Merkel-Steinmeier-Regierung plant weiteren 329 Mrd-Ausverkauf der Republik

Merkel-Steinmeier-Regierung plant weiteren 329 Mrd-Ausverkauf der Republik
1 Stimme, 5.00 durchschnittliche Bewertung (97% Ergebnis)

Die Bundesregierung aus SPD, CDU und CSU will nächstes Jahr Schuldscheine unseres Staates (“Staatsanleihen”) in Höhe von 329.000.000.000 Euro verkaufen.

Niemand berichtete in der deutschsprachigen Konzern- und Staatspresse über den gestern bekannt gegebenen “Kreditfinanzierungsplan” der Bundesregierung, offenbar um zur Beruhigung der dümmsten Wähler der Welt beitragen. Wie nur die englischsprachige Presse wie “Bloomberg” (1) oder die “New York Times” (2) gestern meldete, umfassen die Pläne der Merkel-Steinmeier-Regierung für das nächste Jahr den Verkauf von “Staatsanleihen” (de facto Schuldscheine der Regierung mit unserem Staat als Pfand) in Höhe von 329 Milliarden Euro.

Dieses Jahr plant die Regierung noch Anteile unseres Staates in Höhe von 302 Milliarden Euro zu verscherbeln, aber auch das ist schon gewaltig heruntergeredet. Noch im Juni hatte es seitens der Bundesfinanzagentur geheissen, bis Ende des Jahres werde man “Staatsanleihen” in Höhe der Rekordsumme 346 Milliarden Euro verkaufen. Nun hiess es auf einmal, halt, es würden mal eben 44 Milliarden Euro weniger.

Der Gipfel dieser epischen Farce ist, dass die Banken selbst diese staatlichen Schuldscheine kaufen, so sukzessive das ganze Land als “Schuld” im Sack haben und dann noch für ihre eigenen Schulden untereinander das Geld von der Regierung kassieren, was diese eben von ihnen für die “Staatsanleihen” bekommen hat.

Die Regierung schreibt also Schuldscheine auf unser Land und unseren Staat aus, die Banken erfinden Geld und geben es dem Staat (weil der bekanntlich kein Geld erfinden darf), kassieren die Schuldscheine und so Generationen um Generationen des Volkes als Zwangsarbeiter und Sklaven. Nur das die eben so dumm und primitiv sind, dass sie es nicht merken sondern auch noch wählen, weil sie nämlich Angst vor dem Kommunismus, vor der Schweinegrippe, vor dem Terror, vor dem Moslem, vor dem Asteroideneinschlag oder einfach vor dem Zeitunglesen haben.

Dabei fallen alle diese “Anleihen” sowieso in das EZB-Loch, weil sie in Euro ausbezahlt werden. Da es aber – dem Himmel, den Iren und Karlsruhe sei Dank – immer noch keinen Eurostaat gibt, sind nur Staatsanleihen an europäische Einzelstaaten möglich. Das begünstigt im Vergleich den Dollar, der mit seiner willigen Bundesregierung in Washington einen ganzen einheitlichen Staat zum Verkauf anbieten kann.

Der gesamte nächste Bundeshaushalt in Deutschland soll laut der Berliner Bundesregierung übrigen niedriger liegen als die so versteckt als “Staatsanleihen” aufgenommenen Schulden. 327 Milliarden Euro will die Bundesregierung angeblich insgesamt ausgeben. Wie man vom letzten Oktober weiss, kann schnell mal die eine oder andere halbe Billion für das systemrelevante Bankensystem dazukommen.

Das entsprechende Gesetz für den Verkauf der 329 Milliarden schweren “Staatsanleihen” plant die Regierung nach der Bundestagswahl im November durch den Bundestag beschliessen zu lassen. Wer glaubt im Ernst dass dieser wiedersprechen wird, wenn er ähnlich wie der bisherige zusammengesetzt ist?

Dabei hatte im März u.a. die Londoner Monarchie schon Schwierigkeiten ihre eigenen Schuldscheine überhaupt loszuwerden. Die Nachfrage für eine Auktion von 1,75 Mrd. Pfund (1,9 Mrd. Euro) eines 30-jährigen Bonds (Gilt) war schlicht nicht da. Es ging die Angst um, dass die allmächtigen Banken ihren Streik nicht nur auf Kredite für die Realwirtschaft beschränkten, sondern auch noch auf einen “Käuferstreik bei Staatsanleihen” ausdehnen würden. (3)

Täten sie dies, gäbe es nur eine Wahl: vollständige, offene Unterwerfung des Staates unter die Banken – und damit einen offenen Putsch gegen die Verfassungen und Grundrechte, mithin ein formeller Systemwechsel – oder ein Sturz der Bankenmacht.

Es bleibt nun abzuwarten was die Deutschen noch alles mit sich machen lassen, bevor sie sich ein einziges Mal in ihrem Leben mit dem Stimmzettel wehren, anstatt irgendwelche Krawalle zu veranstalten wenn es zu spät ist.

(…)

07.08.2009 Schütten wir doch gleich die ganze Republik ins Loch
31.07.2009 Die HRE-Staatsaffäre: Chronologie eines Staatsstreichs
09.10.2008 “Staatsfonds”: Wer schmeisst Goldman Sachs aus Deutschland raus?
12.08.2007 Kreditkrise: lukrative Finte der Investmentbanken?

Quelle:
(1) http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601100&sid=ariVvLVwYVXs
(2) http://www.nytimes.com/reuters/2009/08/10/business/business-uk-germany-debt.html
(3) http://www.mmnews.de/index.php/200903272617/MM-News/Warnsignal-Kauferstreik-bei-Staatsanleihen.html

Diesen Artikel teilen, weiterempfehlen oder bookmarken:
  • Twitter
  • Facebook
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • LinkedIn
  • LinkArena
  • PDF
  • Print
Dieser Beitrag wurde in Kapital, Politik veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Sowohl Kommentare als auch Trackbacks sind geschlossen.

Ein Kommentar

  1. Ernst Herbst
    Am 12. August 2009 um 17:02 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Es sollte noch ergänzt werden, dass die Erwerber dieser Staatsanleihen fast ohne Risiko Zinsen mit einem hohen Zinssatz kassieren. Ohne Risiko: denn jeder andere Schuldner kann Pleite gehen, der Staat Bundesrepublik kaum, und er zahlt die Zinsen aus den Steuern, die von den Steuerschuldnern – also uns – notfalls mit Waffengewalt von der Polizei eingetrieben werden.

  • Wichtiger Artikel:

  • Unseren (anonymisierten) Piwik-Counter ausknipsen:


  • Aktuelle Meldungen


  • Kategorien

  • Archive



  • Spenden für Radio Utopie


  • Email bekommen bei neuen Artikeln:

  • Meta