heizkosten und Energiekosten eingespart. Dies ist weit über 1% aller in Deutschland von Gewerbe, Industrie, Verkehr und Haushalten zusammen verbrauchter Gesamtenergie! Entsprechend wird der Ausstoß an CO2 in Deutschland um viele Tonnen verringert.” ??

    ” Wenn sich das Klima um 1° Celsius erwärmt, so wird es je nach geografischer Lage 30% – 80% weniger Frosttage geben [80% in Gegenden, in denen ohnehin selten Frost herrscht]. Entsprechend wird rund 50% weniger Streusalz benötigt, was zusätzlich geringere Belastung für die an Straßen grenzende Flora und Fauna sowie die Gewässer hat. Auch die Frostschäden an Straßen werden um rund 20% bis 50% abnehmen, ebensi die winterbedingten Verkehrsunfälle und die Zahl der Verkehrstoten,

    Man liest, daß mit der Klimaerwärmung, immer vorausgesetzt diese kommt wirklich, auch neue Schädlinge auftreten werden. Man liest NIE, daß auch neue Nützlinge ins Land kommen. Man hört, daß in Deutschland der Fichtenbestand zurückgehen könnte, man hört NIE, daß andere Bäume mit besserer Holzqualität Wachstumsvorteile haben werden.

    Man hört, daß das Polareis stark reduziert wird; man ließt nicht, daß durch eine auf rund 1/3 verkürzter Amerika-Fernost-Schiffspassage 2/3 des von der Schifffahrt produzierten “Treibhausgases CO2″ gar nicht erst erzeugt wird.

    Wenn Sie, als Mitwirkende bei den Medien, gewillt sind, selbst nachzudenken, so werden Sie leicht eine Vielzahl an weiteren Beispielen finden.

    Eine andere Gegenüberstellung wären die Argumente, die für die Existenz einer vom Menschen verursachten Erwärmung sprechen UND jener wissenschaftlichen Argumente, die eine Erwärmung als natürliche Schwankung einordnen oder überhaupt in Frage stellen.

    Doch halt! Wenn Sie tatsächlich bis hierher meinen Gedanken gefolgt sind, so möchte ich abschließend nochmals wiederholen: Nicht Ausgewogenheit bei Klimathemen ist mein wichtigster Wunsch sondern ein VERANTWORUNGSVOLLER Journalismus.

    Nützen Sie die Pressefreiheit, so lange Sie sie noch haben. Hören Sie auf, das “wiederzukäuen”, was aus ‘gewöhnlich gut informierten Kreisen’ kommt.

    In Abwandlung eines Zitates von Fr. Nietzsche könnte man sagen ” [Überzeugungen] TRENDS sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen”

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  9. Melanie Gatzke meint:
    19.Dezember 2009 at 01:01

    Es gibt ihn noch, den gesunden Menschenverstand.
    Klasse Artikel.
    Endlich jemand, der sich mit den
    Vorteilen auseinandersetzt.
    Und-der Sommer wird damit länger , das hat Vorteile für Wachstum, Ernte, Energie, Freizeit und Wohlbefinden. Hat jemand was dagegen, im Nov. noch zu baden- sich zu sonnen am See ?
    Die Erde hat die Menschheit bis heute überleben lassen, sie wird es auch in Zukunft tun.
    Sie erwartet von uns nur ein wenig Anpassung, sie stellt die Bedingungen. Ist das denn zuviel erwartet?
    Dieses Theater in Floppenhagen, nicht zu fassen. 18 000 leute reden eine Woche um 2 % klima. sollen sie doch den Antrag beim Petrus stellen, der genehmigt ihn sicher. Sie sollten mal den Umweltschutz -Naturschutz- näher betrachten, da gäbe es viele einfache Dinge leicht und schmerzlos zu machen. Das Klima wird wo anders gemacht.
    Umweltschutz und Klima sind zei verschiedene Dinge.

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