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    Uni Jena ist besetzt – trotz Gewaltanwendung der Polizei

    Von petrapez | 17.November 2009

    Studentenstreik in Jena – unverhältnismässiges Sondereinsatzkommando am Fürstengraben

    SDIM5471
    Fotos: Jürgen Michel, Jena

    Soeben erreichte uns die Nachricht der Studenten aus Jena, dass die Polizei in das Uni-Hauptgebäude am Fürstengraben eingedrungen ist und die dort versammelten Studenten, die der Hochschulleitung ihre Forderungen vortragen wollten, mit Gewalt auseinanderzutreiben versuchte. Es kam dabei nach Aussagen von Augenzeugen von Seiten des Sondereinsatzkommandos zum Einsatz von Pfefferspray, dass den Studenten direkt in das Gesicht gesprüht wurde.

    Einige Teilnehmer der Demonstration wurden festgenommen. Die Studenten forderten die Freilassung und bewegten sich nicht vom Fleck. Nach der Freilassung ging die Demo weiter.

    Der an Bulimie leidende Student: Sinnlos in ihn Hineingestopftes wird wieder unverdaut erbrochen:

    SDIM5472

    SDIM5467

    Heute, am 17. November, ist der Internationale Studententag und es finden weltweite Aktionen unter dem Motto “Education is NOT for SALE” statt.

    Artikel zum Thema

    13.11.2009 Beamter zu Einsatz in Uni Bielefeld: Eine Polizeiaktion ist keine Polizeiaktion

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    Topics: Bevölkerungskontrolle | 13 Kommentare »

    13 Kommentare to “Uni Jena ist besetzt – trotz Gewaltanwendung der Polizei”

    1. Carolin meint:
      17.November 2009 at 2:55 pm

      Eine kleine Änderung:
      Die Polizei war meines Erachtens schon im Gebäude und die Studierenden die sich von der Demo gelöst haben wurden innen mit “Pfefferspray” begrüßt.
      Aber den Fakt mal bei Seite gelassen.

      Das Proben an der Sache ist, dass nicht nur Demonstranten sondern auch “normale” Studenten sich im Eingangsbereich befunden haben und zur Uni wollten. Bzw. im Inneren war auch eine Kindergruppe die sich die Universität angeschaut hat, aber Gott sei Dank in sicherer Entfernung.

    2. ebm_bln meint:
      17.November 2009 at 2:56 pm

      AUF DIE STRASSE, AUF DIE STRASSE…

      Schlimm, wenn der LEHRPLAN (die große AGENDA, europaweit!) jetzt auch mit POLIZEI-GEWALT durchgesetzt werden soll…?!

      Erinnert mich irgendwie an die SKLAVEN-AUSBILDUNG aus längst vergangenen Zeiten!

      Lernen für´s Leben gibt es nicht mehr – lernen für die Arbeits-Sklaven-Welt, auswendig und ohne zu hinterfragen, Zeitdruck und finanzielle Abhängigkeit – so sieht “modernes studieren aus” -
      nix für FREIGEISTER …

    3. Garett meint:
      17.November 2009 at 3:14 pm

      Ca. 20 Studenten wurden in der Eingangshalle des Unihauptgebäude gekesselt. Nach ca. 15 min durften sie das Gebäude ohne Identitätsfeststellung verlassen. Der Grund für die polizeiliche Maßnahme war Der Vorwurf des Hausfriedensbruch (Studenten durften die Universität nicht betreten) und dass die Studenten die Fenster im Eingangsbereich geöffnet hatten!

      Nach der Freilassung wurde der Demonstrationszug wie geplant fortgesetzt.
      Im Anschluss an die Demonstration wurde der Hörsaal 1 am Ernst-Abbe-Platz besetzt.

    4. Aktionen und Demos am 17.November at meint:
      17.November 2009 at 4:38 pm

      [...] Bonn: VV – dann Besetzt!? FH Potsdam: Besetzt Uni Augsburg: Besetzt Uni Erfurt: Besetzt Uni Jena: Besetzt FH Nürnberg: Besetzt Akademie d. Bildenden Künste Nürnberg: Besetzt Uni Passau: Besetzt Uni [...]

    5. HarryHIII meint:
      17.November 2009 at 4:44 pm

      Man könnte meinen, die vielbeschworene Wiedergeburt der 68er träfe jetzt ein.

      Aber nein: Demonstrationen und Streiks an Unis sind seit Jahr und Tag üblich; und anscheinend schon etatmäßig. Auch ein gut porträtiertes Polizeiaufkommen gehört immer dazu.

    6. Jochen meint:
      17.November 2009 at 5:35 pm

      “Demonstrationen und Streiks an Unis sind seit Jahr und Tag üblich”

      “…Polizeiaufkommen gehört immer dazu.”

      Das meinst Du also, gehört einfach zu unserem Leben dazu. Als etwas ganz Übliches.

      Üblich? Alles normal? Freiheit?

      Ich glaube, ihr habt vergessen oder verlernt, was besonders das Letzte angeht – die Freiheit.

      Ich denke, mein weiterer Kommentar den ich heute auch schon so woanders abgab, der passt auch hierhin.

      Außerdem dürfen Deutsche zwar noch alles essen, aber nicht alles wissen. Von jemand erfuhr ich jetzt, dass es zwar freizugängliche Internetseiten gibt, die aber trotzdem geblockt werden und nicht abrufbar sind. Das widerspricht ganz eindeutig dem Grundgesetz, in dem es heißt, man kann sich in einer/unserer „Demokratie“ aus allen frei zugänglichen Medien informieren. Wenn die Demokratie (lachhaft), bzw. vielmehr der Staat merkt, dass die Bürger erfahren könnten, was mit ihrem ganzen System nicht in Ordnung ist, dann dreht man eben einfach gewisse Hähne zu.
      Die NRW CDU will verschärfte Gesetze zur Internetüberwachung und dafür die Polizisten von ihrem anderen Dienst entlasten, persönlich auf Verbrecherfang zu gehen. Dafür will man dann Hilfspolizisten einsetzen. Die Bürger bewachen, verraten und verkaufen sich wieder gegenseitig, genau wie in den Tagen der DDR.
      Leute, die auch meinen die Todesstrafe aufgrund des Lissabon (EU) Vertrages, wäre zu weit hergeholt, die sollten auch mal daran denken, dass es vor noch nicht allzu langer Zeit an einer bestimmten innerländischen Grenze üblich war, dass Deutsche auf Deutsche schossen. Nicht weil sie Verbrecher waren oder sich sonst etwas zu Schulden kommen hätten lassen, nein, nur weil sie es in ihrem Überwachungsstaat nicht mehr aushalten konnten und lieber die etwas weniger eingeschränkte Freiheit im Westen suchten. Wohin werden Bundesbürger flüchten, wenn das hier bei uns alles so weiter geht? Wird nicht viele Möglichkeiten geben unter der EU und der NWO.

      Schon ab dem Alter von 17 Jahren wird bei uns in der BRD jungen deutschen Männern ihre Freiheit beschnitten. Die längst überholte allgemeine Wehrpflicht, ist aber immer noch gut dafür, die Hälfte der deutschen Bevölkerung einzuschüchtern –das beginnt schon bei der Zwangsuntersuchung MUSTERUNG – und ihnen im Nachhinein einen Zwangsdienst verschiedener Form aufzuerlegen. Krieg spielen zu müssen, da unser Land überhaupt nicht bedroht wird von irgendwem, befähigt aber bestimmte Leute, die sich Ärzte schimpfen und deren Assistentinnen, sich in missbräuchlicher Weise an diesen jungen Männern zu vergehen (Infos dazu kann man sich auf http://www.meinungsschreiber.net holen und in Kürze erscheint auch ein Buch darüber.). So sieht es in der Tat aus in unserem Land. Vieles erinnert mich an alte Zeiten, die Schreckliches mit sich brachten und von denen wir doch alle hofften, dass wir sie hinter uns hätten. Ich finde eher, wir bewegen uns genau dorthin zurück.

    7. HarryHIII meint:
      17.November 2009 at 6:19 pm

      Das sind ebenso die bekannten Reden.

      Nochmals im einfachen, verständlichen Text:
      Ernsthaft Studierende mussten schon immer zusehen, dass sie in Ruhe studieren können. Und vor allen Dingen mussten sie ihr Studium dabei schon immer mit Streikenden, so genannten Meinungsführern, als Hindernis planen.

      Genauer: seit den siebziger Jahren wurden Studierende vor allem von ihren so genannten Kommilitonen am ernsthaften Studium gehindert. Regelmäßig zu Beginn des Wintersemesters, wenn Erstsemester nach Orientierung suchten, war und ist dies unmöglich, weil eine Minderheit aus so genannten Meinungsführern ihnen den Weg in die Lehrsäle versperrte.

      Polizei kam und kommt diesen wenigen so genannten Kommilitonen ebenfalls schon immer gerade recht – und werden von ihnen als Auszeichnung für ihre so genannten Aktionen gesehen, auch wenn sie anders darüber reden.

    8. Heiko meint:
      17.November 2009 at 6:46 pm

      @Carolin
      Da gibt es also auch schon Streikbrecher unter den Studenten? Die hoffen wohl eines Tages noch auf eine dieser Privatunis springen zu können? ^^

      Achja, ich erinnere mich noch an meine Zeit in Leipzig als 1997 auch schon privatisiert werden sollte. Da waren Polizeieinsätze eigentlich noch undenkbar. Wie sich die Zeiten ändern…

    9. Mahaf meint:
      18.November 2009 at 7:00 am

      @HarryHIII
      Ey herri, auch hier wird Dir niemand Deine Pokale vom Kaminsims wegräumen. Bleib’, wie Du bist, schwenk’ ein Glas Erlesenes und sinniere ruhig und überlegen über Deine Geschichte. Es kommt der Tag, an dem Du ganz allein – und sogar möglicherweise ganz egozentrisch ohne Lucy – diesem beschissenen Outsourcing des Alterns – und damit dem letzten, ernst zu nehmendem Gegner ins Auge blicken wirst. Und zwar ganz ALLEIN.

    10. Mahaf meint:
      18.November 2009 at 7:19 am

      P.S. Außer, Du hast es vermocht, Dir ein paar willenlose Opfer heranzuzüchten. Du Multiplikant!

    11. Linda meint:
      18.November 2009 at 1:06 pm

      @harry:
      “Ernsthaft Studierende mussten schon immer zusehen, dass sie in Ruhe studieren können.”

      Am Ende sind es genau diese Studenten, die sich über Studienbedingungen usw aufregen. Die Studenten streiken nicht umsonst, sondern weil sie für alle bessere Bedingungen wollen.

      Ein Streik muss auch mal unangenehm sein, damit man auf die Missstände aufmerksam machen kann. Und dazu gehören auch mal Besetzungen. Nur wer sich in dieser Zeit am bundesweiten Bildungsstreik beteiligt ist nicht gleich ein gewissenloser Student oder ein “sogenannter Kommilitone”, wie du es netterweiße formulierst.

      Das Leben wird auch nicht besser, wenn man den ganzen Tag auf seine Bücher sitzt, sich nicht mal für etwas engagiert oder über den Tellerrand hinausschaut. Das wahre Leben findet draußen statt.

    12. HarryHIII meint:
      18.November 2009 at 5:16 pm

      @Linda
      Es ist bei diesen Streiks noch nie etwas herausgekommen.
      Außer:
      1.Politiker haben irgendwelche Beschwichtigungsversuche gemacht, indem sie den Studierenden irgendwelche Köder hinwarfen (s.heute) – und danach haben sie durch die kalte Küche doch alles genauso installiert wie sie es schon immer gewollt hatten.
      2.Studenten standen Jahr für Jahr vor verbarrikadierten Hörsälen bzw. Haupteingängen (mit Ketten und Stangen und Zelten) und konnten dann wieder zusehen wie sie ihre Scheine innerhalb der Regelstudienzeit (s.BaFöG) zusammenkriegen! Nebenbei: Diejenigen die da so dauerprotestierten und dauerstreikten, kamen sehr häufig aus gutem Hause und mussten sich keinen Kopf um ihr BaFöG machen.

    13. Krisenanalyse in der „besetzten Uni“ Jena « Philosophenstübchen-Blog meint:
      18.November 2009 at 9:29 pm

      [...] wieder ein Hörsaal besetzt. Das nebenstehende Bild ist (auch etwas größer) aus einem Bericht im Internet. (auch zum Pfeffersprayeinsatz der [...]