Frieden und Wassermelonen

Als ich Mitte der 50er-Jahre nach einer Persönlichkeit Ausschau hielt, die vielleicht David Ben Gurion im Amt des Ministerpräsidenten ablösen könnte, dachte ich an Goldmann. Er hatte das notwendige Format und war bei moderaten Zionisten beliebt. Was nicht weniger bedeutsam war: er hatte eine klare Meinung. Vom ersten Tag des Staates Israel an hatte er vorgeschlagen, dass Israel eine „nahöstliche Schweiz“ werden möge, neutral zwischen den USA und der Sowjetunion. Für ihn war Frieden mit den Arabern für die Zukunft Israels absolut notwendig.

Categorized as: KommentarPolitik, Diplomatie

U.N.O. an Israel: Räumt eure Kolonien in Palästina, sonst Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof

Genf: Eine Untersuchungskommission des Rats für Menschenrechte der Organisation der Vereinten Nationen (Human Rights Council, U.N.H.R.C.) hat heute die Räumung aller israelischen Kolonien („Siedlungen“) im besetzten Staat Palästina gefordert. Die U.N.H.R.C.-Kommission in ihrem Bericht: „Die Mission (der Kommission) berücksichtigt, dass in Bezug auf die Siedlungen Israel schwerwiegende Verstöße gegen seine Verpflichtungen unter dem Recht auf Selbstbestimmung sowie „bestimmten Verpflichtungen nach dem humanitären Völkerrecht“ begeht, eingeschlossen der Verpflichtung seine Bevölkerung nicht in das OPT („Occupied Palestinian Territory“, besetzte palästinensische Gebiet) zu transferieren.“

Categorized as: AktuellesPolitik, DiplomatieRecht, Justiz

Shmuli und Shaffir – die kleinen Schmocks der israelischen Verräterpartei

Itzik Shmuli und Stav Shaffir, die sich 2011 der von Daphni Leef ins Leben gerufenen Sozialbewegung Israels anschlossen und als Sprungbrett nutzten, kandidieren für die Knesset. Dagegen wäre nichts einzuwenden – täten sie dies nicht als Kandidaten der Arbeitspartei, der israelischen S.P.D., die u.a. die Kolonisierung („Siedlungen“) des besetzten Palästina unterstützt und seit der Ermordung ihres Vorsitzenden Yitzchak Rabin 1995 durch israelische Faschisten an diese so ziemlich alles und jeden verraten und verkauft hat der so dämlich war sich auf diese Verräterpartei einzulassen.

Das Meer und der Fluss

Der Terminus „Mittlerer Osten“ ist schon für sich ein herablassender Ausdruck mit kolonialem Unterton – er bedeutet, dass das Gebiet keine unabhängige Stellung hat. Es besteht nur in Beziehung zu einem weit entfernten Weltzentrum – Berlin? London? Washington?

Categorized as: KommentarPolitik, Diplomatie

Die große Unterlassung

ES STELLT sich heraus, dass im Februar 1973, also acht Monate vor dem Krieg, Anwar Sadat seinen Vertrauensmann Hafez Ismail zum allmächtigen US-Außenminister Henry Kissinger sandte. Er bot ihm an, sofort Friedensverhandlungen mit Israel zu beginnen.

Es gab eine Bedingung und ein Datum: der ganze Sinai bis zur internationalen Grenze sollte ohne irgend eine israelische Siedlung an Ägypten zurückgegeben werden, und das Abkommen sollte spätestens bis Ende September abgeschlossen sein.

Categorized as: Politik, Diplomatie