Noch ein überflüssiger Krieg

Dieser besondere Vorfall „begann“ mit dem erfolgreichen Abfeuern einer Antipanzerrakete aus Gaza auf ein gepanzertes Militärpatrouillenfahrzeug auf der israelischen Seite des Grenzzauns. Es wurde behauptet, es sei die Vergeltung für das Töten eines Fußball spielenden Jungs ein paar Tage zuvor. Aber wahrscheinlich war das Timing der Aktion zufällig – die Gelegenheit hat sich so ergeben.

Demütigen und degradieren – Eindrücke aus dem Gazastreifen (1.Teil)

Es genügt, eine einzige Nacht im Gefängnis zu verbringen, um einen Eindruck zu bekommen, was es bedeutet, sich unter der totalen Kontrolle einer externen Macht zu befinden. Und man braucht kaum einen Tag mehr im Gazastreifen, bis einem bewusst wird, wie schwierig der Versuch ist, im größten Open-air-Gefängnis der Welt zu überleben, wo 1,5Millionen Menschen – im am dichtesten bevölkerten Teil der Welt – ständig einem ziellosen und oft brutalen Terror und willkürlichen Strafen ausgesetzt sind – zu keinem anderen Zweck als zu demütigen und zu erniedrigen.

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Die große Unterlassung

ES STELLT sich heraus, dass im Februar 1973, also acht Monate vor dem Krieg, Anwar Sadat seinen Vertrauensmann Hafez Ismail zum allmächtigen US-Außenminister Henry Kissinger sandte. Er bot ihm an, sofort Friedensverhandlungen mit Israel zu beginnen.

Es gab eine Bedingung und ein Datum: der ganze Sinai bis zur internationalen Grenze sollte ohne irgend eine israelische Siedlung an Ägypten zurückgegeben werden, und das Abkommen sollte spätestens bis Ende September abgeschlossen sein.

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Crazy Country: Nicht-Besatzung und Wassertanks

Wenn die Leute von Ein-al-Hilweh, einer kleinen palästinensischen Gemeinde im Jordantal, ihr Ohr auf den Boden legen, können sie leise das Gurgeln des Wassers in den Röhren hören, die unter ihnen liegen, zu denen sie aber keinen Zugang haben. Das Wasser kommt von einer Quelle in der Nähe, die das Leben der Gemeinde generationenlang erhalten hat und dem Dorf auch den Namen gab: „Die süße Quelle“ = Ein-al-Hilweh auf arabisch.

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