Der Geld-Kandidat liegt in Pennsylvania hinten

Die Finanzen von Barack Obama nĂĽtzen ihm derzeit nichts gegen Hillary Clinton

Pennsylvania: Wer glaubt, es sei ein gutes Zeichen für die demokratische Attitüde und den Geist einer Wahl wenn der Kandidat mit dem meisten Geld gewinnt, kann sich auch bei den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenagenturen auf der sicheren Seite wähnen.
Barack Obama bereits dreimal so viel Geld fĂĽr seinen Wahlkampf ausgegeben wie Hillary Clinton in der Lage war. Ein Grund fĂĽr die „Tagesschau“ bereits den kommenden „K.-o.-Schlag“ fĂĽr die in den Umfragen im US-Staat vorne liegende Kandidatin zu vermuten.
Dass Obama fĂĽnfmal so viel Geld an „Spenden“ fĂĽr seine Kampagne zur VerfĂĽgung hat, ist fĂĽr die deutsche Presse das einzig entscheidende Argument wenn es um die Befähigung fĂĽr das wichtigste politische Amt der Welt geht welches noch durch eine demokratische Wahl bestimmt wird.
Das sagt mehr ĂĽber die durch und durch korrumpierte deutsche Presselandschaft aus als ĂĽber alles andere.
Den Hinweis auf die Vermögenslage findet man allein innerhalb der letzten 24 Stunden teilweise gleich mehrfach in der Onlinepresse von „Bild„, „Focus„, „Badisches Tagblatt“, „Vlothoer Anzeiger ,„Kleine Zeitung“ und im Ticker von „Volksstimme“. Ăśberhaupt wird gern von einem „finanziellen Wahlkampf“ geredet, den Obama bereits gewonnen hätte.
Diesen Spruch sollte man sich merken.
Feststeht: viele Menschen zeigten sich ĂĽber Obamas letzte Bemerkungen ĂĽber „verbitterte“ arme Leute – die den „finanziellen Wettkampf“ gegen Fabrikbesitzer und Banken irgendwie verloren hatten – einigermassen verbittert.
Obama machte dabei keine gute Figur.

Da trotz verlorenem finanziellen Wettkampf leider das arme Pack immer noch wählen darf, könnte das in einem bitteren verlorenen Medienwahlkampf für die reichen Pfeffersäcke und ihre Berufsheuchler enden.
Der neue Fernsehspot von Clinton zeigt ĂĽbrigens so manche Referenz an die US-Geschichte, und nicht nur an sie.
Bemerkenswerterweise sieht man nicht mehr die Bilder des 11.September, dafĂĽr aber die von Pearl Harbor.
Wohl tauchen noch die alten Schreckgespenster Chruschtschow, Castro und Bin Laden auf, doch ist die Botschaft eher „alles kann passieren“ als „wir mĂĽssen leider fĂĽr den finanziellen Wettkampf auf der Welt alles mögliche passieren lassen„.

Barack Obama hat derzeit – vor der Wahl in Pennsylvania – einen Vorsprung an Delegiertenstimmen von 1.648 zu 1.504 Stimmen von Clinton.

Das ist nicht uneinholbar. Besonders wenn man bedenkt, dass Wahlsiege bei den Demokraten prozentual gezählt werden, im bevölkerungsreichen Pennsylvania immerhin 158 Delegierte zu vergeben sind, Hillary Clinton mit 50:43 Prozent (bei 7% „unsicher“) in den Umfragen vorne liegt und danach noch die Wahlen in Guam, Indiana, North Carolina, West Virginia, Kentucky und Oregon anstehen.

Es fällt auf, welche Panik so manche bei der Vorstellung erfasst Hillary Clinton könnte ins Weisse Haus einziehen.
Ob da jemand Angst vor einem neuen „finanziellen Wettkampf“ unter geänderten Bedingungen hat?

(…)

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