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Gegen Kinder-Ungeziefer mit hohen Frequenzen
Von petrapez | 5.August 2009
Kinder- und Jugendanwaltschaften fordern Verbot für akustisches “Jugendabwehrsystem” in Österreich
Der Standard hat heute einen Bericht veröffentlicht, der, wäre er am Ersten des vierten Monates des Jahres erschienen, sofort als böser Aprilscherz abgetan worden wäre.
Es geht um ein Gerät, dass einigen bekannt ist zum Vertreiben von Mücken oder Nagetieren.
In Österreich verwenden einige Gemeinden ein Gerät, das hohe Frequenzen von 16 bis 18 Kilohertz bis zu 40 Meter Reichweite abgibt, aber nicht, um irgendeiner Rattenplage Herr zu werden.
Um das damit zu vertreibende Ungeziefer handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die mangels besserer Freizeitangebote Bahnhöfe, Unterführungen, Parkplätze, Tiefgaragen, Spielplätze, Baustellen, Eingänge von Geschäften, Privatgrundstücke und Schulgelände ausserhalb der Schulzeit zu ihren Treffpunkten machen.
Die westliche Gesellschaft ist nicht in der Lage, den Jugendlichen genügend Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Nicht jeder hat vermögende Eltern, die Musikunterricht oder Sportaktivitäten ausserhalb der Schulzeit finanzieren können.
Problematisch ist diese Art der Beschallung, die Erwachsene selten noch hören können, für die Allerjüngsten, die den Eltern noch nicht mitteilen können, dass dieses ständige Piepen an ihr Ohr dringt. Die oben aufgeführten Orte wie Bahnhöfe oder Parkplätze werden logischerweise von Eltern mit Kindern zu jeder möglichen Zeit aufgesucht.
Trotz Proteste mit Hinweisen auf gesundheitliche Schäden, dass es Untersuchungen zu Langzeitschäden gibt, wurden der Einsatz dieser Geräte noch nicht per Gesetz verboten. Das es dafür erst eines Gesetzes bedarf, ist skandalös, denn es würde sich von selbst verstehen, so etwas überhaupt nicht als “Kindergefahrenabwehr” einzusetzen.
Die Behörden verrohen in ihrer Hilflosig- und Unfähigkeit, eine Gesellschaft zu organisieren, immer mehr. Dieses Beispiel zeigt ihr absolutes Versagen.
Ein Unterausschuss des Nationalrats Österreichs hat zwar einen Entschliessungsantrag über das Verbot des Systems in Österreich einstimmig angenommen, aber dabei ist es bisher geblieben.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs fordern das Verbot eines “Jugendabwehrsystems”, das mit akustischen Signalen arbeitet, es sei diskriminierend, widerspreche den Menschenrechten und der UN-Kinderrechtskonvention, zitiert das Blatt .
Topics: Ökologie, Medizin, Gesundheit | Kommentare deaktiviert




5.August 2009 at 7:25 pm
Teens Turn ‘Repeller’ into Adult-Proof Ringtone
http://www.imserba.com/forum/archive/index.php/t-63764.html
http://www.tunerfriends.com/forums/archive/index.php/t-4789.html
5.August 2009 at 7:32 pm
Über das Thema hat die BRD-Presse bereits im Herbst 2007 berichtet.
Hierzu mein Leserbrief v. 19.10.2007:
“Mosquito – eine neue Gesundheitsgefährdung?
Mit Hilfe der neu eingeführten „Mosquito-Anlagen“ sollen Kinder und Jugendliche von bestimmten Orten vertrieben werden. Dieses geschieht durch einen „hoch pulsierenden und nervtötenden Ultraschallton“, der von Erwachsenen nicht mehr wahrgenommen werden kann.
Nach Herstellerangaben geht von dem Gerät keine Gesundheitsgefährdung aus – natürlich nicht, denn die Geräte sind ja auf dem Markt frei verkäuflich. Aber warum lässt denn jetzt unser Sozialministerium ein Gerät auf mögliche Gesundheitsgefährdungen überprüfen?
Am derzeitigen „Freilandversuch über die langfristigen biologischen Wirkungen der gepulsten Mobilfunk-Strahlung“ nehmen bereits einige Millionen Kinder teil und in Ärztekreisen werden die entstehenden gesundheitlichen Störungen inzwischen als „Mikrowellensyndrom“ bezeichnet.
Da können doch die paar Tausend Jugendliche, die von etwaigen Schäden durch die Mosquito-Anlagen betroffen sein könnten, eigentlich keine Rolle spielen, oder etwa doch?”
5.August 2009 at 7:35 pm
Nun ja, das mit diesen Geräten ist aber schon ein sehr alter Hut und sollte auch in Deutschland eingesetzt werden.
Wenn man das gerät schön fleißig weiter entwickelt kann doch schon eine richtig gute Waffe daraus werden – Demos lassen sich völlig unauffällig auflösen weil keine so richtig Lust hat dort zu sein.
Mensch Wolfgang, wäre das nichts für Dich und die Polizei? Der alte Jung soll sich auch mal melden, dann brauchen wir keine Flugzeuge und Panzer mehr, einfach nur kleine, leise und schnelle Aufklärer mit entsprechendem gerät und dann ab zu den Taliban. Die würden sich echt wundern wenn der Schädel brummt.
Später machen wir das fein per Satellit und dann gegen ganze Länder, ach was sag ich: Kontinente.
Da fällt einem doch wirklich nichts mehr dazu ein. Ist das die neue Form von Jugendarbeit? Muss man dafür auch noch studieren oder geht es auch als Quereinsteiger?
Unfassbar was man mit unbequemen Jugendlichen und Kindern macht – gerade, wo sie doch unsere Zukunft sind.
5.August 2009 at 10:25 pm
»Später machen wir das fein per Satellit und dann gegen ganze Länder, ach was sag ich: Kontinente.«
Ich denke, das geht nicht, weil im Weltraum sich mechanische Welen nicht ausbreiten können. Allerdings gibt es ja mittlerweile UFOs, die militärisch eingesetzt werden.
6.August 2009 at 12:39 am
@ superguppi
Merke: Geht nicht, gibt es nicht!
Man wird dafür sicherlich schon eine Lösung parat haben, da mache ich mir mal gar keine Sorgen.
es wird ganz sicher schon Geräte und Waffen geben, die man sich in den Kühnsten Träumen nicht vorstellen wollte…
6.August 2009 at 5:13 pm
[...] Gegen Kinder-Ungeziefer mit hohen Frequenzen | Radio Utopie In Österreich verwenden einige Gemeinden ein Gerät, das hohe Frequenzen von 16 bis 18 Kilohertz bis zu 40 Meter Reichweite abgibt, aber nicht, um irgendeiner Rattenplage Herr zu werden. Um das damit zu vertreibende Ungeziefer handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die mangels besserer Freizeitangebote Bahnhöfe, Unterführungen, Parkplätze, Tiefgaragen, Spielplätze, Baustellen, Eingänge von Geschäften, Privatgrundstücke und Schulgelände ausserhalb der Schulzeit zu ihren Treffpunkten machen. [...]