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Konflikt erschüttert Naumann-Stiftung in Honduras
Von Harald Neuber | 21.November 2009
Lokale Mitarbeiter wenden sich in öffentlichen Erklärungen gegen die Politik der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung
Berlin/Tegucigalpa. In zwei Erklärungen haben sich lokale Mitarbeiter der deutschen “Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit” (FNF) gegen die Politik dieser FDP-nahen Organisation in Honduras ausgesprochen. Mehrere Dutzend Volontäre und ehemalige Stipendiaten protestieren in den Schreiben gegen die offene Unterstützung der FNF für das Putschistenregime unter Führung von Machthaber Roberto Micheletti.
“Es scheint, dass die Friedrich-Naumann-Stiftung ihre Objektivität verloren hat, indem sie in den Einfluss kleiner Phantomgrüppchen oder Organisationen der extremen Rechten in Lateinamerika geraten ist”, heißt es in einer ersten Protestnote, zu deren Unterzeichnern auch der Vizepräsident der Regierung Zelaya und ehemalige Stipendiat der Naumann-Stiftung, Arístides Mejía, gehört. Eine zweite Erklärung nimmt detaillierter Bezug auf die Haltung der “Liberalen Internationale”.
Nach Darstellung der Autoren und Unterzeichner wenden sich die meisten lokalen Mitarbeiter gegen die Haltung der Berliner FNF-Zentrale und des lokalen Büros in Tegucigalpa. Dessen Leiter Christian Lüth spitzt den Konflikt indes weiter zu. Nach einem Bericht der mexikanischen Tageszeitung La Jornada trat der liberale Jungpolitiker jüngst im honduranischen Fernsehen neben der “Außenministerin” des Micheletti-Regimes, Martha Lorena Alvarado auf, um sich gegen eine auch nur symbolische Rückkehr des letzten gewählten Präsidenten Manuel Zelaya in das Präsidentenamt auszusprechen. Im Falle einer solchen Rückkehr würde “nur ein Tag” genügen, “damit er (Zelaya, d. Red.) Honduras zu einem neuen Kuba macht”. In der Sendung habe sich Machthaber Micheletti telefonisch gemeldet, um für die Unterstützung zu danken, berichtet das mexikanische Blatt weiter.
Am Donnerstag kommender Woche wird die Haltung der Bundesregierung und vor allem der deutschen Liberalen gegenüber dem Putschregime im Bundestag auf der Agenda stehen.
Quelle: amerika21
Topics: Politik | 3 Kommentare »




21.November 2009 at 9:26 pm
Schwesterwelle kann seine parteiinternen Jungputschisten nicht mehr kontrollieren.
Jetzt zeigen Sie ihr wahres Gesicht als ungehemmte Protagonisten des globalen KONZERNFASCHISMUS.
Das ging aber schnell.
Danke für die Demaskierung, Christian Lüth.
Da muss man weder “links” oder “rechts” oder was auch immer sein, um das zu kapieren.
22.November 2009 at 4:55 pm
Schön hier einmal etwas Nettes über die FDP zu lesen. Ich dachte zwischendurch schon, dieser Blog würde von der Naumann-Stiftung finanziell unterstützt. Das macht ja richtig Mut, mehr davon!
@thinktwice:
Was heisst hier “wahres Gesicht”, Die FDP war, ist und wird immer nur eines sein:
Ein dreckiger Haufen von neoliberalen A….
Daß eine “liberale” Partei jetzt plötzlich Propaganda für post-faschistische Putschistengeneräle macht, verleiht dem ganzen noch die besondere Note…
23.November 2009 at 11:47 am
und ich habe vorraus gesagt, das die radio utopieler-schreiber, allen vorran herr neun sich von ihren nachwahl-statements (pro-fdp) schon bald distanzieren dürften. nun macht er es halt nicht persönlich, sondern ein anderer blogger.
hat lange gedauert.