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Deflation bricht mit voller Wucht aus

Von Daniel Neun | 19.August 2009

“Preisrückgang”: Erzeugerpreise in Deutschland sinken im Jahresvergleich um 7.8 %. Das ist der höchste jemals gemessene Wert seit Beginn der Statistik 1949.

Wie das Statistische Bundesamt (1) heute bekannt gab, bricht in Deutschland die Deflation nun mit voller Wucht aus. Allein imJuli 2009 sanken die Erzeugerpreise um 1.5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, also zum Juli 2008, ergibt die nun nicht mehr als “Preisrückgang” wegzudiskutierende Deflation ein Minus der Erzeugerpreise von 7.8 Prozent.

Dieser Index der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hatte im März noch bei -0.5 % gelegen, im April waren es dann schon -2.7 %, im Mai bereits -3.6 %, im Juni – 4,6 % und nun im Juli -7.8 %. (1)

Das ergibt eine eindeutige deflationäre Entwicklung, ein dramatisches Schrumpfen der Wirtschaftsleistung ist die unausweichliche Folge. Denn die Erzeugerpreise sind der Indikator, der am Anfang der Beweiskette steht, quasi der erste Dominostein der fällt. Danach folgen die Grosshandelspreise und letzlich die der “Endverbraucher” unserer Demokratie.

Nun waren die Grosshandelspreise, die seit 1968 erhoben werden, laut Statistischem Bundesamt im Juli 2009 aber ebenfalls stärker geschrumpft als jemals zuvor gemessen. Sie lagen im Vergleich zum Juli 2008 bei -10.8 %. Auch die Verbraucherpreise sanken im Juli 2009 im Jahresvergleich um 0.5 %. (2)

Was aber sich aber nun Konzernmedien, “Wirtschaftswissenschaftler”, Akademiker, Banker und systemrelevante “Parteien” derzeit leisten, kann entsprechend des Vergleichs “seit 1949 nicht mehr” gut mithalten, vielleicht sogar ein bisschen länger. Nannte man im kurzen gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er Jahre autoritätsbezogene Aademiker ohne Allgemeinbildung und Realitätsbezug noch “Fachidioten”, so muss man diese Klientel, samt die entsprechende regierungsnahe Presse heute als “Fachlügner” bezeichnen. “Die Krise ist vorbei”, heisst es, “der Aufschwung”, er werde kommen, heisst es und alles bereitet sich auf das böse Erwachen nach der Bundestagswahl vor.

So dumm, so dreist, so unverschämt und so peinlich zugleich, wurde durch das Establishment und seine Jünger seit dem Faschismus nicht mehr gelogen. Mag sein, dass man sich aus diesem 12-jährigen Reich in den strauchelnden Eliten noch andere Beispiele für das weitere Vorgehen sucht, wenn es um die Verteidigung ihre vererbten Macht und angestammten Profite geht.

(…)

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Quellen:
(1) http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__303__61241,templateId=renderPrint.psml
(2) http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2009/08/PD09__296__61281,templateId=renderPrint.psml

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Topics: Kapital | Kommentare deaktiviert

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Kein Kommentar to “Deflation bricht mit voller Wucht aus”

  1. souldeanmarcjon meint:
    19.August 2009 at 13:48

    und parallel dazu werden die Märkte “anscheinend” künstlich vollgepumpt. Auch die Nachrichten aus Übersee klingen alles andere als gut! Das wird soo einen Rummms geben, da werden sich einige die Augen reiben. “Ups, ich dachte es wär alles OK!”… und schwups da war der Wohlstand weg…. 1.. 2.. KEINS!

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  2. ebm_bln meint:
    19.August 2009 at 13:51

    Tja, da scheinen sich die Warnungen von Prof. Bernd Senf und von Nikolas Hofer ja zu bestätigen?!! (www.monetative.org)

    Beide Vorträge gibts auf Youtube oder auf meinem Blog – sehr empfehlendswerte Vorträge…

    Wenn das so weiter geht – kommt nach der Wahl das “große Jammern” und der “kleine Bürger” muss zusehen wo er/sie bleibt…

    Ein beschissener Teufelskreislauf.

    Heute auch noch zum Thema eine Fernsehsendung im ZDF, 00Uhr, “Abenteuer Wissen: Wie funktioniert Geld?”
    http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1020545,00.html?dr=1

    Mal sehen mit welchen “Schein-Darstellungen” dort wieder versucht wird dem Durchschnitts-Bürger “Sand in die Augen zu streuen”???

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  3. M meint:
    19.August 2009 at 18:00

    Juli 2008 war der Ölpreis 150$..

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  4. Stephan meint:
    19.August 2009 at 23:52

    Ich muß mich M anschließen:
    Der Strompreis ist so hoch wie nie. Der Ölpreis ist doppelt so hoch wie vor fünf Jahren (s. http://www.markt-daten.de/charts/rohstoffe/images/cl-usd-euro.gif ). Auch der Heizölpreis ist immer noch gut hoch (ca. 58 Ct/Liter) verglichen mit den Jahren 2001 bis 2003 wo es um die Zeit zwischen 34 und 39 Ct kostete (s. http://tecson.de/pheizoel.htm zu http://tecson.de/php01-03.htm) auch wenn er jetzt “nur” noch so viel kostet wie 2007.
    Der Preis für Uran (oxid, d.h. U3O8) am Spotmarkt ist ungefähr doppelt so hoch wie vor fünf Jahren (ca. 18$/lb): http://www.uxc.com/review/uxc_g_price.html (aktueller Preis: 48$/lb s. http://www.uxc.com/).

    Auch die Importkohle (für Kraftwerke) kostet ungefähr das doppelte wie 2004 (lt. Bundeamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ):

    Zeitraum Menge t Menge t SKE Preis Euro/t SKE*
    2004 Jahr 25.856.906 22.483.959 55,36
    2009 1. Quartal 8.342.290 7.182.063 91,24
    http://www.bafa.de/bafa/de/energie/steinkohle/statistiken/index.html

    Dazu muß man berücksichtigen, dass in den letzten Jahren nicht nur in China sehr viele Kohlekraftwerke gebaut wurden, sondern auch in den USA wurden wie blöd Kraftwerke gebaut. D.h. die weltweiten Kohlereserven schmelzen wie Butter in der Sonne.

    Auch Düngemittelpreise sind inzwischen sehr hoch (Düngerherstellung ist sehr Energie- und Erdgas-intensiv):
    ” 04.03.2009
    Dünger: Hohe Preise lassen Markt einbrechen”
    http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/agrar_news_themen.php?lasu=&can=&SITEID=1140008702&WEITER=99&MEHR=99&Fu1=1236161674&Fu1Ba=1140008702&con=

    Selbst der Weizenpreis ist derzeit 50% höher als vor fünf Jahren. Wer kann das schon von seinem Gehalt behaupten?

    “Wheat Monthly Price

    Description: Wheat, No.1 Hard Red Winter, ordinary protein, FOB Gulf of Mexico, US$ per metric tonne
    Umrechnung: 1,40$ = 1€

    Jul 2004 150.60 (ca. 108 Euro)
    Jul 2008 328.18 (ca. 234 Euro)
    Jul 2009 225.00 (ca. 161 Euro)”
    http://www.indexmundi.com/commodities/?commodity=wheat&months=120

    Ganz aktuell: 130,25 Euro pro Tonne (s. http://www.finanzen.net/rohstoffe/weizenpreis ).

    Man darf die aktuellen Preise eigentlich nicht unbedingt mit letztem Jahr vergleichen. Nicht nur der Ölpreis sowie die Preise für die daraus folgenden Produkte ist explodiert, sondern auch die Preise für Getreide und Reis.
    Dennoch sind die Zukunftsaussichten nicht so rosig, wenn man an die bevorstehenden Energieverknappungen und die weltweit zunehmende Versalzung von bewässerten Agrarflächen denkt.
    Es gäbe aber Möglichkeiten dies zu ändern, wenn man wollte.

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  5. matt meint:
    20.August 2009 at 00:56

    andere Beispiele für das weitere Vorgehen:

    Gleichschaltung der Presse
    Blockwarte
    allgegenwärtige Systemkontrolle
    Unterdrückung von Systemkritik

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  6. Aufschwungsversprechen - blog von mattin meint:
    20.August 2009 at 07:54

    [...] hat uns bewusst angelogen oder er versteht nichts von Wirtschaft.ganzer Text/Quelle/linksAuszug von radio utopieDeflation bricht mit voller Wucht ausvon Daniel Neun“Preisrückgang”: Erzeugerpreise in [...]

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  7. vommoderatorzensiert meint:
    20.August 2009 at 19:11

    Zitat 1: “[...]Wie das Statistische Bundesamt (1) heute bekannt gab, bricht in Deutschland die Deflation nun mit voller Wucht aus. Allein imJuli 2009 sanken die Erzeugerpreise um 1.5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, also zum Juli 2008, ergibt die nun nicht mehr als “Preisrückgang” wegzudiskutierende Deflation ein Minus der Erzeugerpreise von 7.8 Prozent.[...]”

    Zitat 2: “[...]Nannte man im kurzen gesellschaftlichen Aufbruch Ende der 60er Jahre autoritätsbezogene Aademiker ohne Allgemeinbildung und Realitätsbezug noch “Fachidioten”, so muss man diese Klientel, samt die entsprechende regierungsnahe Presse heute als “Fachlügner” bezeichnen.[...]”

    Der Preisrückgang ist jedoch nur EINs von mindestens DREI Merkmalen einer Deflation denn, bei einer Deflation verringert sich die Geldmenge einer Volkswirtschaft bei gleichzeitigem Rückgang der Preise. Die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen ist dann geringer als das Angebot.

    Da jedoch “nur” 1/3 der Merkmale einer Deflation gegeben bzw. beschrieben wurden, ist der Wahrheitsgehalt dieses Beitrages leider auch nur peripherer Natur.

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  8. Daniel Neun meint:
    20.August 2009 at 19:25

    Wie die Amerikaner zu sagen pflegen:
    “It´s not the fall that kills you. It´s the sudden stop.”
    Also wünsche ich weiter guten Flug und wenn´s zieht, bloss nicht nach unten gucken, gell.

  9. bekannt meint:
    21.August 2009 at 08:53

    Weisst Du,vommoderatorzensiert,irgendwie wird es langsam “komisch”.
    BtW grotesk.

    Denn leider,aber auch leider definiert sich Faschismus in diesem Kontext …..
    (Zitiere Wiki)…Vom Ursprung her sind es national- und sozialrevolutionäre Bewegungen mit meist totalitären Zügen.
    Zitat Ende.

    Tja vommoderatorzensiert,
    was bitte war denn HARTZ-IV ?
    ETWA NICHT TOTALITÄR und SOZIALREVOLUTIONÄR,
    die Menschen enteignend und entrechtend?

    Aber nicht doch,keine falschen Gedanken,denn alles wird doppelt plus gut.
    Denn heutzutage von 1/3 Merkmale einer Deflation zu reden,btw schreiben,ist vergleichsweise “lustig”.

    Achja,es tangiert natürlich nur peripher,wenn Millionen Menschen in Deutschland,und damit meine ich ALLE,im Dreck hängen,weil wir alle nur stinkend faule Schweine sind,
    und nichts weiter in der Birne haben ausser Dauerurlaub….

    Aber klar doch vommoderatorzensiert,
    das sind wir,dick dumm und gefrässig.

    Denn das mein Verehrtester,musst Du mal den arbeitslosen Akademikern,Maschinenbaumeistern
    (persönliches Gespräch mit selbigem) sagen…..
    um danach in kleingeister Manier von nur 1/3 Merkmalen einer Deflation zu sprechen.

    Und weil ich in deinen Augen vom Thema abweiche,wie definiert sich denn deiner Meinung nach Wirtschaft he?
    Etwa so wie bei mir in Berlin-Reinickendorf,wo es zwischen Schäfersee und Roedernallee Mindestens 11
    beschissene Frisör-Läden gibt,die Stundenlöhne jenseits von gut und böse zahlen ?

    Gewerbeaufsichtsamt ? Deflation ? Hö?

    Unter Deflation versteht man signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus,titelt Wiki….jaja,
    ich irre mich natürlich,denn das Preisniveau ist stabil….
    Aber sicher doch.

    Einer kapitalfaschistischen Bundesregierung und ihren geistigen “plus” und medialen Ergüssen heutzutage noch Glauben zu schenken,
    widerspricht in höchstem Maße nicht nur
    dem Sach -nein dem gesundem Menschenverstand.

    Denn real existierende Fakten lassen sich nunmal nicht leugnen.

    Hoffentlich gehen Wir bald Alle im pazifisch-texanischen Müllstrudel unter…Hoffentlich bald.

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  10. vommoderatorzensiert meint:
    21.August 2009 at 20:07

    @ bekannt

    Nun ist Deflation das eine, Hartz IV das Andere und der Faschismus wiederum eine neue Baustelle.

    “[...] Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    kein Gott, kein Kaiser noch Tribun
    Uns aus dem Elend zu erlösen
    können wir nur selber tun! [...]”

    heißt es in der Internationalen (kannst Du bestimmt auch bei der “hochwissenschaftlichen” Plattform Wikipedia nachlesen :) – ).

    Den Passus zur Meinungsfreiheit findest Du ggf. in Art. 5 Grundgesetz.

    Fakt ist: Wollen sich drei Personen zu einer Prügelei treffen und es kommt nur einer zum verabredeten Treffpunkt, gibt es, zumindest mit großer Wahrscheinlichkeit keine Verletzten.

    Was nun den “gesunden Menschenverstand” betrifft, ach das ist eine eigene Baustelle.

    Stützt sich der “gesunde Menschenverstand” auf ein “solides Halbwissen”, wird das eigene Elend auf die “ganze Welt” projiziert oder (unter so genannten Linken gern gebraucht) sucht man ständig nach eventuellen Feinden statt nach Verbündeten, ist eine erstrebte Veränderung eher fern als nah.

    Diagnostiziert ein halbwissender Arzt einen Hirntumor, operiert dann jedoch am Fuß, ist das “Ergebnis” sicher ähnlicher “Qualität”.

    Wenn sich “[...] Denn real existierende Fakten lassen sich nun ein Mal nicht leugnen.[...]” lassen, ist eine gründliche Analyse trotz allem notwendig, will man die gewünschten Ergebnisse erzielen.

    Missachtet man das bessere Wissen, blamiert man sich ggf. gründlich.

    Wie (wer hab ich zurzeit nicht greifbar) mal jemand (sinngemäß) so schön gesagt hat: “Es ist eine Sache, wenn die Leute denken man hätte keine Ahnung, die Andere ist es das Mau aufzutun und es ihnen zu beweisen.”

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  11. vommoderatorzensiert meint:
    21.August 2009 at 21:51

    Nachtrag

    Wenn in einem Hochpreisland wie Deutschland eine “Geiz ist Geil” Mentalität vorherrscht, auch der Angestellte, Arbeiter oder Arbeitslose lediglich auf das eigene Wohl bedacht ist, der alte, kölsche Spruch: “Man muss auch gönne könne.” nichts mehr gilt, dann darf man sich über z.B. Hartz IV nicht mehr wundern.

    Nehmen wir der Einfachheit halber Dein Beispiel:

    “[...] Etwa so wie bei mir in Berlin-Reinickendorf,wo es zwischen Schäfersee und Roedernallee Mindestens 11
    beschissene Frisör-Läden gibt,die Stundenlöhne jenseits von gut und böse zahlen ?[...]”

    Hier treffen doch mehrere Phänomene zusammen:

    1.) Eine Bevölkerung die es scheinbar widerspruchslos hinnimmt, dass augenscheinlich ökonomische Tiefflieger (anders kann ich es nicht nennen, wenn jemand nicht in der Lage ist sein Unternehmen unter Berücksichtigung des reellen monetären Gegenwertes der Arbeitsleistung zu führen) Gewinne unter Ausnutzung der Sozialkassen zu machen,

    2.) Kunden die diesen “Service” nutzen und damit diese Form von Ausbeutung tätig unterstützen (bitte hier nicht die berühmte Ausrede: “Was soll ich denn machen, wenn ich es mir nicht anders leisten kann?” nutzen, ich zahle auch freiwillig einen angemessenen Preis, weil es mir “meine Friseurin” wert ist),

    3.) Angestellte, die aus den verschiedensten Gründen (und sei es aus Gründen der Selbstachtung oder wegen der sozialen Kontakte oder, oder, oder..) ihre Arbeitskraft unter Wert “verkaufen”.

    Hier haben wir also schon drei Anstriche und die sind bestimmt noch zu erweitern. Demnach ergibt sich meiner Meinung nach zwangsläufig, dass eine “einfache” Lösung kaum zu finden ist.

    Weiter zu Hartz IV:

    Auch hier ist es nicht ganz so einfach, wie Du es Dir machst.

    Zitat:

    “[...] Achja,es tangiert natürlich nur peripher,wenn Millionen Menschen in Deutschland,und damit meine ich ALLE,im Dreck hängen,weil wir alle nur stinkend faule Schweine sind,
    und nichts weiter in der Birne haben ausser Dauerurlaub….

    Aber klar doch vommoderatorzensiert,
    das sind wir,dick dumm und gefrässig.[...]”

    Auch hier gilt es zu differenzieren und die einzelnen Interessen gegeneinander zu gewichten.

    1.) Gibt es ein “Recht auf Faulheit? (wobei ich keinem Hartz VI- Empfänger etwas unterstelle!!!)

    2.) Ist der Arbeit”nehmer” tatsächlich für die bedingungslose Finanzierung der Nichtarbeitenden verpflichtet?

    3.) Ist es nicht der Arbeit”nehmer” der, wenn er dem Arbeit”geber” denn über Steuern oder Abgaben abgezogen werden würde, rechtmäßige Nutznießer eines Mehraufkommens, da es unmittelbar durch ihn geschaffen wurde?

    4.) Was ist mit der gesetzlichen Schadensminderungspflicht? (auch ein Zeichen von Solidarität)

    5.) und, und, und …

    Die Lösung scheint also auch hier nicht ganz so einfach. Auch hier sind die Verschiedenen Interessen genau zu beleuchten, Schwachstellen aufzudecken, Umsteuerungsprozesse einzuleiten.

    Die Lösung ist es nicht, lediglich: „Hartz IV muss weg!“ zu rufen. In einer sich rasant entwickelnden Gesellschaft kann es hier nur gelten, wenn regulierend dergestalt eingegriffen wird, dass jeder in die Lage versetzt wird, ein selbst bestimmtes Leben zu führen, gleichsam muss auch jeder die Verantwortung für sich selbst übernehmen, wenn er es denn kann und die, die es nicht können, bedürfen der Hilfe (Solidarität) der anderen.

    Hier benötigen wir allerdings ein komplett überdachtes System, besonders in der Wirtschaft, weil wir sonst eine Schar von Konsumenten ohne eigene Einkommensgrundlage „produzieren“ und das dürfte dann endgültig gegen die Würde des einzelnen verstoßen.

    Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

    Molière französischer Dramatiker und Schauspieler (1622 – 1673)

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